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Gesprächskreis für Angehörige von Demenzerkrankten startet am 17. Oktober im Café Zenja

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Von: Claudia Becker

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Von links: Arnd Walther und Anton Sedlmayr (Manfred-Funke-Hopfner-Stiftung), Bianca Wallenta (Germeringer Insel), Sonja Thiele (Seniorenreferentin im Landkreis FFB) sowie Stefanie Weigl (Seniorenfachberatung des Landkreises) stellten den neuen Gesprächskreis für pflegende Angehörige von Menschen mit 
Demenz vor.
Von links: Arnd Walther und Anton Sedlmayr (Manfred-Funke-Hopfner-Stiftung), Bianca Wallenta (Germeringer Insel), Sonja Thiele (Seniorenreferentin im Landkreis FFB) sowie Stefanie Weigl (Seniorenfachberatung des Landkreises) stellten den neuen Gesprächskreis für pflegende Angehörige von Menschen mit Demenz vor. © Claudia Becker

Landkreis – Wie fühlt es sich an, wenn der Partner, die Mutter oder der Opa an Demenz erkrankt ist? Diese Frage können vermutlich nur die nächsten Angehörigen beantworten, insbesondere, wenn sie die erkrankte Person auch Zuhause pflegen. 

Um genau diesen Menschen nun eine Möglichkeit des gemeinsamen Austausches zu bieten, startet die Germeringer Insel als Fachstelle für pflegende Angehörige in Kooperation mit dem Landratsamt Fürstenfeldbruck ab Oktober einen Gesprächskreis für alle Bürger des Landkreises. Jeden dritten Montag im Monat sollen sich pflegende Angehörige von Menschen mit Demenz mit anderen Betroffenen von 18 bis 20 Uhr im Germeringer Café Zenja treffen können, um – in einem geschützten Rahmen bei einem Getränk oder Abendessen – über ihre Erfahrungen zu sprechen.

Den Alltag und das Miteinander erleichtern

All das, so betonen es die Seniorenreferentin des Landkreises Sonja Thiele und Bianca Wallenta, Leiterin der Germeringer Insel, solle niederschwellig geschehen, ohne Anmeldung oder Pflicht zur regelmäßigen Teilnahme. Begleitet werde ein solches Treffen durch den Demenzberater und Humortherapeuten Markus Proske, dessen Honorar durch die Manfred-Funke-Hopfner-Stiftung beglichen wird. Dieser kann dabei helfen, den Alltag und das Miteinander in Zukunft zu erleichtern, indem man Stressfaktoren und Bedürfnisse der Menschen mit Demenz leichter erkennt. „Proske kann ein so schweres Thema mit Leichtigkeit rüberbringen“, erklärt Wallenta. War er doch mehrfach Redner beim Fachtag für Demenz, der heuer im Juli zum fünften Mal stattfand.

„Das Angebot richtet sich an alle Landkreisbürger, nicht nur die Germeringer“

Sonja Thiele, Seniorenreferentin

Der Gesprächskreis soll keiner festen Gestaltung folgen, die Menschen können frei Themen ansprechen und ihre Geschichte erzählen. So verschieden die Menschen auch sind, so unterschiedlich sei die Ausprägung der Krankheit Demenz. Jeder kann vom anderen profitieren. „Das Angebot richtet sich an alle Landkreisbürger, nicht nur die Germeringer“, erklärt Thiele zudem. Auf der Suche nach einem passenden Ort, bot sich die Germeringer Insel als Partner an, je nachdem wie groß die Nachfrage sei, könne man auch über Ableger in anderen Gemeinden nachdenken. Noch sei es schwer einzuschätzen, wie gut das Angebot angenommen werde, die Erfahrung, dass Betroffene oft Angst davor haben, sich zu der Thematik zu äußern, hat auch Stefanie Weigl, die die Seniorenfachberaterin des Landkreises ist, in vielen Gesprächen gemacht.

Um den Angehörigen genau diese Angst und den Scham zu nehmen, soll das Thema mehr und mehr in die Öffentlichkeit gerückt werden, dieses Ziel hat sich Thiele gesetzt. Nun, mit der passenden Unterstützung werde ein Anfang gemacht. Start des Gesprächskreises ist am 17. Oktober, weiter geht es am 21. November.

Termine:

Start am 17. Oktober, 18 bis 20 Uhr im Café Zenja

Ab 21. November jeden dritten Montag im Monat

Claudia Becker

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