Germeringer Wirtschaftsverband spricht sich klar für Postniederlassung aus

"Ja zu 1.300 zukunftssicheren Arbeitsplätzen"

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Den Anblick eines gelben Postgebäudes kennen die Germeringer bereits. Das neue Briefverteilzentrum soll in dessen Nähe kommen.

Germering – Der Wirtschaftsverband Germering steht geschlossen hinter der geplanten Niederlassung der Deutschen Post AG an der Augsburger Straße im Gewerbegebiet Germering Nord, wie er jetzt jüngst in einer Stellungnahme bekannt gibt.

„Jetzt gilt es, Germering aus der coronabedingten Wirtschafts- und Beschäftigungskrise herauszuführen. Wir brauchen diese tariflich abgesicherten und unbefristeten Arbeitsplätze, darunter über 1000 in Teilzeit”, erklärt der Vorsitzende des Wirtschaftsverbandes, Jürgen Andre. Gerade auch aus sozialen und aus Gründen der Gleichstellung müsse man dieses Projekt unterstützen, denn die Frauenquote betrage 54 Prozent und allein 115 Arbeitsplätze seien für schwerbehinderte Menschen vorgesehen. „Und wir können auch auf die jährlichen Gewerbesteuer-Einnahmen in Höhe von etwa eine Million Euro nicht verzichten”, so Andre weiter. Das Verkehrsgutachten der Ingenieursgesellschaft Vössing vom September 2019 komme zu einer für Germering positiven Beurteilung. Innerörtlicher Verkehr finde, so bestätigt der Wirtschaftsverband, durch die Deutsche Post kaum statt, die Verkehrsführung finde über die B2/A99 statt, und das auch nicht zu Verkehrsspitzenzeiten. Außerdem werde die Paketauslieferung durch die Deutsche Post AG im Germeringer Stadtgebiet durch Elektrofahrzeuge durchgeführt. Jürgen Andre betont, dass bei dem Projekt auch die Familienfreundlichkeit eine große Rolle spiele, denn auch eine Betriebs-Kita sei mit vorgesehen. 

Umwelt- und Artenschutzmaßnahmen werden umgesetzt

Zudem sei an zahlreiche Maßnahmen des Umwelt- und Artenschutzes gedacht, um die Eingriffe so gering wie möglich zu halten. Dazu gehören Photovoltaik auf den Dachflächen, eine intensive Dach- und Fassadenbegrünung, Regenwasserretensions- und Versickerungsflächen, wasserdurchlässiger Asphalt, dichtere Bewaldung mit hochwertigem Bewuchs, Feldlerchenfenster mit Blühwiese und auch genügend Fahrradabstellplätze. Der Wirtschaftsverband erklärte, dass durch die bevorzugte Einstellung lokaler Mitarbeiter mit vielen attraktiven Arbeitsplätzen mit kurzen Wegen für Germeringer Bürger zu rechnen sei. Außerdem bedeute das Projekt für Germering einen Kaufkraftzuwachs von rund 3 Millionen Euro pro Jahr. Beim Bau der Niederlassung würden selbstverständlich lokale Firmen und Dienstleister mit einbezogen. Es sei ein “absoluter Glücksfall”, dass es gelungen sei, das Grundstück an ein starkes und zukunftsfähiges Unternehmen zu veräußern. Eine Aufteilung des Grundstücks wäre niemals möglich gewesen. Der Wirtschaftsverband fordert alle Verantwortlichen auf, dieses Projekt auch weiterhin positiv zu begleiten und die bisherige Zustimmung des Stadtrats zu bestätigen. Germering dürfe sich diese einmalige Chance auf zukunftssichere Arbeits- und Ausbildungsplätze, auf die Stärkung der Wirtschaftskraft in diesen schwierigen Zeiten nicht entgehen lassen, lautet das Fazit des Wirtschaftsverbandes.

red

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