Es kam bisher nur zu Sturmschäden

Landkreis-Feuerwehren im Einsatz gegen Orkan "Sabine"

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Auf der B471 mussten Bäume beseitigt werden.
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Im Bild die Baustelle an der Bgm.-Huber-Straße. Dort haben sich Bauteile eines Krans gelöst.
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Seit den frühen Morgenstunden des 10. Februar hat die Feuerwehr Gröbenzellzehnsturmbedingte Einsätze abgearbeitet. Überwiegend waren Bäume von Hausdächern und der Straße zu beseitigen. Es kam bisher aber nur zu Sachschäden. 

Gröbenzell - Bisher waren acht Fahrzeuge und 31 Einsatzkräfte ausgerückt. "Gegen 11 Uhr hat die Einsatzfrequenz deutlich abgenommen, so dass jetzt nur noch zehn Einsatzkräfte die Fahrzeuge wieder einsatzklar machen und in Bereitschaft sind", so die Feuerwehr weiter. Im Verlauf des Nachmittages und Abends wurden durch die ehrenamtlichen Einsatzkräfte elf weitere Einsätze abgearbeitet. Erwähnenswert war eine Fichte in der Bahnhofstraße. Der abgeknickte Baum fiel auf einen Kleinwagen, der jetzt nur noch Schrottwert hat. In der Waldstraße hatte der Sturm eine rund 30 Meter hohe kapitale Fichte so in Schieflage gebracht, dass der Wurzelteller angehoben war und der Baum sich bei jedem Windstoß ein kleines Stück weiter neigte. Daher musste der Baum zum Schutz der angrenzenden Bebauung Stück für Stück mit der Drehleiter abgetragen werden. Alle Einsätze waren um 22 Uhr abgearbeitet.

Grafrath - Orkantief „Sabine“ ist in Grafrath glücklicherweise wohl die Puste ausgegangen, die Feuerwehr hatten bis dato „nur“ zwei Einsätze, es galt drei umgestürzte Bäume auf der B471 und im Mülleranger zu beseitigen. Das Wetter beruhigt dich nun erst einmal, wir lösen unsere Wachbereitschaft nun wieder auf, schau ma mal was der Tag noch so bringt.

Olching - Die Feuerwehr Olching ist wie die meisten anderen Feuerwehren im Landkreis mit diversen sturmbedingten Einsätzen beschäftigt. 

Jesenwang - Die Feuerwehr Jesenwang musste durch den Orkan einen Bauzaun sichern, der im Weg lag. Danach wurde ein Ast auf der ST2054 in Richtung Fürstenfeldbruck, sowie ein Baum auf einer Stromleitung in der Nähe der Bauschuttdeponie Jesenwang beseitigt. Im Anschluss sollten die Einsatzkräfte noch auf der FFB 2 in Richtung Grafrath/Kottgeiserung einen Baum beseitigen, welcher aber bereits durch die Gemeinde Kottgeisering bearbeitet wurde.

Maisach - "Sabine hat uns (zum ersten mal um 7.43 Uhr) gerufen und wir sind ausgerückt - um genau zu sein im Laufe des Tages bis jetzt sechsmal. Darunter abgerissene Telefonkabel, Gefahr durch umstürzende Bäume, herunterfallende Dachziegel, sich lösende Bauteile von Außenfassaden, abgedeckte Dächer von Gartenschuppen", war das Fazit der Maisacher Feuerwehr.

Mammendorf - Das Fazit der Mammendorfer Einsatzkräfte lautete: "Es gab bis jetzt lediglich einen Feuerwehreinsatz in Mammendorf. Ein Baum auf einem gemeindlichen Grundstück wurde durch den Sturm gespalten und drohte auf die Bundesstraße B 2 zu fallen." Gegen 11 Uhr sägten die Einsatzkräfte den Baum mit einer Motorsäge um. Der Einsatz von den 9 Kameraden mit einem Löschfahrzeug war nach einer halben Stunde beendet.

Esting - Der Olchinger Stadtteil Esting wurde ebenfalls vom Sturmtief "Sabine" mit voller Wuchtgetroffen. Bereits um 7.12 Uhr ging der erste Notruf bei der Estinger Feuerwehr ein. Dass dies nur der Anfang war und uns der erste Alarm zusammen mit einem Baum auf einem Haus im Neu-Estinger Amperweg mehrere Stunden beschäftigen wird, ahnte zu diesem Zeitpunkt keiner. Bereits auf Anfahrt zur Einsatzstelle im Neu-Estinger Veilchenweg ging es Schlag auf Schlag und immer mehr hilfesuchende Bürger riefen bei der Leitstelle an. Im Amperweg fiel eine Fichte auf ein Haus und lag so ungünstig am Dach, dass der städtische Bauhof und die Feuerwehr Olching mit ihrem Rüstwagen Kran zur Unterstützung beordert wurden. Gemeinsam wurde der Baum Mithilfe des Rüstwagen gegen wegrutschen gesichert und in mehrstündiger Arbeit so weit abgetragen, dass keine Gefahr mehr davon ausging. Im zuvor genannten Veilchenweg hob sich ein über vier Hausnummern verteiltes Blechdach an und flog teilweise in umliegende Wege und Gärten. Als Erstmaßnahme, bis sich der Wind legte, wurden die losen Dachteile gemeinsam mit der Feuerwehr Olching gesichert. Als der Wind gegen 15 Uhr nachgelassen hat, wurde diese Einsatzstelle erneut angefahren und in mehrstündiger Arbeit ein sogenanntes Notdach aus Folie angebracht. Zum Sichern und auch zum Anbringen unterstütze die Feuerwehr Olching mit zahlreichen Einsatzkräften, Material und dem Rüstwagen Kran erneut. Nach zahlreichen Einsätzen im zweistelligen Bereich, unter anderem Bäume auf Straßen und Wegen, Lose Dächer sowie absturzgefährdete Teile konnten die letzten Kräfte gegen 21.30 Uhr und somit nach mehr als 14 Stunden im Einsatz die Wache verlassen. "An dieser Stelle möchten wir uns auch bei den zahlreichen kulanten Arbeitgebern bedanken die unsere ehrenamtlichen Kräfte gestern freigestellt haben. Ohne diese Unterstützung würde so ein Ausmaß an Einsätzen nicht abzuarbeiten sein", so die Feuerwehr Esting.

red

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