Das Grüne Zentrum nimmt Gestalt an - 4,1 Mio Euro für Neubau Landwirtschaftsschule

Am Mittwoch, 12. Mai, fiel mit einem symbolischen Spatenstich der Startschuss zum Bau des „Grünen Zentrums“ an der Abt-Thoma-Straße im Brucker Ortsteil Puch. Auf dem Areal des staatlichen Versuchsguts soll in den nächsten Jahren für die Landkreise Fürstenfeldbruck, Dachau und Landsberg eine gemeinsame, zentrale Einrichtung für alle land- und forstwirtschaftlichen Einrichtungen entstehen. Der erste Bauabschnitt enthält den 4,1 Mio. Euro teuren Neubau der Landwirtschaftsschule, die bereits zum Schuljahr 2011/12 den Unterrichtsbetrieb aufnehmen soll.

Als einen „hart erkämpften Meilenstein“ bezeichnete Landrat Thomas Karmasin den Weg zum „Grünen Zentrum“. Nach der „kaugummiartigen“ Planungsphase hofft Karmasin, dass der Bau nun zügig voranschreitet. „Die Bagger müssen rollen“, meinte er, denn bis September 2011 muss abgerechnet sein, um die 2,63 Mio. Euro aus dem Konjunkturpaket II zu erhalten. Landtagsvizepräsident Reinhold Bocklet hob den Vorbildcharakter des „Grünen Zentrums“ hervor und bezeichnete das Ergebnis als eine große Gemeinschaftsleistung. Erstmals werde von Staat, Landkreis und Bauernverband die Aufgaben der Agrar- und Forstverwaltung, der Landwirtschaftsschule, der angewandten Agrarforschung und der bäuerlichen Selbsthilfeorganisationen in einer räumlichen Einheit zusammengefasst. „Das ist einmalig in Bayern“, so Bocklet und werde für den ländlichen Raum Pionierfunktion haben. Das „Grüne Zentrum“ trage auch zur Stärkung der zentralörtlichen Bedeutung der Großen Kreisstadt bei, so Bocklet. Sogar als deutschlandweit einmalige Einrichtung, bezeichnete der Amtschef des Staatsministeriums Ernährung, Landwirtschaft und Forsten, Martin Neumeyer, das geplante Projekt. OB Sepp Kellerer, der Bocklet und Karmasin für ihre Beharrlichkeit lobte, hofft, dass sich die Kostenüberschreitungen im Rahmen halten. „Sie haben alles richtig gemacht und gewartet bis das Konjunkturprogramm kam“, lobte auch Kreisbauernobmann Johann Drexl den Brucker Landrat. Die Frage, ob denn 14 Mio. Euro für 20 Schüler nicht überzogen seien, beantwortete Drexl selbst, indem er sagte, dass es sich bei der Schule um den kleineren Teil der Baumaßnahme handle.

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