Fünf Beete für alle

Grafrath wird durch Bündnis »Klimaaktiv vor Ort« zur »Essbaren Gemeinde«

Mitglieder von „Klimaaktiv vor Ort“ haben Lebensmittel wie Erdbeeren und Kräuter in die Beete gepflanzt.
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Mitglieder von „Klimaaktiv vor Ort“ haben Lebensmittel wie Erdbeeren und Kräuter in die Beete gepflanzt.

Grafrath – Grafrath ist ab sofort eine „Essbare Gemeinde“. Das Bündnis „Klimaaktiv vor Ort“ hat mehrere Beete auf öffentlichem Grund angelegt. Dort kann jeder Bürger nach Herzenslust gärtnern und die Feldfrüchte ernten.

Die Idee ist nicht neu: Kommunen stellen ihren Bürgern Flächen zu Verfügung, auf denen sie Lebensmittel anbauen und ernten können. Das Grafrather Bündnis hat die Initiative nach dem Vorbild von Städten wie Todmorden in Großbritannien, Nürnberg und Andernach ins Leben gerufen. Aber auch im Landkreis Fürstenfeldbruck gibt es bereits ein Beispiel: die „Stadtbeete Puchheim“.

Vor der Schule, auf der Wiese vor dem Kinderhaus und am Wendehammer am Ende des Schulwegs hat das Bündnis fünf Beete aufgebaut angelegt. Nun haben Mitglieder von „Klimaaktiv vor Ort“ dort verschiedene Lebensmittel wie Erdbeeren, Stachelbeeren, Kohlrabi oder diverse Kräuter angepflanzt. Der Startschuss für alle Bürger, es ihnen gleichzutun.

„Jeder darf dort pflücken oder sich etwas mitnehmen“, sagt Nina Faltermayr vom Bündnis „Klimaaktiv vor Ort“. Wer selbst etwas anbauen will, kann sich beim Bündnis melden. Die Pflege der Beete wird ebenfalls allen Bürgern mit überlassen. „Man kann im Vorbeigehen einfach Unkraut zupfen“, erklärt Monika Glammert-Zwölfer, die auch für die Grünen im Grafrather Gemeinderat sitzt.

Risikesh Anantha Padmanaban vom Grafrather Jugendbeirat äußerte beim Start der Aktion Interesse, dass die Jugendlichen ein Beet in Eigenregie betreuen. Begona Prieto Peral, ebenfalls für die Grünen im Gemeinderat, könnte sich vorstellen, dem Beirat eines der Beete am Schulweg zu überlassen. Oder aber sie bekommen eines an anderer Stelle.

Mit den aktuellen fünf Beeten muss es nämlich nicht getan sein, wie Faltermayr berichtet. „Wenn das Projekt gut läuft, dann sind sicher auch weitere Standorte denkbar.“ Auch bereits bestehende Angebote wie den Kräutergarten der Gartenfreunde wolle man im Zuge der „Essbaren Gemeinde“ bekannter machen. So kann jeder mit Spaß Gartenarbeit betreiben und dabei auch noch das Klima schützen: Denn mit vor Ort produzierten Lebensmitteln wird auch der Ausstoß von Kohlendioxid verringert, weil sich Transportwege verringern.

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