Hauptversammlung der Kreisgruppe der Polizeigewerkschaft 

Neue Uniform und Holster bereiten Beamten zum Teil Schmerzen

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Der Kreisvorsitzende der Polizeigewerkschaft GdP, Josef Fuksa (links), freute sich, dass er zur Jahreshauptversammlung den Landesvorsitzenden der Berufsvertretung der Polizei, Peter Schall, begrüßen konnte.

Josef Fuksa, der Vorsitzende der Kreisgruppe der Polizeigewerkschaft GdP, freute sich, dass er zur Jahreshauptversammlung den Landesvorsitzenden Peter Schall im Offizierheim im Brucker Fliegerhorst begrüßen konnte.

Fürstenfeldbruck - Die Schließung der Gröbenzeller Inspektion sei seiner Meinung nach gut über die Runden gegangen, ging Fuksa bei seinem Geschäftsbericht nicht weiter darauf ein, sondern wandte sich vielmehr praktischen Dingen zu, wie beispielsweise die immer noch bestehenden Qualitätsbeschwerden der Kollegen über die neue Polizeiuniform oder das neue Holster, das vielen Beamten Schmerzen bis hin zu blauen Flecken verursacht. Zahlreiche Kollegen haben sich beschwert. Die Projektgruppe des Präsidiums Oberbayern Nord hat sich nach Vorstoß der Kreisgruppe der Probleme angenommen. Zur neuen Dienstwaffe meinte Fuksa, man sollte sie nicht schlecht reden. Er persönlich sei mit der Pistole sehr zufrieden. Die Kreisgruppe und das Präsidium Oberbayern Nord bestehen aus vielen jungen Beamten, die aufgrund der hohen Lebenshaltungskosten und Miete ihren Lebensmittelpunkt nicht unbedingt in der Metropolregion München suchen. Der Polizeibeamte sollte so bezahlt werden, dass er auch in dieser Region davon leben kann und motiviert wird, da zu bleiben, meinte Fuksa. „Wir werden in unseren Bemühungen nicht nachlassen“, so Fuksa, der mit dem Landtagsabgeordneten aus dem Landkreis Kontakt aufnehmen will. 

Tarifrunde verlief sehr erfolgreich

Seine Arbeit als Kreisvorsitzender bestätigt sieht Fuksa durch die Gewinnung von sieben neuen Mitgliedern. In seinen Augen sei die Tarifrunde mit zweimal 3,2 Prozent und dann noch einmal 1,4 Prozent im Jahr 2020/21 sehr erfolgreich verlaufen, meinte der GdP-Landesvorsitzende Schall bei seinem Bericht. Bayern war das erste Bundesland, das die Abschlüsse der Tarifbeschäftigten auf die Beamten eins-zu-eins übernahm. Und um die Attraktivität für den Beruf des Polizeibeamten zu steigern wird die erste Stufe in der Besoldungstabelle ab 2020 wegfallen, so dass junge Polizeibeamte nach der Laufbahnprüfung gleich mit der Stufe zwei übernommen werden. Zweifel hat Schall über die großspurige Aussage von Münchens Oberbürgermeister Dieter Reiter, der beim Maiempfang eine Verdoppelung der Ballungsraumszulage für München versprach. 

Weniger Beamten warten auf eine Beförderung

„Das wäre sinnvoll, wenn der Freistaat das für ganz Bayern übernimmt.“ Solche politischen Äußerungen, zumal vor der Europa-Wahl, werden wohl nicht ganz unbeabsichtigt gemacht, denn beschlossen ist noch nichts, so Schall. Sollte die Landeshauptstadt die Ballungsraumzulage erhöhen, würde die GdP sofort beim Landtag anklopfen. Zufrieden zeigte sich Schall mit dem Haushalt für die kommenden zwei Jahre. „Die Staatsregierung hat ihr Versprechen gehalten und für jedes Jahr 500 weitere Stellen bewilligt.“ Auch Stellenanhebungen wurden realisiert. So schmolz die Zahl von über 1.500 auf ihre Beförderung wartende Beamte auf 453 zusammen. 

Dieter Metzler

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