Feiern ohne Alkohol

"Aufklären und sensibilisieren"

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Bereits kurz nach 18 Uhr war die alkoholfreie Veranstaltung auf dem Gelände des Alten Schlachthofs gut besucht und es kamen am Abend noch mehr Besucher.

Fürstenfeldbruck – Auch in diesem Jahr organisierte das Landratsamt mit Unterstützung des Subkultur e. V. wieder ein alkoholfreies Musikfestival für Jugendliche. Im Rahmen des „HaLT-Projekts“ lud der Landkreis am 28. Juni, bereits zum dritten Mal zum Konzert auf das Gelände des Alten Schlachthofs ein.

Nachdem sich in den vergangenen beiden Jahren die Jugend beim alkoholfreien Jugendfestival auf dem Olchinger Volksfestplatz doch recht stark zurückhielt, zeigte sich Sozialpädagogin Sabine Imhoff vom Amt für Jugend und Familie im Brucker Landratsamt, mit dem Besuch diesmal zufrieden. Trotz der vielen Konkurrenz-Veranstaltungen, die zum einen die Kulturnacht bot, trotz des Brucker Volks- und Heimatfestes und trotz der Übertragungen der Spiele von der Fußball-Weltmeisterschaft, nahm die Zielgruppe diesmal die Veranstaltung an. „Das Problem ist, dass im Sommer fast an jedem Wochenende eine Reihe von Veranstaltungen stattfinden“, meinte Imhoff, „dafür, dass es auch heute zunächst am Anfang geregnet hat, haben doch noch viele Leute den Weg hierher gefunden.“ 

Die Meinungen, ein Festival ohne Alkohol zu feiern, fielen recht unterschiedlich aus. Während etliche junge Leute ein generelles Alkoholverbot als übertrieben bezeichneten, meinten beispielweise Felix Thiel und seine Freundin Sandra Bachhäubl aus Fürstenfeldbruck, dass man sehr wohl auch ohne Alkohol Spaß haben kann. Die alkoholfreien Cocktails würden gut schmecken, wichtig sei ihnen aber auch, dass die Musik gut ist.

Einlass war um 17 Uhr. Vier verschiedene Bands starteten ab 18 Uhr und spielten jeweils eine Stunde. Neben „Schadstoff“ (Punk aus Aubing), „Rise Korn“ (Rock aus Utting) und „Lucky Melange“ (Pop/Rock aus München) spielten als Headliner „Tonwertkorrektur“ (Pop/Rock aus München). 

Zum Musikprogramm gab es ein interessantes Rahmenprogramm rund um das Thema Alkohol. Für das leibliche Wohl sorgten verschiedene Essens- und Getränkestände, die dem jungen Publikum preislich sehr entgegenkamen. Das diesjährige Festival, das zeitgleich mit der Brucker Kulturnacht stattfand, aber eine eigenständige Veranstaltung ist und heuer rein zufällig mit der Brucker Kulturnacht zusammenfiel, berechtigte alle Inhaber eines Eintrittsbandes der Kulturnacht zum kostenlosen Besuch des Festivals. Die HaLT-Eintrittskarte kostete ansonsten drei Euro. Das Festival ist eine Maßnahme des 2009 eingeführten HaLT-Projekts. 

Ziel ist es, den riskanten Alkoholkonsum bei Jugendlichen zu mindern und dazu gesellschaftliche Normen zu entwickeln. Dazu haben sich im Landkreis viele Kooperationspartner zusammengeschlossen: Schulen, Gewerbe- treibende, Eltern, Vereine und Verbände sowie Behörden wollen alle informieren, aufklären und sensibilisieren.

Dieter Metzler

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