Bäcker helfen bei Gewaltprävention

„Gewalt! Kommt nicht in die Tüte!“ - Aktion des Runden Tisches gegen häusliche Gewalt soll aufklären

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Setzen sich gegen häusliche Gewalt ein (von links): Rafaela Mötsch von der Interventionsstelle, Klaus Frank vom Weissen Ring, Ulrike Jurschitzka vom Frauenhaus FFB, Anja Blobner, Geschäftsleitung Frauen helfen Frauen FFB, Bäcker und Innungsobermeister Werner Nau und Gleichstellungsbeauftragte Isolde Klyeisen.

Weltweit wird jährlich am 25. November gegen Diskriminierung und Gewalt an Frauen protestiert. Allein in Deutschland sind 35 Prozent aller Frauen von körperlicher, psychischer und/oder sexueller Gewalt betroffen.

Fürstenfeldbruck – Im Landkreis Fürstenfeldbruck wurden im Jahr 2018 in der Beratungsstelle des Frauennotrufs 165 gewaltbetroffene Frauen beraten. Das Frauenhaus bot 22 Frauen Schutz vor ihren gewalttätigen Partnern und in der Interventionsstelle fanden 62 Frauen und Männer Unterstützung, nachdem es zum Beispiel zu einem Polizeieinsatz kam. Deshalb sagt die Aktion des runden Tisches gegen häusliche Gewalt in Fürstenfeldbruck „Gewalt! Kommt nicht in die Tüte!“

Präventionsarbeit und Unterstützung

Der Runde Tisch gegen häusliche Gewalt Fürstenfeldbruck setzt sich seit 2002 dafür ein, ein gezieltes, koordiniertes und institutionsübergreifendes Vorgehen für Opfer häuslicher Gewalt zu gewährleisten. Teilnehmer sind unter anderem die Schwerpunktsachbearbeiter für häusliche Gewalt der Polizeiinspektionen im Landkreis, Vertreter des Jugendamtes, Rechtsanwältinnen, der Weisse Ring, Sprint, die Gleichstellungsstellen im Landkreis und alle vier Einrichtungen des Vereins „Frauen helfen Frauen Fürstenfeldbruck“: der Frauennotruf, das Frauenhaus, bUnt und die Interventionsstelle. Gemeinsam wird versucht, entweder Gewalt durch Präventionsarbeit zu verhindern oder den Opfern Unterstützung zukommen zu lassen.

Tüte mit Infos beim Bäcker

„Gewalt! Kommt nicht in die Tüte!“ sagt auch die Bäckerinnung Fürstenfeldbruck. Der Runde Tisch dankt allen teilnehmenden Bäckern, bei denen am 25. November eine besondere Tüte über die Theke gereicht wird. Auf der Tüte finden Betroffene und Angehörige wichtige Telefonnummern; Interessierte erhalten Informationen zu Spenden- und Unterstützungsmöglichkeiten.

Informationsstände am 25.11.

Weiter wird es in Fürstenfeldbruck vor der Sparkasse und in der Buchenau am Geschwister-Scholl-Platz Infostände geben. Es stehen die Mitglieder des Runden Tisches gegen häusliche Gewalt für alle Fragen zur Verfügung. Unterstützt werden sie dabei von ehrenamtlichen Mitarbeitern.Alle Bürger sind am 25. November an die Informationsstände eingeladen. Alle Bürger sind am 25. November an die Informationsstände eingeladen.

Verein auf Spenden angewiesen

Ohne die Ehrenamtlichen oder Spendengelder wäre die Arbeit kaum möglich. Zwar wird der Verein „Frauen helfen Frauen“ von Regierung und Kommune gefördert, allerdings bleibt etwa bei den Personalkosten immer ein großer Eigenanteil, den der Verein selbst zu tragen hat. Dazu kommt der Bau eines neuen Frauenhauses mit Spatenstich im Jahr 2020 und die unbürokratische und schnelle finanzielle Hilfe für Opfer, die der Beratungsalltag verlangt.

red

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