Grafrather Arbeitsgruppe stellt innerörtliches Radkonzept vor

Mit dem Rad sicherer durch Grafrath

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„Sicher-komfortabel-direkt“ – unter diesem Titel präsentierte eine Arbeitsgruppe ihren Entwurf für ein Radverkehrskonzept im Grafrather Rathaus.

In Grafrath soll man in Zukunft sicherer radeln können. Eine Arbeitsgruppe entwickelte einen Vorschlag für ein innerörtliches Konzept, das im Rathaus vorgestellt wurde.

Grafrath - An der Umfrage, die im Vorfeld gestartet wurde, beteiligten sich 178 Familien mit 34 Kindern und Jugendlichen sowie 89 Senioren. Die große Resonanz zeigte deutlich, dass sich die Grafrather mehr Fahrradwege wünschen, gleichzeitig aber auch Ideen zur Verbesserung vorbrachten. Laut Auswertung der Fragebögen gilt die Strecke von der S-Bahn über die Bahnhofstraße, die Hauptstraße und die Mauerner Straße bis zum Bürgerstadl als gefährlich. Außerörtlich wurde die Verbindung von Mauern nach Etterschlag als gefährlichste Route betrachtet. 

Generell schwierig eine Geschwindigkeitsreduzierung durchzubringen

Für Arthur Mosandl, Teilnehmer der Arbeitsgruppe, wäre eine ausgewiesene Tempo-30 Zone der Königsweg. Dann könne man auf andere Maßnahmen verzichten. ,,Das ist aber schwer durzusetzen“, sagte er. Insbesondere, da es sich hier um eine Kreisstraße handelt und man somit wenig Einfluss auf eine mögliche Temporeduzierung habe. Auch Bürgermeister Markus Kennerknecht weiß, wie schwierig es ist, eine Geschwindigkeitsreduzierung durchzubringen: ,,So lange sich von der Gesetzgeberseite nichts ändert, beißt man auf Granit.“ Aktuell ist gesetzlich vorgeschrieben, dass auf Durchfahrtsstraßen des Kreises der Autoverkehr flüssig vorankommen soll. 

Vorschlag: Kraftverkehr über Einbahnregelung umlagern

Ein weiterer Vorschlag der Arbeitsgruppe sieht vor, den Kraftverkehr über eine Einbahnregelung umzulagern. Dadurch soll zusätzlicher Platz für Schutzstreifen oder Radwege geschaffen werden, zum Beispiel an der Rassostraße in Richtung Kottgeiseringer Straße. Dieser Vorschlag stieß bei einem der Anwesenden auf Kritik, da man als Anwohner der Rassostraße dann nicht mehr– so wie jetzt – direkt in die Bahnhofstraße einbiegen könne. 

Gefahrenstellen entschärfen

Um sichere Fahrrad-Routen zu schaffen, wie ein weiterer Lösungsansatz vorsieht, müsste man diese weitgehendst vom Motorverkehr trennen oder bereits vorhandene Gefahrenstellen mit angemessenen Schutzmaßnahmen entschärfen. Radler in Höhe Volksbank müssen die verkehrsreiche Graf-Rassostraße queren, um auf der anderen Straßenseite die Fahrt unter die B471 fortzusetzen. Der Entwurf sieht eine sichere Querung der Graf-Rassostraße (gegenüber Dampfschiff) und Verlängerung zur Unterführung Amperbrücke vor. Als zweithäufigster Verbesserungsvorschlag wurde das Fehlen eines Radwegs von Mauern nach Etterschlag angeführt. Diesbezüglich sind aber mit Fürstenfeldbruck und Starnberg gleich zwei Landkreise involviert. Die Arbeitsgruppe möchte das Konzept demnächst im Gemeinderat und im Landratsamt vorlegen. 

Nicole Burk

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