Großes Interesse am "Hoagart"

Die „Marbacher Deandl“ traten auf und sangen – ganz ohne männliche Instrumentalbegleitung. Foto: Jenuwein

Auch in diesem Jahr war das Kolpingheim bis auf den letzten Platz besetzt, als der Olchinger Trachtenverein zum traditionellen Hoagart einlud. Trotz drangvoller Enge erlebten 150 Zuhörer wieder ein Glanzlicht bayerischer Volksmusik. Nebenbei war für viele Gäste die Tuchfühlung zu den Musikern und Sängern eine ganz neue und unerwartete Erfahrung.

Die Erlbachmusi eröffnete mit dem Gföllermarsch den musikalischen Reigen. Eugen Sollinger führte als Moderator souverän durch den Abend. Gleich zu Beginn begrüßte er viele Gründungsmitglieder des Vereins, der jetzt 45 Jahre besteht. Und welch ein Zufall, er konnte an diesem Abend auch 45 Mitglieder einer Wandergruppe aus Olching im Saal begrüßen. Dieses Zusammentreffen war der Trachtlerin Gabi Kunz, die die Wandergruppe leitet, zu verdanken. Nach der Hirschegger Polka, gespielt von der Kerschbaum-Musi, traten die Marbacher Deandl auf. Wieder eine Überraschung, sie mussten ohne männliche Instrumentalbegleitung sozusagen „a capella“ singen. Anfangs waren sie zwar etwas aufgeregt, aber das legte sich rach, als ihre hellen, glasklaren Stimmen die Zuhörer begeisterten. Überhaupt die Sänger, der Haberer Zwoagesang und die Marbacher Deandl brachten mit Couplets und Gstanzl schnell Stimmung und Schwung in den Saal. Gelegentlich sangen die Gäste leise mit oder schunkelten, so beim Hausierlied, den Wallfahrten oder beim Häuserl am Roa. Die Musiker waren mit Saiteninstrumenten, unterstützt von der obligatorischen Quetschn, vertreten. Im Vergleich zu den Vorjahren fehlten heuer Blasinstrumente völlig. Walzer, Polka, Zwiefache und natürlich Boarische aus Südbayern, aber auch aus Südtirol und Salzburg, standen auf dem Programm. Zur Abwechslung wurde das Publikum zu gemeinsamen Liedern aufgefordert, bei denen die Gäste kräftig mitsangen. Eigenes Musikstück Zu guter Letzt sorgte Bernhard Mühlbauer, ein Gründungsmitglied des Vereins, für eine Überraschung. Mit der Olchinger Saitenmusi spielte er das „Olchinger Trachtenstückl“. Dieses Musikstück, von ihm selbst komponiert, hat er dem Trachtenverein gewidmet. Eugen Sollinger dankte ihm für dieses Geburtstagsgeschenk im Namen aller Zuhörer, die das Stückl mit großem Beifall aufnahmen. Es war wieder einmal ein Hoagart wie er sein soll: abwechslungsreich, unterhaltsam, aber auch gelegentlich recht deftig.

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