Stadtkirche plant Martinsfeiern heuer an mehreren Standorten

Mehrere dezentrale Martinsfeiern in Germering

Traditionell wird am 11. November ein Martinsfeuer entzündet – heuer in Germering an mehreren Orten verteilt am 14. November.
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Traditionell wird am 11. November ein Martinsfeuer entzündet – heuer in Germering an mehreren Orten verteilt am 14. November.

Germering – Am 11. November begeht die Katholische Kirche das Fest des heiligen Martin. Traditionell ziehen dazu Kinder mit bunten Laternen durch die Straßen und Martinsfeuer werden entzündet.

Martin ist einer der bekanntesten Heiligen der Katholischen Kirche. Er wurde zu Beginn des vierten Jahrhunderts auf dem Gebiet des heutigen Ungarn geboren, das damals zum Römischen Reich gehörte. Im Jahr 397, um den 11. November herum, starb Martin in der Nähe von Tours in Frankreich, als dritter Bischof von Tours. Die Legende erzählt, dass Martin als römischer Soldat an einem kalten Wintertag einem armen und unbekleideten Mann begegnete. Außer seinen Waffen und seinem Militärmantel trug Martin nichts bei sich. In einer barmherzigen Tat teilte er seinen Mantel mit dem Schwert und gab eine Hälfte dem frierenden Armen. In der folgenden Nacht, so die Legende weiter, erschien Martin dann im Traum Jesus Christus, bekleidet mit dem halben Mantel, den Martin dem Bettler geschenkt hatte. Diese Legende erinnert unmittelbar Jesu Worte im Matthäusevangelium (Mt 25, 31ff.): „Ich war nackt und ihr habt mir Kleidung gegeben. Was ihr für einen meiner geringsten Brüder getan habt, das habt ihr mir getan.“

Der heilige Martin als Vorbild

„Im heiligen Martin wird umfassend deutlich, was unseren christlichen Glauben letztlich ausmacht“, erläutert Diakon Benno Saruba, der in der Katholischen Stadtkirche Germering die Familien- und Kinderpastoral verantwortet und in diesem Zusammenhang auch für das Martinsfest zuständig ist. „Die Begegnung mit Jesus veränderte Martins Leben und öffnete sein Herz für tätige Nächstenliebe“, so Diakon Saruba weiter. Die Laternen, die die Kinder bei den Martinszügen mit sich führen, und auch die überdimensionalen Martinsfeuer erinnern daran, dass der heilige Martin durch sein Wirken das Leben seiner Mitmenschen heller und wärmer gemacht hat, und dass jeder Christ dazu berufen ist, seiner Umgebung im übertragenen Sinn Laterne und wärmendes Feuer zu sein. Die Legende vom frierenden Bettler und dem Mantel teilenden Martin kann dazu Beispiel und Vorbild sein.

Mehrere Martinsfeiern am 14. November

Aufgrund der Corona-Pandemie gibt es in diesem Jahr kein zentrales Martinsfest der Stadtkirche. Stattdessen gibt es verschiedene dezentrale Martinsfeiern, die allesamt am Samstag, 14. November, um die jeweilige Kirche herum stattfinden, in St. Cäcilia um 16.30 Uhr und in St. Martin, St. Johannes Bosco und St. Jakob um 17 Uhr.

red

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