Großer Bahnhof für den Evangelischen Militärdekan Keller - Abschied vom Fliegerhorst

Großer Bahnhof für den Evangelischen Militärdekan Heinrich Keller im Brucker Fliegerhorst. Über 26 Jahre war Keller in Fursty Militärseelsorger. Am 30. September wurde der 63-Jährige auf eigenen Antrag vom Evangelischen Leitenden Militärdekan aus München, Alfred Gronbach, in den Ruhestand verabschiedet. Bereits einen Tag später trat die Nachfolgerin, Militärpfarrerin Myriam Krug-Lettenmeier aus Weiden, ihren Dienst im Fliegerhorst an.

Gut 250 Gäste aus der Militärseelsorge, der Truppe, Verwaltung und Politik, darunter viele ehemalige Wegbegleiter, waren erschienen, um dem beliebten Militärdekan den Übertritt aus dem aktiven Berufsleben ins Pensionsdasein zu „erleichtern“. „Die Zeit der Pflicht ist vorbei, die Zeit der Kür ist gekommen“, zitierte sein katholischer Kollege, Militärdekan Dr. Damian Slaczka, zum Abschied Kellers eigene Worte, nachdem Kellers Tochter die Gäste zuvor animiert hatte, gemeinsam das Lied von Paul Gerhardt „Geh aus mein Herz und suche Freud“, zu singen, das der Evangelische Posaunenchor der Erlöserkirche aus Fürstenfeldbruck, der den Festakt musikalisch umrahmte, anstimmte. Eingeläutet wurde die Verabschiedung mit einem feierlichen Gottesdienst in der Fliegerhorstkirche. Dabei stellte der scheidende Militärseelsorger sozusagen richtungsweisend für den weiteren Verlauf der Veranstaltung das Feiern und den Dank in den Mittelpunkt seiner Predigt. Nur der Dankbare könne letztlich glücklich und zufrieden sein, so Keller in Anlehnung an Saint-Exuperys Erzählung „Der kleine Prinz.“ Den Höhepunkt stellte jedoch die kirchliche Entpflichtung durch den Leitenden Militärdekan Alfred Gronbach dar. Da jedoch ein Militärpfarrer „zwei Herren“ dient, nämlich als Beamter auf Zeit auch dem Staat, erhielt Keller anschließend im Festsaal des Unteroffizierheims zusätzlich die Urkunde des Bundesministers der Verteidigung, Dr. Franz Josef Jung, zur Versetzung in den Ruhestand ausgehändigt. Zum Abschied würdigten neben Gronbach, der Kommandeur der Offizierschule, Brigadegeneral Klaus Habersetzer, Brucks Oberbürgermeister Sepp Kellerer, der stellvertretende Leiter des Bundeswehrdienstleistungszentrums, Regierungsoberamtsrat Dieter Engelhardt, der Brucker Dekan Karl-Heinz Wendel, der mit Keller 12 Jahre gemeinsam Militärseelsorger war, für den Standortältesten Oberst Zschippig sowie Kellers katholischer Pendant, Militärdekan Dr. Damian Slaczka und Kellers junge Kollegin, Pfarrerin Friederike Gretzky, in ihren Grußworten das Wirken des in den Ruhestand tretenden Militärseelsorgers Keller und lobten seine seelsorgerische Arbeit. Keller dankte abschließend seiner Familie für die jahrelange Unterstützung in seinem Beruf meinte, in Anwesenheit so vieler Menschen würde ihm an diesem Tag der Übertritt in den Ruhestand leicht gemacht.

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