"Fundament für die Zukunft"

+
Die Grundsteinlegung der Maisacher Ortsmitte (v. li.): Matthias Becker (Sparkasse), Stefan Klein (Bauträger), Bürgermeister Hans Seidl, Michael Ehret (Bauträger), dahinter stehend: Bernhard Kubina (Edeka-Gebietsleiter) und Altbürgermeister Gerhard Landgraf.

Maisach – Am 24. Juni trafen sich rund 50 Gäste an Maisachs derzeit größter Baustelle, um mit der Grundsteinlegung den Startschuss für den Bau des neuen Ortszentrums in der Gemeinde zu geben. Der knapp 7.000 Quadratmeter große Grund lag lange Zeit brach, nachdem die funktionslos gewordenen landwirtschaftlichen Gebäude abgerissen worden waren

Mit dem Bau, der bis Ende 2016 fertiggestellt sein soll, ist das Generalunternehmen Depenbrock beauftragt. Auf der Brache, in unmittelbarer Nähe zu Rathaus und Schulzentrum entstehen ein Gebäudeensemble für Handel, Dienstleistung und Wohnen mit gemeinschaftlichen Hochgärten über den Einzelhandelsflächen sowie ein freistehendes Ärztehaus. Für Fußgänger und Radfahrer wird eine öffentliche Durchquerung ermöglicht. Gerd Maier und Dieter Nahmmacher, Realwert Immobilienberatung, koordinieren mit der Sparkasse Fürstenfeldbruck den Verkauf. Rund 70 Prozent der Einzelhandels- und Gewerbeflächen seien bereits vermietet, ebenso 20 Prozent von den 53 Wohnungen. Die Gerüchte, warum es nicht weitergehe, warum keine Kräne stehen, wolle man mit der Grundsteinlegung nunmehr endgültig verstummen lassen, sagte der Projektentwickler Michael Ehret bei der kurzen Begrüßung der Gäste in der überdimensionalen Baugrube an der Bahnhofstraße. 

„Nächste Woche stehen die Kräne“, versprach Ehret, „und ab jetzt fließt Beton.“ „Für die Gemeinde ist das heute ein Freudentag“, sagte Bürgermeister Hans Seidl. „Mit dem Grundstein legen wir nicht nur das Fundament für ein neues Gebäude, sondern auch ein Fundament für die Zukunft Maisachs. Wenn wir uns in zwei Jahren hier wiedersehen, werden wir stolz sein.“ Im Beisein von Gemeindeverwaltung, Gemeinderäten, Projektbeteiligten und Nachbarn sowie interessierten Käufern und Gewerbemietern versenkten die Protagonisten eine Stahl-Schatulle, gefühlt mit Tageszeitungen und ein wenig Kleingeld sowie einem Kreditvertrag auf dem Baugrund. Anschließend schüttete ein Betonmischer das vorbereitete quadratische Loch im Erdboden endgültig zu. „Ich hoffe, in den nächsten 80 bis 100 Jahren sieht der Grundstein kein Tageslicht“, sagte Stefan Klein vom Bauträger „Ehret und Klein“. 

Bei einer zünftigen Brotzeit freuen sich die Ortsvertreter nunmehr auf einen zügigen Baufortschritt und die Anwohner auf Lebensmittel, Drogerie und Ärztehaus in unmittelbarer Nachbarschaft. Ziel der Entwicklung des Areals ist der Ausbau und die Stärkung der innerörtlichen Struk- turen – sowohl in baulicher wie auch in infrastruktureller Hinsicht. Entstehen wird eine attraktive und nutzerfreundliche Ortsmitte mit hoher Aufenthaltsqualität. Baukörper und Freiflächen bilden eine harmonische Einheit, die sowohl die Einbindung in vorhandene innerörtliche Strukturen, als auch die Entwicklung von belebten und genutzten Freiräumen auf dem Areal berücksichtigt. Ein besonderes Augenmerk wird auf die Zukunftsfähigkeit der Gebäude gelegt sowie auf eine ausgewogene Balance von Ökologie und Ökonomie. 

Den Aspekten der Nachhaltigkeit wird vor allem in Hinblick auf Langlebigkeit, einen ökonomischen Unterhalt und Wertstabilität Rechnung getragen. Im Detail sieht die Planung ebenerdig Handel in Form von Supermarkt und Drogeriemarkt vor. Das Grundstück wird weitestgehend mit Tiefgaragenflächen unterbaut. Über den Han- delsflächen liegen südorientierte dreigeschossige Wohnriegel mit gemeinschaftlichen Hochgärten. Im westlichen Grundstücksteil ergänzt ein freistehender dreigeschossiger Einzelbaukörper mit Apotheke, Arztpraxen und Büros das Ensemble. In Nord-Süd-Richtung durchquert eine Fußgänger- und Radfahrer-Zone die Ortsmitte von Maisach und stellt eine direkte Verbindung zwischen Rathaus und S-Bahnhof her. Im Westen – parallel zum Ärztehaus – wird eine beidseitige Anbindung an den Hutten- loherweg ausgebildet. Im Süden hingegen öffnet sich die Fußgänger- und Radfahrer-Zone in einen gefassten Platz. Die Ostseite des Gebäudes – entlang der Bahnhofstraße – dient vorrangig der Erschließung durch den motorisierten Verkehr.

Dieter Metzler

Auch interessant

Meistgelesen

Mit Picknickkorb zum Kloster
Mit Picknickkorb zum Kloster
Kran durchbricht Fenster und schüttet Beton in Wohnung
Kran durchbricht Fenster und schüttet Beton in Wohnung
Grundschüler ernten und kochen gemeinsam
Grundschüler ernten und kochen gemeinsam
"Summer Splash" mit Radio Fantasy im Allgäu Skyline Park
"Summer Splash" mit Radio Fantasy im Allgäu Skyline Park

Kommentare