Schüler/innen der 11. Klasse des Projektseminars Deutsch des Gymnasiums Gröbenzell und ihr Lehrer Ferdinand Proft veröffentlichten Bildband

Von Gymnasiasten erarbeitet:  "erlebe Gröbenzell im Wandel"

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In einem 60-seitigen Bildband stellen Gröbenzeller Gymnasiasten ihre Heimat vor. "erlebe Gröbenzell im Wandel". 

Gröbenzell - Ein Jahr harter Recherche-Arbeit steckt in dem 60-seitigen Bildband "erlebe Gröbenzell im Wandel", den Gymnasiasten im Rahmen des Projektseminars Deutsch des Gymnasiums Gröbenzell herausgegeben haben. Unter Leitung ihres Lehrers Ferdinand Proft und in Kooperation mit dem Geiger-Verlag wird der Band jetzt beim Sommerfest offiziell vorgestellt und ist dann im Handel  oder im Sekretariat des Gymnasiums zu erwerben. 

Der ehemalige 1. Bürgermeister Dieter Rubenbauer schreibt im Vorwort: "Dieser Band mit Texten und eindrucksvollen Bildern nimmt Sie mit auf eine Reise, die umfassende Informationen über Land und Leute, Geschichte, Kultur sowie aktuelle Entwicklungen bereithält und die Vorzüge unserer Gartenstadt nahebringt."

Schulleiter Hermann Baumgartner (Gym. Gröbenzell): "Gerade in einer Zeit rascher und dramatischer Umbrüche in Wirtschaft und Gesellschaft ist es für uns wichtig, herauszufinden, wo die Menschen emotional verankert sind. Diese Bindungen an Heimat und an die Region sind wichtiger als je zuvor."

Gleich zu Beginn wird der "Ursprung Gröbenzells" erklärt - mit historischen Fotos zum Torfabbau am Rande des Graßlfinger Mooses gelegen. Der Ort verdankt dem Torf seinen Aufschwung. Der Bau der Bahnstation 1898 war Anlass, 1901 eine Bahnhofswirtschaft zu errichten, deren heutiger Name "Die Hexe" ist. Wie sich die Bahnstation Gröbenzell entwickelt hat, wo seit 1839 Züge durchfahren, erklärt ein weiteres Kapitel, auch der S-Bahn-Verkehr (seit 1972) wird erwähnt. Früheres Gewerbe: 1924 traute sich der ursprünglich aus München stammende Bäckermeister Willi Zeitler, in Gröbenzell die erste Bäckerei zu errichten. Im Kaufhaus Johann Ernst konnten die Bürger seit 1922 Artikel des täglichen Bedarfs erwerben, von Schuhen, Zeitschriften über Werkzeuge und Gartengeräte, bis 1925 wurde das Geschäft auch als Poststation genutzt, und sogar das erste Telefon in Gröbenzell wurde hier in Betrieb genommen. 

Eine Einwohnerin wurde von den Schülern befragt, und sie schilderte, dass es damals fünf Gröbenzeller Bauern und ein paar Siedler gab und was der Grund damals kostete, nämlich 0,50 RM/qm. Unvergessen: Der Luftangriff auf Gröbenzell und schließlich der Einmarsch der Amerikaner am 8. Mai 1945. Ausführlich haben die Schüler die Kirchen des Ortes vorgestellt:  die katholische St. Johann Baptist Kirche und  die evangelisch-lutherische  Zachäuskirche. Die Russenbrücke im Nordosten Gröbenzells war 1916 von Kriegsgefangenen errichtet worden. Während die anderen Kriegsgefangenen nach dem Krieg wieder in ihre Länder zurückgeschickt wurden, blieben die Russen länger vor Ort. Der Grund: Russland hatte kein Geld für den Rücktransport seiner Gefangenen. 

Eine eigene Bildergalerie ist den ehemaligen Bürgermeistern von Gröbenzell gewidmet: Bernhard Rößner, Dr. Franz Ertl, Franz Kastenmüller, Dr. Eicke Götz, Dr. Bernd Rieder und Dieter Rubenbauer. Und Martin Schäfer (UWG) wird als der neue Bürgermeister vorgestellt: "Am 30. März 2014 ist Martin Schäfer durch eine Stichwahl, mit 61,9 % der Stimmen zum neuen Bürgermeister Gröbenzells gewählt worden". 

 Es werden der zentrale Platz der Gemeinde im Zentrum und die Alte Schule vorgestellt, die aufwändig restauriert wurde und das beliebte "Gasthaus zur Alten Schule" beherbergt. Im Dachgeschoss ist ein kleines Museum, das die Geschichte Gröbenzells anschaulich erklärt. 

Das Bürgerhaus, Volkshochschule und Bibliothek, die Entwicklung der Schullandschaft, das Gymnasium Gröbenzell, der Sterntaler-Brunnen, das Stockwerk (Kunst, Kultur und Events), Holzfiguren am Gröbenbach werden ebenfalls vorgestellt. Ausführlich gehen die Gymnasiasten auf "Die Gröbenhüter und das Heimat- und Torfmuseum" ein. Das Leben in Gröbenzell, Feste und Veranstaltungen, Sportvereine (Fußball, Handball, Basketball, Volleyball u.a.),  die Polizei, die auch für Puchheim zuständig ist und in der Augsburger Straße 18 in Gröbenzell ihren Sitz hat,  werden  ebenso wie die freiwillige Feuerwehr in Wort und Bild vorgestellt. 

Die Freizeitmöglichkeiten: Dazu zählen die Gröbenlichtspiele, die Pfadfinder, der Olchinger See und der Böhmer Weiher, der Bürgerpark, der Gröbenbach, an dessen Ufer entlang sich das Fahrradfahren - so die Schüler "an schönen Tagen sicher lohnt". 

redkb/H. Spies

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