Barbara Euler veröffentlicht ihr erstes Buch

Gröbenzellerin feiert Krimi-Debüt

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Barbara Euler ist glücklich, ihr erstes Buch in Händen zu halten.

Gröbenzell - Die Liebe zu einer Stadt und eine ungewöhnliche Begegnung – für die Gröbenzeller Journalistin Barbara E. Euler war das die perfekte Mischung. „Begegnung ist freilich viel gesagt“, erklärt Euler. „Ich sah diesen Mann in einem Supermarkt, in meiner Lieblingsstadt Brügge, wo ich oft Verwandte besuche. Er hatte eine solche Ausstrahlung, dass ich etwas darüber schreiben musste. Letztendlich wurde ein ganzer Krimi daraus – mein erster!“

Einziger Wermutstropfen: „Ich wusste, ich würde den Mann wahrscheinlich nie wieder sehen. Dabei hätte ich ihm so gerne gesagt, wie sehr er mich beeindruckt hat – so sehr, dass ich ihn zum Helden eines Buches gemacht habe!“ Das Buch heißt „Raphaels Rückkehr“ und handelt vom Brügger Hauptinspektor Raphael Rozenblad, der sich nach einem schweren Dienstunfall zurück in sein altes Leben kämpft – als Rollstuhlfahrer. Gleich sein erster Fall entpuppt sich als höchst brisant. „Raphael ist nicht gerade zimperlich und ermittelt ohne Rücksicht auf sich und andere. Klar, dass er sich Feinde macht“, so Euler, die Raphaels Chef schon mal das Wort „Quotenkrüppel“ in den Mund legt. „Ich wollte mit dem Buch auch die Vorurteile gegenüber Behinderten thematisieren und die ungeheuren Schwierigkeiten, denen sie sich täglich stellen müssen.“ 

Brügger Polizei beantwortete die Fragen der Journalistin

Bei der Recherche halfen die eindrücklichen Blogs, Interviews und Bücher von Bestsellerautor Viktor Staudt, der wie Raphael und sein Vorbild aus dem Supermarkt beide Beine verloren hatte und im Rollstuhl saß. „Kurz nachdem ich das Buch begonnen hatte, lernte ich Viktor während einer Zugreise kennen – auch so eine unglaubliche Begegnung“, schmunzelt Euler. „Überhaupt sind es die zwischenmenschlichen Begegnungen, die die Arbeit an diesem Krimi so besonders gemacht haben – allen voran die herzliche und zugewandte Unterstützung der Brügger Polizei, die geduldig alle meine Fragen beantwortete und mir sogar eine Privatführung durch das Polizeihauptquartier gab.“ 

Das Wiedersehen mit dem Mann aus dem Supermarkt

Der Mann aus dem Supermarkt rollte der Journalistin übrigens vier Jahre später dann doch noch einmal über den Weg. „Ich fasste mir ein Herz und sprach ihn an und erzählte ihm, dass ich ihn aus lauter Respekt zur Hauptperson eines Buches gemacht hatte. Vor kurzen schickte ich ihm dann das fertige Werk in den Supermarkt. Er schrieb mir zurück und stellte sich mit Namen vor“, erzählt Euler. „Serge Van Belle ist ein erfolgreicher Para-Athlet, ein richtiger Kämpfer. Heute weiß ich, warum er eine solche Aura hatte!“

 red

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