Narren trotzen Wind, Klima- und Pflenotstand

Narren des 73. Gernlindener Faschingszugs trotzen Wind, Klimawandel und Pflegenotstand

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Maisach - Kommunalwahl hin, Kreisel oder Fliegerhorst – lokale Themen zogen am 73. Gernlindener Faschingszug unbemerkt vorüber. Fast unbemerkt, denn immerhin sorgten zwei Fußgruppen noch für einen gewissen Lokalkolorit bei der Themenwahl – allerdings mit einem eher skeptischen Blick auf den Wahltag am 15. März.

„Egal auf welches Schaf man zählt, man hat immer falsch gewählt“, titelten die „Frechen Hühner“. Fast in die gleiche Kerbe schlugen die „Roudrunners Maisach“: „Ententanz in der Politik. Mit Euch geh’n wir eh nur baden“, schrieben sie unter die Konterfeis der vier Bürgermeisterkandidaten. Noch im Vorjahr war die Kreiselflut ein beliebtes Thema Die Gemeinde sei halt mit ihren Ortsteilen sehr weitschweifig und habe zuletzt wenig Angriffsfläche geboten, sah Christian Kemether als Vorsitzender des Gernlindner Ortskartells den Grund für die eher allgemeine Themenauswahl. 

Teilnehmerzahl im Rahmen des Vorjahres

„Die Olchinger sind mit ihrem Faschingszug sowieso in der Regel politischer wie wir“, so der Ortskartell-Vorsitzende zur Themenauswahl unter den 13 Wagen und zehn Fußgruppen. Damit blieb die Teilnehmerzahl in etwa im Rahmen des Vorjahres. Kemether zeigte sich damit angesichts er Konkurrenz des gleichzeitig in Moorenweis stattfindenden Zuges und des kräftig pustenden Windes zufrieden. „Wegen des Wetters abzusagen, stand nie zur Debatte“, informierte Kemether noch. Wäre auch schade gewesen, wenn die Mühen der Teilnehmer vom Winde verweht worden wären. „Da waren sehr viele sehr kreativ“. lobte Kemether die Qualität der Wagen und Fußgruppen.

Von Plegenotstand bis Klimawandel

 Allen voran stand die Freiwillige Feuerwehr Gernlinden, die mit ihrem „Fluch der Greta“ nicht nur die ständigen Schlagzeilen um die schwedische Umweltaktivistin auf die Schippe nahmen. Die Feuerwehr bot mit ihrem Wagen in jeder Beziehung den Hingucker dieses Faschingszuges. Global unterwegs waren ebenso die Schützen von Frischauf Graßlfing, die China als neue erste Weltmacht statt der USA sahen. Etliche Wagen und Fußgruppen nahmen sich des Pflegenotstandes an. „Patienten außer Rand und Band“, beschrieben zum Beispiel die Waldschützen aus Gernlinden die Situation. Die Mädchen und Buben der Grundschule Gernlinden, mit einer zahlenmäßig stark vertretenen Gruppe, lobten dagegen den ehrenamtlichen Einsatz von Feuerwehr und Rettungsdienst. Auffällige Farbtupfer setzte unter anderem der „Gernlindner Weiberfasching“. In auffälligem Grün mahnten sie: „Klimawandel macht es wahr. Blumenwiese blüht das ganze Jahr.“ 

Ebenfalls in den kräftigen Teil der Farbenpalette gegriffen hatten die „Lady Gracha“, die als Candy Girls unterwegs waren. Rund 3.500 Zuschauer hatten sich nach Schätzung des veranstaltenden Ortskartells rund um den Zug versammelt, etwas weniger als 2019. Laut Kemether spielte auch da das Wetter eine gewisse Rolle. „Bei dem Wind will man vielleicht nicht ganz so lange draußen blieben.“ Die, die trotzdem aushielten, hatten aber bei der anschließend Party rund ums Bürgerzentrum ihren Spaß. 

Hans Kürzl

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