Brandursache wird noch ermittelt

Großbrand in der Brucker Innenstadt - Sieben Verletzte

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Die Türe musste eingeschlagen werden. 
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Die ehemalige Lagerstätte des Burger-Restaurants brannte vollständig aus. 
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Ein Großaufgebot an Einsatzkräften von Feuerwehr und Polizei wurde am 1. Mai gegen kurz vor 18 Uhr alarmiert, nachdem in Fürstenfeldbruck auf Höhe des Leonhardsplatzes an einem Mehrfamilienhaus ein Anbau in Brand geraten war, der als Lager für eine benachbarte Gaststätte diente. Die Lagerstätte brannte völlig aus, sieben Bewohner wurden verletzt und es entstand ein Sachschaden im hohen sechsstelligen Bereich.

Fürstenfeldbruck - Der rot-weiße Schriftzug „Polizeiabsperrung“ versiegelt noch immer den Zugang zum Hinterhof der Gaststätte des Burger-Restaurants an der Münchner Straße. Die ehemals rosafarbene Außenfassade auf der Rückseite des Gebäudes hat schwarze Flecken, der Ruß von vergangener Nacht kitzelt in der Nase. Stahlrahmen ragen aus der Asche, sie dienten wohl als Befestigung. In der Mitte bildet ein roter, scheinbar unbeschädigter Sonnenschirm den Kontrast zu den weitflächig mit Ruß bedeckten Gerätschaften. Auf der angrenzenden Dachterrasse steht ein Grill, der ebenso wie die Bierbänke vom Feuer stark in Mitleidenschaft gezogen wurde. Die Ausmaße des Feuers sind am Folgetag noch allgegenwärtig.

Volksfest, Maibaum und ein Brand

Dabei hatte der 1. Mai so fröhlich begonnen. Während viele Floriansjünger den Feiertag beim Maibaumaufstellen oder auf Volksfest genossen, war Manuel Mai zum Spargel-Essen bei seinen Schwiegereltern in Emmering. „Gerade als der Spargel fertig war, musste ich los“, sagte der stellvertretende Kommandant der Brucker Feuerwehr. Das war um 17.44 Uhr. Der Pieper ging zum ersten Mal, doch schon zuvor konnten bereits einige Bürger die schwarze Rauchsäule über dem Leonhardsplatz beobachten. Das Einsatz-Stichwort lautete damals noch „Brand Garage“, wenige Minuten korrigierte die Integrierte Leitstelle bereits zu „Brand mit Personen in Gefahr“. Kurz darauf eine weitere Mitteilung, das Stichwort wurde erneut erhöht, diesmal von einem Mitglied der Kreisbrandinspektion.

Innenangriff und Dachrettung

Als die Einsatzkräfte beim Brand eintrafen, hatte sich dasFeuer bereits stark ausgebreitet. Im Innenhof des Burger Restaurants war ein Verschlag in Vollbrand. „Die oberste Priorität hatte die Menschenrettung“, erzählt Manuel Mai. Da ein Entkommen der Bewohner durch das Treppenhaus zunächst nicht möglich schien, wurde eine Person mittels Drehleiter vom Dach gerettet. Erst mit schwerem Atemschutzgerät konnte in das Gebäude eingedrungen werden. Dafür wurde die Tür der Gaststätte eingeschlagen, nachdem ausgekundschaftet wurde, dass man so in den Treppenraum gelangen könne. Die Flammen griffen derweil über die Fenster auf die darüber liegenden Wohnungen und auf den Dachstuhl über. Schließlich konnte das Feuer schnell gelöscht und unter Kontrolle gebracht werden. Dazu musste allerdings das Dach teilweise zur Brandbekämpfung geöffnet werden.

Zweijährigen Mädchen unter den Leichtverletzten

Letztendlich konnten die angrenzenden Gebäude vor den Flammen geschützt werden. Die Nachbarhäuser waren lediglich leicht verraucht. Die Aufräumarbeiten im Nachgang dauerten an, sodass der Leonhardsplatz noch bis in die Nacht gesperrt war. Die Feuerwehr Fürstenfeldbruck wurde durch die benachbarten Feuerwehren aus Germering, Eichenau, Emmering und Puch unterstützt. Insgesamt dauerte der Einsatz rund sechs Stunden.Sieben Bewohner des Mehrfamilienhauses erlitten Rauchgasvergiftungen, zwei davon so schwer, dass sie stationär im Krankenhaus behandelt werden müssen. Unter den leichter Verletzten ist auch ein knapp zweijähriges Mädchen.

Brandursache wohl ein technischer Defekt

Der Sachschaden kann laut Polizeipräsidium Oberbayern Nord derzeit nicht beziffert werden. Nachdem die Fassade und der Dachstuhl des Hauses betroffen sind, sei jedoch mindestens von einer hohen sechsstelligen Summe auszugehen. Die Brandfahnder der zuständigen Kriminalpolizei Fürstenfeldbruck führten am 2. Mai eine Brandbegehung durch. "Wir haben die Brandstelle in Augenschein genommen und es gab keine Hinweis auf eine vorsätzliche Brandstiftung", sagte Hans-Peter Kammerer vom Polizeipräsidium Oberbayern Nord. Da in der Gaststätte viel Technik verbau sei, dürfte wohl ein technischer Defekt ursächlich für den Brand gewesen sein. "Die Ermittlungen sind aber noch nicht abgeschlossen", sagt Kammerer.  

red/hamann

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