Interkulturelles Festival

Gröbenzell ist bunt: kulturelle Vielfalt für Augen, Ohren und Gaumen

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Eine Samba-Tanzshow und viele andere Darbietungen auf der Bühne brachten den Besuchern des Festivals Musik und Tänze vom ganzen Globus näher.
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„Kennt jemand Samba?“ lautet die erste Frage, als die in einem blauen Dirndl gekleidete Brasilianerin Ana mit Mikrofon und einem Lächeln bewaffnet die Bühne betritt.

Gröbenzell – Die meisten Leute, die sich auf Bierbänken niedergelassen haben und Köstlichkeiten aus Thailand, Indien oder Uganda genießen, senken für einen Moment ihre Gabeln, wenden den Blick Richtung Bühne und nicken begeistert. Kurz darauf hallt die Musik schon aus den Boxen und die Tänzer schwingen in glitzernden roten und silbernen Kleidern ihre Hüften und präsentieren dem Publikum den sogenannten „Partner-Samba“. Das ist nur einer von vielen Programmpunkten, die vergangenen Samstag neben kulinarischen Spezialitäten aus 30 Nationen anlässlich des interkulturellen Festes „Gröbenzell ist BUNT“ zum vierten Mal präsentiert wurde.

Mit hausgemachten Spezialitäten ins Gespräch kommen

„Willkommen in Kamerun“ prangt in farbenrohen Lettern an einem der Stände, die den Weg entlang der Rathausstraße säumen. Unterhalb der überdachten Stände bieten unterschiedlichste Nationen hausgemachte Spezialitäten und selbst hergestellte Anhänger oder Armbänder an. Dabei informieren die Standbesitzer die Besucher, ob ein Reisgericht besonders scharf ist und wie viel Zucker nun wohl in einem Mango Lassi, einem indischen Getränk, steckt. „Es geht darum ins Gespräch zu kommen und sich auszutauschen, Vorurteile abzubauen und Grenzen zu überwinden,“ betont Cordula Braun. Die Referentin für interkulturelle Zusammenarbeit hat sich das Fest ausgedacht und auch in diesem Jahr wieder organisiert.

Lachpralinen sind der Renner

Nun rühren an einem Stand zwei Frauen fleißig in großen Töpfen, während an einem anderen mit riesigen Kellen Essen auf Tellern verteilt wird. Dabei zieht sich ein angenehmer Duft aus Gewürzen und Kräutern durch das Fest. Schräg gegenüber von einem großen Baum, an dem die Besucher die Geschichte Tibets auf in Folien eingehüllten Papierblättern nachlesen können, befindet sich noch ein ganz besonders bunter Stand. Knallige Deko schmückt das grüne Zelt und die Menschen drängen sich um die dort angebotenen Leckerbissen. Eifrig verteilen Zilma Sperl und Ana Köhler brasilianische Süßspeisen an die wartenden Kunden. Beide Frauen stammen aus Brasilien und haben gemeinsam mit ihren Freunden Schoko- und Kokospralinen sowie Açaí-Sorbet hergestellt. Vor allem die kleinen braunen Kugeln, Brigadeiro, haben es den Besuchern angetan. „Wir nennen sie Lachpralinen. Die dürfen auf keinem brasilianischen Fest fehlen, die machen nämlich glücklich,“ erklärt Zilma. Seit 19 Jahren lebt die Brasilianerin bereits in Deutschland. An dem Fest nimmt sie allerdings zum ersten Mal teil. Trotzdem ist sie begeistert. „Mir gefallen die verschiedenen Kulturen, die hier zusammenkommen,“ sagt Zilma. Dennoch war es viel Arbeit, die Speisen in großen Mengen vorzubereiten. Aber den Besucher gefällt oder, besser gesagt, schmeckt es. 

"Einmal quer durch den Globus probieren"

Robert Knorr balanciert einen dampfenden Teller voll mit Phat Thai, ein thailändisches Nudelgericht, durch die Menschenmenge, um sich auf einer der vielen Bierbänke einen Platz zu sichern. „Mir gefallen besonders die verschiedenen Gerichte. Man kann sich einmal quer durch den Globus probieren,“ stellt er fest, bevor er sich über seinen Teller hermacht.

Tänze und Trachten

An diesem Tag bekommen die Besucher aber noch viel mehr als nur leckere Köstlichkeiten geboten. Das Rahmenprogramm ist nämlich enorm: Der Vorführung von tibetischen und griechischen Tänzen folgt die Prämierung der schönsten einheimischen Trachten. Bei den farbenprächtigen indischen Gewändern, der traditionellen eritreischen Kleidung und vielen weiteren leuchtenden Kleidern und bunt verzierten Roben ward das keine leichte Wahl.

Julia Huß

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