Werdegang der Stadt nacherleben

G´schichtstafeln eingeweiht: Puchheims Weg durch die Geschichte ist nun komplett

+
Puchheims Bürgermeister Norbert Seidl (links) sowie Marianne Schuon und Johann Aichner vom Verein „d’Buachhamer freuen sich über die neuen G‘schichtstafeln.

Puchheim - Auf insgesamt 22 G’schichtstafeln können die Puchheimer nun den Werdergang ihrer Stadt anschaulich nacherleben. Mit der Einweihung der zweiten Reihe, die auch den Stadtteil Puchheim-Bahnhof abdeckt, ist der rund 20 Kilometer lange und geschichtsträchtige Rundweg komplett. Darum verdient gemacht hat sich der Verein für Kultur, Brauchtum und Heimatgeschichte „d’Buachhamer“.

Dessen Ehrenvorsitzender Johann Aichner wies auf die Kenntnisse und Ausdauer des Vereins hin, sich nach Puchheim-Ort auch dem zweiten Stadtteil zu widmen. „Jeder kann nun die Geschichte der gesamten Stadt im Vorbeigehen erleben“, so Aichner in seiner kurzen Einführungsrede. Was es mit Hausmull, Flugfeld und Kriegsgefangenenlager auf sich hat, sollte jeder wissen, nannte Aichner drei markante Beispiele. Die Stadt habe erkannt, wie wichtig Geschichtsbewusstsein auch für einen vergleichsweise jungen Stadtteil ist. Puchheim-Bahnhof kann auf rund 150 Jahre zurückblicken, während Puchheim-Ort um 950 erstmals erwähnt wurde. Marianne Schuon als aktuelle Vorsitzende der „d’Buachhamer“ hob noch die Rolle des „alten“ bis April amtierenden Stadtrates hervor. „Der hat die Entscheidung für die neuen Tafeln auf den Weg gebracht“, lobte Schuon. 

Geschichte lernen und Zukunft gestalten

Sie erwähnte außerdem, dass auf Anregung von Puchheims Bürgermeister Norbert Seidl verschiedene Vereine die Patenschaft für jeweils eine Tafel übernommen hätten, um die Kosten für den Verein zu minimieren. Seidl seinerseits skizzierte die Entwicklung Puchheim-Bahnhofs und dessen mit den Jahren steigende Bedeutung. Die Befassung mit der Geschichte könne zudem Mut machen, sich auf die Zukunft einzulassen. „Der G’schichtspfad hilft nicht nur aus der Geschichte zu lernen, sondern auch die Zukunft zu gestalten“, sagte Seidl. Der G’schichtspad führt auf 22 Infotafeln an ortsgeschichtlich bedeutenden Stellen. In zwei Teilen führt er durch die Stadtteile „Ort“ (zehn Tafeln) und „Bahnhof“ (zwölf Tafeln). Ergänzend werden Informationen und Bilder auf Homepage der „d’Buachhamer“ präsentiert, die dank eines QR-Codes auf den Tafeln auch während des Rundgangs studiert werden können. Voraussichtlich Anfang August werden die Tafeln an den Standorten aufgebaut sein, die ihnen thematisch zugeordnet sind.

Hans Kürzl

Auch interessant

Meistgelesen

Hallo Fürstenfeldbruck, da sind wir!
Hallo Fürstenfeldbruck, da sind wir!
Offizierpatent in Zeiten von Corona an 96 Offizieranwärter des militärfachlichen Dienstes überreicht
Offizierpatent in Zeiten von Corona an 96 Offizieranwärter des militärfachlichen Dienstes überreicht
Die Kultur kommt langsam zurück
Die Kultur kommt langsam zurück
Armbruch im Kreisverkehr
Armbruch im Kreisverkehr

Kommentare