Mehr in Sachen Klima wagen

Jan Halbauer (Grüne) als Landratskandidat nominiert

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Jan Halbauer möchte Thomas Karmasins Posten als Landrat übernehmen.

Jan Halbauer möchte Landrat für die Grünen werden. Der Brucker, der derzeit wissenschaftlicher Mitarbeiter im Büro des Landtags- abgeordneten Martin Runge ist, konnte bei der Nominierungsversammlung seiner Partei im Bürgerzentrum Gernlinden 84 Prozent der Stimmen auf sich vereinen.

Gernlinden - „Ich bin bereit, Landrat zu werden“, sagte Halbauer, der bereits Erfahrung im Brucker Stadtrat sowie als Kreis- und Bezirksrat sammelte. Einen der Gründe, warum er sich bei der Wahl im kommenden März bewirbt, beschrieb der 35-Jährige so: „Wir werden im Landkreis jedes klimapolitische Ziel mit Bravour reißen.“ Unter anderem nannte er diese Beispiele: Der Ausstoß von Kohlendioxid sei angestiegen statt gesunken, der Ausbau der S4 sei verhindert worden. Man müsse in Sachen Klima- und Artenschutz mehr wagen, um nicht alles zu riskieren. Immerhin erlebe man derzeit „das dramatischste Artensterben seit dem Aussterben der Dinosaurier“. 

Zukünftig kein Gebäude ohne Photovoltaik

Als Landrat würde Halbauer die Untere Naturschutzbehörde in der Kreisbehörde mehr in die Pflicht nehmen: „Das Landratsamt muss Vorbild sein.“ Der Grünen-Kandidat fordert mehr begrünte Fassaden auf allen landkreiseigenen Gebäuden, die Neuschaffung und Vernetzung von Biotopen und die Renaturierung der Amper. Außerdem werde es mit ihm als Landrat kein Gebäude ohne Photovoltaik mehr geben. Das Ziel des Landkreises, sich bis 2030 nur noch aus regenerativen Energien zu versorgen, werde weit verfehlt. „Ich werde es wieder zur Priorität Nummer eins im Landratsamt machen.“ Dafür möchte Halbauer auch die Windkraft im Landkreis wiederbeleben. „Ich kann die Ausflüchte der Schwarzmaler nicht mehr hören“, sagte Halbauer. Für ihn gebe es kein „es geht nicht“. Als Musterbeispiel für eine derartige Politik kritisierte er die fehlenden modernen Ideen beim Ausbau des Landratsamtes: „Das ist mutlos und klimaschädlich.“ 

Öffentlichen Nahverkehr attraktiv machen

Außerdem will der Grünen-Kandidat den öffentlichen Nahverkehr so attraktiv machen, dass er gleichberechtigte, schnelle, bequeme und effiziente Mobilitätsangebote für alle bietet. Und nicht zuletzt erklärte Halbauer, dass Hass und Hetze keinen Platz im Brucker Landkreis hätten. Angesichts der angekündigten Kandidatur der AfD für den Kreisrat erklärte er: „Kein Fußbreit dem Faschismus.“ Vielmehr will der Grünen-Kandidat mit einer gestärkten eigenen Fraktion in die nächste Wahlperiode gehen. Derzeit stellen die Grünen zehn Kreisräte. Künftig sollen es mindestens 15 sein. „Darunter wollen wir nicht“, sagte Halbauer.

Andreas Daschner

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