Wärmeschutz lohnt sich

Gut gedämmte Gebäudehülle spart Geld und schützt das Klima 

Mario Lenzen, Vertriebsleiter bei Ziegelsysteme Kellerer (rechts) erklärt dem Vorstand von Ziel 21, Gottfried Obermair, den Aufbau und die Wärmeleitfähigkeit des Ziegelsteines.
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Mario Lenzen, Vertriebsleiter bei Ziegelsysteme Kellerer (rechts) erklärt dem Vorstand von Ziel 21, Gottfried Obermair, den Aufbau und die Wärmeleitfähigkeit des Ziegelsteines.

Die Tiefkühltemperaturen dieses Winters dürften es vielen überdeutlich ins Bewusstsein gerufen haben: Wärmeschutz lohnt sich. Denn beim größten Teil der Energie, die in Privathäusern verloren geht, handelt es sich um Wärme. Die Gebäudehülle möglichst gut zu dämmen, spart Energiekosten und senkt den CO2-Ausstoß. 

Der größte Teil des Gebäudebestands in Deutschland ist älter als die erste Wärmeschutzverordnung – und die ist immerhin schon von 1977. Das Potential für die energetische Sanierung von Altbauten ist also riesig. Will man den Verlust wertvoller Heizungswärme verhindern, ist eine möglichst lückenlose Dämmung der Gebäudehülle notwendig. Dazu gehören Wände, Dachfläche beziehungsweise Geschossdecken sowie Fenster und Außentüren .Eine qualifizierte Energieberatung hilft dabei, die Schwachstellen eines Gebäudes zu identifizieren und Wärmebrücken zu finden – das sind Stellen, die deutlich mehr Wärme nach außen abgeben als angrenzende Bereiche.

Für die Außendämmung von Gebäudewänden stehen verschiedene Dämmstoffe und Wärmedämmverbundsysteme zur Verfügung. Letztere sind Systeme mit aufeinander abgestimmten Baustoffen für die außenseitige Montage an Hauswänden. Hierbei sollte auf Dämmstoffe aus nachwachsenden Rohstoffen geachtet werden.

Natürlich ist Dämmung auch bei Neubauten ein Thema. Je besser der Effizienzhaus-Standard, desto höher ist die Förderung, die Bauherren von der KfW-Bank bekommen können – und desto niedriger fällt später die Heizkostenrechnung aus.

Anders als bei Altbausanierungen ist heute bei Neubauten keine zusätzliche Dämmung der Fassade mehr erforderlich, um die geforderten Werte einzuhalten. Ziegel haben sich weiterentwickelt – längst sind sie mehr als Backsteine.

Seit einiger Zeit ist die Baustoffbranche dazu übergegangen, die Dämmstoffe in die Ziegel zu platzieren. Die Hersteller bieten hier allerhand verschiedene Materialien. Holz, Gesteinsarten, Stroh sind zu haben, sogar mit Popcorn oder Seegras wird experimentiert. Ein eigenes erfolgreiches System hat Ziegelhersteller Kellerer in Oberweikertshofen entwickelt – das expandierte Polystyrol (EPS). Es wird in Form von sogenannten EPS-Perlen mittels Hitze und Druck in den Ziegelstein eingebracht. Ein solchermaßen gefüllter Ziegel hat – abgesehen von den Dämmeigenschaften – einen weiteren wichtigen Vorteil. „Er schafft bereits bei einer Wandstärke von 30 oder 36,5 Zentimeter die erforderlichen Leistungswerte“, erklärt Stefan Strohmayer, Leiter der technischen Baubetreuung bei Kellerer. „Dadurch lässt sich Wohnfläche gewinnen.“

Um sich auch im Bereich energetischer Sanierungen stärker zu engagieren, arbeitet das Unternehmen an der Entwicklung einer Ziegelschale für Bestandsbauten. Sie soll als Vorsatzschale mit Hilfe eines Schienensystems an der Fassade befestigt werden, so dass keine neuen Fundamente gesetzt werden müssen.

Ziel 21 bietet zu diesem Thema kostenlose Beratungen an. Bei Fragen wenden Sie sich an Telefon 0 81 41/51 92 25 oder per E-Mail an info@ziel21.de

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