Geschwister-Haeusler-Kinderhaus

Grundstein für größtes Kinderhaus in Fürstenfeldbruck gelegt

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111 Kinder dürfen sich auf das nächste Jahr freuen. Wenn alles ohne Probleme verläuft, soll im Juni 2019 das Geschwister-Haeusler-Kinderhaus im Haeusler-Park an der Dachauer Straße 61 fertig sein.

Fürstenfeldbruck – Am 26. Juni lud der Vorstand der Kester-Haeusler-Stiftung, Professor Volker Thieler, Ehrengäste aus der Verwaltung, Politik und Gesellschaft zur Grundsteinlegung ein. Unter den Augen der zukünftigen Nutzer des Kinderhauses wurde eine gravierte Dokumentenrolle aus Kupfer mit zwei Tageszeitungen, der Geschichte der Kester-Haeusler-Stiftung, Bauplänen, einer Urkunde der Stadt sowie ein 3D-Mini-Modell des Gebäudes im Erdboden eingemauert. 

Zum Jubiläum ein Kinderhaus

Die Stiftung feiert heuer ihr 30-jähriges Jubiläum, deshalb passe es ganz gut, „dass wir uns einen Kindergarten schenken“, sagte Thieler. Erschienen waren Oberbürgermeister Erich Raff, sein Vorgänger Klaus Pleil, der eigentliche Initiator für das Kinderhaus, der zweite Bürgermeister Christian Götz sowie Stadtbaumeister Martin Kornacher und einige Stadträte. Auch der Architekt Lutz Heese, der zukünftige Mieter des Kinderhauses, BRK-Kreisgeschäftsführer Rainer Bertram, sowie die beiden Vertreter der Kirchen, der katholische Pfarrer Otto Gäng und der evangelische Pfarrer Valentin Wendenbourg zählten zu den Protagonisten der Feierstunde. 

Langer und mühsamer Weg

Nachdem Thieler die Geschichte der Stiftung kurz in Erinnerung rief, verhehlte er bei seiner Begrüßung nicht, dass es im Vorfeld zahlreiche Probleme gegeben habe, was er nicht verstehen könne, was er aber heute nicht vertiefen möchte. „Wir haben ein Vermächtnis für die Zukunft geschaffen. Sicherlich den schönsten Kindergarten, wenn er mal fertig ist.“

Im Juli 2014 wurde im zuständigen Ausschuss der Stadt der Zuschlag für die Errichtung des Kinderhauses erteilt, berichtete OB Raff. Trotz der erfreulichen Entwicklung müsse man sich hinterfragen, ob das Sprichwort „nur wer sich bewegt, bewegt etwas“ für dieses Objekt zutreffend sei. Eher treffe schon das Sprichwort zu: „was lange währt, wird endlich gut“, da ein langes zähes politisches Ringen, mit viel Zeit, Mühen und kontroversen Diskussionen nötig war, bis zur heutigen Grundsteinlegung.

Erschließung über Dachauer Straße war Rettung

Es gab ein äußerst aufwendiges Bebauungsplanverfahren, mit maßgeblich und politisch strittigen Faktoren mit den Themen Fledermäuse, Vogelschutz, Lärmschutz, Baumschutz, Erschließungssituation sowie Nachbarkonflikte. Mit einer Umplanung der Erschließung über die Dachauer Straße konnte ein Konsens gefunden werden. Die Kester-Haeusler-Stiftung sei dabei immer konstruktiv und lösungsorientiert gewesen, dankte Raff der Stiftung. Mit der Übernahme des Kinderhauses durch das BRK ist auch der Betrieb des Kinderhauses gesichert.

111 Plätze: Größtes Kinderhaus im Stadtgebiet

Immerhin entstehe auf diesem Gebiet das größte Kinderhaus im Stadtgebiet mit 111 Plätzen, davon 75 Kindergartenplätze und 36 Krippenplätze, sagte Raff. „Plätze, die die Stadt Fürstenfeldbruck dringend benötigt.“ Architekt Heese dankte der Kester-Haeusler-Stiftung und der Stadtverwaltung für die Unterstützung. „Sie haben das Projekt alle gewollt. Wir haben hier eine Umgebung für die Kinder, die nicht schöner und nicht besser sein könnte.“ Es gebe keine bessere Verwendung für dieses Grundstück als dieses Kinderhaus. „Da tun wir doch etwas für die nächste Generation.“

Das Grundstück ist knapp 4.500 Quadratmeter groß mit einer Brutto-Geschossfläche von 1.750 Quadratmetern, die Netto-Nutzfläche liegt bei 1.350 Quadratmetern, informierte Heese.

Nachdem die Grundsteinlegung den göttlichen Segen erhalten hatte, dankte abschließend BRK-Kreisgeschäftsführer Bertram der Kester-Haeusler-Stiftung und Professor Thieler, dass er vor vier Jahren sofort bereit war, ein Kinderhaus zu bauen. So gehe ein lang gehegter Wunsch endlich in Erfüllung.

Dieter Metzler

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