Richtfest

Größtes Brucker Kinderhaus nimmt Gestalt an

+
Geschäftsführer der Baufirma Christian Wuggonig (Zweiter von rechts) las auf dem Neubau des Kinderhauses den Richtspruch vor. Unter anderem waren OB Erich Raff sowie Architekt Lutz Heese, Karin Wolfrum (Beauftragte des Vorstands der Kester-Haeusler-Stiftung) und Professor Volker Thieler (Vorstand der Kester-Haeusler-Stiftung) anwesend.

Der Bau des Geschwister-Haeusler-Kinderhauses in der Dachauer Straße 61 in Fürstenfeldbruck schreitet spürbar voran.

Fürstenfeldbruck – Feierte die Stiftung im Juni diesen Jahres das 30-jährige Jubiläum mit dem Spatenstich für Brucks größtes Kinderhaus, gab es am 14. Dezember sogleich die nächste Feier: die Fertigstellung des Rohbaus. Sollte das Gebäude wie geplant im Juni vollendet sein, können hier 75 Kindergarten- und rund 36 Krippenkinder herumtollen.

Richtspruch und feierlicher Abschluss

Viel Zeit an der frischen Luft wollten die Anwesenden, unter anderem Mitglieder der Kester-Haeusler-Stiftung, Architekt Lutz Heese, Oberbürgermeister Erich Raff und der Geschäftsführer der beauftragten Firma Christian Wuggonig mit seinen Mitarbeitern anlässlich der Temperaturen unter dem Gefrierpunkt an diesem Tag freilich nicht verbringen. Da half es auch nicht, dass heißer Glühwein und Brezen bereitgestellt wurden. Lange ausharren mussten sie aber nicht, fand doch der feierliche Teil im Anschluss an den traditionellen Richtspruch in den warmen Räumen einer Maisacher Gaststätte statt.

Eichhörnchen und Vögel vor der Tür

Zunächst hieß es für den Geschäftsführer der Baufirma Christian Wuggonig über eine Leiter auf einen Teil des Gebäudes zu klettern und den Richtspruch zu verlesen, ehe mit dem Wurf eines leeren Weinglases Richtung Erdboden diesen besiegelte. Architekt Lutz Heese schätzt an dem Kinderhaus vor allem die Umgebung in der es sich befindet.

„Wir können den Kindern Natur anbieten, hier sieht man immer wieder einmal Eichhörnchen oder Vögel“, sagt er. Aus diesem Grund sei bei den Plänen darauf gesetzt worden, große Fenster einzuplanen, damit der Blick nach Außen nicht durch Betonwände geschmälert wird. Und davon wurde bereits einiges verbaut.

3,5 Millionen Euro

„Bisher wurden rund 1.100 Kubikmeter Beton eingebaut“, erklärt Karin Wolfrum, Beauftragte des Vorstands der Stiftung. Dazu kämen noch rund 100 Tonnen Stahl und 60 Quadratmeter Mauerwerk. Die Kosten werden derzeit mit rund 3,5 Millionen Euro beziffert. „Schwierigkeiten bereiten uns derzeit die Preise für Material“, erklärt Heese. Diese stiegen stetig. 

Parkplätze und Schallschutz

Für Schlagzeilen sorgte das Kinderhaus nicht nur im Stadtrat, als es darum ging, wie viele Parkplätze für Autos vor dem Kindergarten zur Verfügung stehen sollten. Weiter gab es auch Diskussionen mit den Nachbarn, die durch das Kinderhaus mehr Lärm befürchteten, weshalb kurzzeitig sogar eine 77 Meter lange Lärmschutzwand im hinteren Teil des Karl-Trautmann-Wegs im Gespräch war. Diese Diskussionen seien nun vorbei, sagt Heese. Sollte das Kinderhaus im Juni fertig gestellt werden, wird es dann vom Bayerischen Roten Kreuz betrieben.

Felix Hamann

Auch interessant

Meistgelesen

Geschwächter Graureiher nach Rettung verstorben
Geschwächter Graureiher nach Rettung verstorben
E-Carsharing kommt
E-Carsharing kommt
Festnahme im Treppenhaus
Festnahme im Treppenhaus
Inthronisation in Olching: Das Spiel von Feuer und Eis
Inthronisation in Olching: Das Spiel von Feuer und Eis

Kommentare