Hochangesehener Gründerpreis der Sparkassen - mit den Partnern ZDF, Stern und Porsche 1997 ins Leben gerufen - geht an einen Puchheimer Unternehmer

Gründerpreis für herausragende unternehmerische Leistungen

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Übergabe des regionalen Gründerpreises in der Kategorie Lebenswerk (v. li.): Karl-Heinz Feth (Sparkasse), Preisträger Wilhelm Stemmer, Sparkassen-Vorstandsmitglied Dr. Peter Harwalik, Martin Kistler (Sparkasse)

Fürstenfeldbruck – Dem in Puchheim angesiedelten Unternehmen Stemmer Imaging GmbH wurde am 3. November im Restaurant Fürstenfelder von der Sparkasse Fürstenfeldbruck der lokale Gründerpreis verliehen. Die Bank ehrte den Gründer des Unternehmens, Wilhelm Stemmer, für seine herausragenden unternehmerischen Leistungen. Der Gründerpreis der Sparkassen, der im Jahre 1997 mit den Partnern ZDF, Stern und Porsche auf Bundes- und Landesebene ins Leben gerufen wurde, ist heute eine der wichtigsten Auszeichnungen für mittelständische Unternehmen.

Im Rahmen dieses deutschen Gründerpreises vergab die Sparkasse Fürstenfeldbruck zum siebten Mal den lokalen Gründerpreis. Wurden in den Vorjahren vor allem die Leistungen von Existenzgründern in der Kategorie „StartUp“ gewürdigt und geehrt, so verlieh die Sparkasse heuer zum zweiten Mal den Preis in der Kategorie „Lebenswerk“. Neben einer Urkunde, dem Gründerpokal ist der Preis mit 5.000 Euro dotiert. Seit fast 30 Jahren besteht zwischen der Sparkasse und dem Puchheimer Unternehmen eine vertrauensvolle Partnerschaft, ließ Sparkassen-Vorstandsmitglied Dr. Peter Harwalik die Erfolgsstory der Firma bei der Preisverleihung Revue passieren. „Es ist schon beeindruckend, was heute aus der Firma, die 1973 in der Schöngeisinger Straße in Fürstenfeldbruck gegründet wurde, geworden ist“, so Dr. Harwalik. „Auf Unternehmern wie Ihnen ist Deutschland gebaut. Meine Gratulation und Hochachtung, Sie können stolz auf das Geschaffte sein. Es freut mich, Ihnen den Gründerpreis überreichen zu dürfen.“ Aus dem ehemaligen Unternehmen Stemmer Elektronik GmbH entwickelte sich Europas größter Technologie-Anbieter für Bildbearbeitung im Sektor Industrie-Automation mit Niederlassungen in Belgien, Dänemark, Finnland, Frankreich, Großbritannien, Irland, Niederlanden, Polen, Skandinavien und der Schweiz, von wo aus weitere 19 europäische Länder betreut werden. 

Mit der selbst entwickelten Bildverarbeitungssoftware Common-Vision-Blox ist das Unternehmen zudem weltweit erfolgreich tätig. Der konsolidierte Europa-Umsatz betrug im Geschäftsjahr 2013/14 rund 67 Millionen Euro. Die Gruppe beschäftigt 220 Mitarbeiter mit einem hohen Anteil an Ingenieuren und Technikern. Um die Zukunft des Unternehmens zu sichern, hat sich Wilhelm Stemmer frühzeitig für eine Beteiligungslösung entschieden und im Jahre 2001 drei seiner langjährigen Mitarbeiter an seinem Unternehmen beteiligt. So wurde die Verantwortung auf mehrere Schultern gelegt und aus Mitarbeitern wurden Unternehmer. Mit der Gründung der Wilhelm-Stemmer-Stiftung hat der Preisträger einen wertvollen Beitrag für die Gesellschaft geleistet. 

Die Stiftung hat es sich zur Aufgabe gemacht, Kinder, Jugendliche und Studierende zu unterstützen, ihre Begabung und ihr Interesse an der Naturwissenschaft und der Technik zu fördern und sie an das Ingenieurwesen heranzuführen. Im vergangenen Jahr wurde die Stemmer Imaging GmbH mit dem Preis des bayerischen Wirtschaftsministeriums „Bayerns Best 50“ ausgezeichnet. „Ich bin von Geburt bayerischer Schwabe“, dankte Wilhelm Stemmer für die Ehrung. „Der Schwabe gibt nur das Geld aus, das er vorher verdient hat“, sieht Stemmer den Erfolg des Unternehmens begründet. Das Unternehmen habe niemals einen Kredit benötigt, bis auf einmal für das Bürohaus. Er nehme die Ehrung stellvertretend für seine Mitarbeiter an, sagte Wilhelm Stemmer und dankte der Sparkasse für das jahrzehntelange Vertrauen, insbesondere seinem Sparkassenberater Martin Kistler. 

Dieter Metzler

 

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