Hoher Besuch in der "Alten Schule" in Gröbenzell 

Erinnerungsfoto zum 200. Gründungstag des Traditionsverbandes mit Baron v. Wittgen

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Der erste Vorsitzende des Münchner Traditionsvereins des ehem. kgl. bayer. 4. Chevauleger-Regiment „König“ e. V., Roman Bischof (5. v. re.) und ein Teil seiner Mitglieder in ihren traditionellen Uniformen.

Gröbenzell – Anlässlich des 200. Gründungstages des ehemaligen königlichen bayerischen 1. Schweren Reiter Regiments Prinz Karl von Bayern trafen sich am 29. Juli ca. 20 Mitglieder des Münchner Traditionsvereins des ehemaligen königlich bayerischen 4. Chevauleger – Regiment „König“ e. V. in der „Alten Schule“ in Gröbenzell.

 Mit ihrer Anwesenheit in ihren schmucken Uniformen werteten die Gäste die derzeit noch bis 7. September laufende Ausstellung „Pickelhauben“ im Gröbenzeller Heimat- und Torfmuseum auf. Bevor die Gäste, zu denen sich auch der Chef der „Leiber“ des Traditionsverbandes des Infanterie-Leibregimentes, Oberst i. G. a. D. Baron von Wittgen gesellte, der Ausstellung einen Besuch abstatteten, stellten sich die Mitglieder des Münchner Vereins mit ihren traditionellen Uniformen zu einem Erinnerungsfoto auf dem Vorplatz der „Alten Schule“ auf. Nach einigen Grußworten des ersten Vorsitzenden des Münchner Traditionsvereins, Josef Bischof, Gröbenzells Bürgermeister Martin Schäfer, sowie Baron von Wittgen und Museumsleiter Albert Donhauser fand im Nebenzimmer der „Alten Schule“ ein gemeinsames Abendessen statt. Der erste Vorsitzende Bischof hielt anschließend einen Vortrag über den Traditionsverband, nachdem der ursprüngliche Referent Oliver Dengler wegen Erkrankung hatte absagen müssen. 

Baron von Wittgen (links außen) Und Roman Bischof (Vorsitzende) 5. V. re. Gröbenzells Bürgermeister Martin Schäfer (r.außen) Albert Donhauser (Museumsleiter) 2. v. re. Gemeinderätin Claudia O`Hara-Jung 3.v. re. Gemeinderätin Marianne Kaunzinger (6. v. re.)

Dabei stellte Bischof insbesondere die Bedeutung der acht Chevauleger-Regimenter und der zwei Ulanen-Regimenter sowie der Schwere Reiter-Regimenter 1 und 2, die in München und Landshut in Garnison gestanden haben, in der damaligen Zeit heraus. So haben die königlich bayerischen Soldaten fest zum Leben in der Garnisonstadt gehört, waren hoch angesehen und wurden entsprechend respektiert. Ein strammer Soldat, besonders einer von der Kavallerie, am Arm eines jungen Mädels hat damals das Ansehen schon ganz „gewaltig aufpoliert“. Der Vorsitzende des Münchner Traditionsvereins erinnerte auch an die großen Frühjahrsparaden auf dem Oberwiesenfeld, wo die Schweren Reiter, Ulanen und die Chevaulegers mit ihren wehenden weißen Paradebüschen, die Ulanen mit weiß-blauen, und den mit weißblauen Wimpel geschmückten Lanzen in Eskadronsfront am Prinzregenten vorbeigetrabt sind. „Sie boten schon ein imposantes Bild königlich bayerischer Präsenz“, schwärmte Bischof. Das Königlich Bayerische Schwere-Reiter-Regiment wurde 1814 von Seiner Majestät, König Max I. Joseph als Erstes Kürassier-Regiment errichtet und konnte 1914, noch vor Ausbruch des Ersten Weltkriegs, sein 100-jähriges Jubiläum mit einer beeindruckenden Centenarfeier begehen, zu der auch die alten Stahlblechhelme mit Roßhaarraupe und die beeindruckenden Brustpanzer angelegt wurden. Beim abschließenden Gedenken an die Gefallenen und Verstorbenen des Regiments und aller anderen königlich bayerischen Kavallerie-Regimenter schloss Bischof auch die gefallenen Soldaten der Bundeswehr ein, die trotz fast 70-jähriger Friedenszeit zu beklagen sind. 

Dieter Metzler

 

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