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Heizen auf Sparflamme mit Wärmepumpen, Pelletkessel oder Brennstoffzellen

Pelletkessel in einem Heizkeller
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Pelletkessel (links) statt Ölkessel – nur eine von mittlerweile einer ganzen Reihe interessanter Möglichkeiten, um klimafreundlich zu heizen.

Sparsam und klimafreundlich heizen – dafür stehen mittlerweile eine ganze Reihe zuverlässiger Heizsysteme zur Verfügung. Sie sparen sowohl CO2 als auch Betriebskosten. Und weil die Umstellung weg vom Öl derzeit vom Staat massiv gefördert wird, sind Wärmepumpen, Pelletkessel oder Brennstoffzellen auch in der Anschaffung interessanter denn je.

Fachleute wie Wolfgang Süßmeier, Inhaber eines Betriebs für Heizung- und Solartechnik in Moorenweis, empfehlen für Neubauten eine Luftwärmepumpe, am besten betrieben mit Strom aus der eigenen Photovoltaik (PV)- Anlage. Wichtig dabei ist eine möglichst niedrige Vorlauftemperatur. Deshalb sind Luftwärmepumpen vor allem in Verbindung mit einer Fußbodenheizung sinnvoll. Ältere Häuser, in denen noch Heizkörper hängen, fahren besser mit der Umstellung auf Pelletheizung. In diesem Fall wird der Ölkessel durch einen Pelletkessel ersetzt und der Tankraum zum Pelletlager umfunktioniert.

Als Hausnummer: Eine Tonne Pellets kostet etwa 200 Euro und entspricht 500 Litern Heizöl. Wenn im kommenden Jahr die CO2-Abgabe auf fossile Brennstoffe erhoben wird, dürfte der Preisunterschied noch deutlicher werden. Als ebenfalls interessante Option bietet Oliver Schwarz in seiner Firma Emmeringer Heizungsbau auch Hybridsysteme an. „Das sind zum Beispiel Kombinationen von Erdgaskessel und Luftwärmepumpe“, erklärt der Fachmann. „Der Erdgaskessel wird nur in den besonders kalten Wintermonaten gebraucht.“ Voraussetzung für diese Heizungsform ist der Anschluss an eine Gasleitung beziehungsweise das Vorhandensein eines Flüssiggastanks.

Wer ein großes Einfamilienhaus bewohnt, einen Pool besitzt oder ein Kleingewerbe betreibt, für den kann eine Brennstoffzelle interessant sein. „Sie funktioniert wie ein kleines Kraftwerk“, erklärt Michael Wölfl aus Emmering. Sein Elektro-, Heizungs- und Sanitärbetrieb steht für ganzheitliche Systeme in der Energie- und Gebäudetechnik. Voraussetzung für den Einbau einer Brennstoffzelle ist ein Erdgasanschluss. Aus dem Erdgas wird Wasserstoff gewonnen, aus dem wiederum Wärme und Strom erzeugt werden. Wohlgemerkt: „Das Hauptprodukt der Brennstoffzelle ist der Strom, Wärme ist eher ein Nebenprodukt“, sagt Wölfl. Sie reicht für die Warmwasserbereitung. Für den Wärmebedarf des Hauses sollte ein Gasspitzenlastkessel zur Verfügung stehen. Ein großer Vorteil der Brennstoffzelle ist, dass keine Verbrennung stattfindet – sie arbeitet ohne Motor, kontinuierlich und lautlos.

Hohe Förderung vom Staat 

Für die Umstellung alter Heizungen auf moderne, umweltfreundliche und sparsame Systeme fließen derzeit großzügige staatliche Zuschüsse. Die Umstellung von Öl auf Pellets wird beispielsweise mit 45 Prozent gefördert. Bei Wärmepumpen, Biomasseanlagen und Erneuerbare Energien Hybridheizungen (EE-Hybride) gilt ein Fördersatz von 35 Prozent für Neubauten und Bestandsgebäude, wobei sich hier der Zuschuss auf 45 Prozent erhöht, wenn mit dem Einbau der neuen Anlage eine Ölheizung ausgetauscht wird. Auch viele Kommunen haben Förderprogramme aufgelegt. Da die Beantragung der Fördergelder recht aufwändig ist, bieten Heizungsfirmen wie Oliver Schwarz‘ Emmeringer Heizungsbau einen Förderservice an. Hierbei wird die Antragstellung so weit vorbereitet, dass der Kunde nur noch unterschreiben muss. „Der Service holt für jeden das Maximale heraus“, verspricht Schwarz. Geprüft werde auch, inwieweit Bundesförderung und kommunale Förderprogramme kumulierbar sind.

Die staatliche Förderung wird über das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle abgewickelt (nähere Informationen unter www.bafa.de)

Ziel 21 bietet zu diesem Thema kostenlose Beratungen an. Bei Fragen wenn Sie sich an Telefon 08141/519225 oder per E-Mail an info@ziel21.de

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