10.000 Euro Sachschaden

Großeinsatz mit Hubschrauber nach Auseinandersetzung in Erstaufnahmeeinrichtung

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Nicht immer geht es hier so ruhig zu: Wieder hat ein tumultartiger Aufstand einen Großeinsatz ausgelöst.

Am Dienstagabend führten tumultartige Auseinandersetzungen in der Unterkunftsdependance Fürstenfeldbruck, bei denen mehrere Mitarbeiter des dortigen Sicherheitsdienstes leicht verletzt wurden, zu einem polizeilichen Großeinsatz.

Es entstand Sachschaden in Höhe von etwa 10.000 Euro.

Am Dienstag, 16. Oktober, gegen 20 Uhr kam es in der Unterkunftsdependance Fürstenfeldbruck im Laufe einer Anwesenheitskontrolle zunächst zu einem Streit und einer Handgreiflichkeit gegen einen Security-Mitarbeiter durch eine nigerianische Asylbewerberin.

Verbale Bedrohungen gegen Sicherheits-Mitarbeiter

Noch während der polizeilichen Aufnahme des Vorfalls, entstand bei einer Kontrolle in einem benachbarten Zimmer eine weitere Streitigkeit zwischen der betroffenen Familie und Sicherheitsdienstmitarbeitern. Eine 22-jährige nigerianische Bewohnerin stieß dabei unaufhörlich verbale Bedrohungen gegen eine Security-Mitarbeiterin aus und ließ sich nicht beruhigen, weshalb die Frau in Gewahrsam genommen werden sollte.

Versammelte Asylbewerber warfen Gegenstände

Im weiteren Verlauf solidarisierte und versammelte sich eine größere Zahl von Asylbewerbern, in der Spitze bis zu 100 Personen. Aus dieser Menschenmenge heraus wurden mehrmals Gegenstände nach Polizei- und Rettungsdienstkräften sowie auf Security-Mitarbeiter geworfen. 

Sachschaden von derzeit 10.000 Euro

Außerdem wurden diverse Fensterscheiben und Türen beschädigt. Nach derzeitigem Kenntnisstand erlitten fünf Security-Mitarbeiter leichte Verletzungen. Der entstandene Sachschaden wird derzeit auf etwa 10.000 Euro geschätzt.

Großeinsatz mit Hubschrauber war nötig

Zur Bewältigung der Einsatzlage wurde ein Großaufgebot von polizeilichen Einsatzkräften, darunter auch ein Polizeihubschrauber, zur Unterkunftsdependance Fürstenfeldbruck beordert. Die Koordination übernahm die Leiterin der Polizeiinspektion Fürstenfeldbruck. Erst mit einem massiven Kräfteaufgebot gelang es, die Aggressionen der aufgebrachten Menschenmenge zu beruhigen und die Lage zu bereinigen.

22-Jährige mit Familie nun in München

Die zuvor renitente 22-jährige Nigerianerin wurde zusammen mit ihrem Ehemann und Kind in Abstimmung mit der Regierung von Oberbayern in das Ankunftszentrum München gebracht. Die zukünftige Unterbringung wird derzeit geprüft.

100 Mal mutwillig Brandmelder ausgelöst

Um die Situation nachhaltig zu beruhigen, war die Anwesenheit von Einsatzkräften bis nach Mitternacht erforderlich. Im Verlauf des Abends wurden etwa 100 Mal mutwillig Brandmelder in der Unterkunft ausgelöst.

Polizei ermittelt noch

Die Polizei ermittelt nun wegen des Verdachts verschiedener strafrechtlich relevanter Tatbestände, wie Gefährliche Körperverletzung, Körperverletzung, Bedrohung, Sachbeschädigung sowie Missbrauch von Notrufen. Derzeit wird der Tatbestand des Landfriedensbruchs und die Übernahme der Sachbearbeitung durch die Kripo Fürstenfeldbruck geprüft.

pi

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