Eigeninitiative wird belohnt

Gemeinde bezuschusst Verschönerung des St. Mauritius Kindergartens in Grafrath

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Nicht sehr einladend: Der Garten des St. Mauritius Kindergarten soll verschönert werden.

Der Außenbereich des St. Mauritius-Kindergartens in Grafrath soll verschö- nert werden. Ein Konzept dafür hat der Elternbeirat bereits erarbeitet. Bei der Finanzierung dürfen die Eltern auf einen gemeindlichen Zuschuss bauen.

Grafrath - Erst jüngst wurde der Kindergarten an der Grafrather Hauptstraße um eine vierte Gruppe erweitert. Der Gartenbereich wird der Nachfrage nach der Einrichtung aber nicht wirklich gerecht. Die Wiese vor dem Fußballtor ist fast vollständig der Erde gewichen, unter einer Schaukel befinden sich inzwischen recht unansehnliche Fallschutzmatten, der hintere Bereich lädt mit einem erdigen Hang auch nicht unbedingt zum Spielen ein. Doch nun hat sich die Elterninitiative „Außenprojekt-Kindergarten“ der Sache angenommen. An sechs Punkten sieht das Konzept Verbesserungen vor. 

Neuer Rollrasen und Fallschutzmatten durch Rindenmulch ersetzen

Unter anderem sollen die derzeit unterteilten Sandkästen zu einer Fläche zusammengefasst, die Fallschutzmatten durch Rindenmulch ersetzt und ein neuer Rollrasen ausgelegt werden. Eine Rutsche soll den Hang im hinteren Bereich attraktiver machen. Außerdem wünschen sich die Eltern einen Barfußweg und neue Spielgeräte. „Wir haben uns vor allem aufgrund der Wünsche und Anregungen bei der Elternumfrage 2018/2019 zum Ziel gesetzt, den Außenbereich grüner und einladender zu gestalten“, schreibt die Elternbeiratsvorsitzende Anja Uhl in ihrem Antrag an die Gemeinde. Die Kostenschätzung fällt dabei nicht ganz günstig aus: 35.000 Euro sind für die Umgestaltung veranschlagt. Im Konzept heißt es jedoch, dass sich dieser Betrag durch Erbringen von Eigenleistungen und den Einsatz von gebrauchten Geräten erheblich reduzieren lasse. Dennoch sind Kindergarten und Eltern auf fremde Finanzhilfe angewiesen. 

Bürgermeister will Eltern klares Zeichen geben

Die Gemeinde hat bereits Fördermittel in Aussicht gestellt. Im Sozialausschuss sprach sich Bürgermeister Markus Kennerknecht dafür aus, den Eltern ein klares Zeichen zu senden, „dass wir sie nicht im Regen stehen lassen“. Bevor die konkrete Höhe des gemeindlichen Zuschusses festgelegt wird, will er deshalb abwarten, inwieweit die Grafrather Sozialstiftung Geld zuschießt. Abhängig davon, kann sich Kennerknecht eine Förderung im mittleren bis höheren vierstelligen Bereich vorstellen und fand damit auch Zustimmung bei den übrigen Ausschussmitgliedern. 

Zuschuss einstimmig genehmigt

„Ich finde grundsätzlich jede Art von Eigeninitiative klasse“, sagte CSU-Rat Gerald Kurz. Roger Struzena (Grüne) wollte sogar noch einen Schritt weitergehen und die Außenflächen des Kindergartens erweitern, in dem Flächen der angrenzenden Schule von beiden Einrichtungen genutzt werden sollen. Das wiederum sieht aber Josef Heldeisen (SPD) aufgrund der Sicherungspflicht kritisch. „Besser wäre, wenn die Flächen abgetreten würden“, sagte er. Kennerknecht will erst Gespräche mit der Kindergartenleitung führen und eruieren, was diese sich wünscht – zumal laut Gabriele Oellinger noch angrenzende Flächen im Besitz der Kirche sind und für Erweiterungen zur Verfügung stünden. Den Zuschuss für die Gestaltung stellte der Ausschuss aber schon einmal einstimmig in Aussicht.

 Andreas Daschner

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