Dritte Bürgermeisterin Karin Geißler informierte am 3. 9. die Presse im Rathaus über die dramatische Erkrankung des Oberbürgermeisters 

Herzinfarkt: Brucker OB Pleil in einer österreichischen Klinik

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Oberbürgermeister Klaus Pleil (51).

Fürstenfeldbruck – Der Oberbürgermeister der Großen Kreisstadt, Klaus Pleil, hat am 30.  August an seinem Urlaubsort Podersdorf am Neusiedler See (Österreich) einen schweren Herzinfarkt erlitten. In kritischem Zustand wurde Pleil ins Krankenhaus der Landeshauptstadt des Burgenlandes, Eisenstadt, eingeliefert und operiert.

 Der Brucker Rathauschef werde  zwar noch auf der Intensivstation behandelt,  befinde sich aber auf dem Weg der Besserung. Lebensgefahr bestehe nach Auskunft der behandelnden Ärzte nicht mehr,  teilte Brucks dritte Bürgermeisterin Karin Geißler bei einem Pressegespräch am 3. September mit. In Absprache mit den Angehörigen ging Geißler erst jetzt, fünf Tage nach dem tragischen Ereignis, mit der Nachricht an die Öffentlichkeit. Und auch die Mitarbeiter im Rathaus sowie der Brucker Stadtrat wurden erst am Vormittag des 3. September über die schwere Erkrankung ihres OB informiert. „Wir wollten einfach abwarten, bis es ihm wieder besser geht“, teilte Geißler dazu mit.

Die Mitarbeiter waren sehr geschockt von der Nachricht. „Einige weinten“, sagte Geißler. Und auch die Brucker Stadträte zeigten sich sehr betroffen. Die Herzattacke ereilte den sportlichen OB auf dem Campingplatz, wo er sich mit Ehefrau Claudia und Tochter Franziska in Urlaub befand. Am Vormittag sei  er noch auf dem Neusiedler See  beim Surfen gewesen,  am Nachmittag erlitt er den Infarkt. Dabei habe er sehr großes Glück gehabt, berichtete Geißler. Auf dem Campingplatz waren zufällig  zwei Krankenschwestern, eine arbeitet sogar in einer Herzklinik, und eine dritte Frau war von der Bergwacht.  Geißler: „Die drei gingen höchst professionell vor“.   Das habe ihm wohl das Leben gerettet. Bereits zehn Minuten später war der Notarzt vor Ort. 

Nach der Einweisung in die Klinik und der Operation, bei der Pleil drei Stents eingesetzt wurden, wurde Brucks OB für einen Tag und eine Nacht ins künstliche Koma versetzt. Bereits einen Tag später sind auch Pleils Sohn Sebastian und Pleils Bruder Dieter, der ebenfalls im Brucker Stadtrat sitzt, ans Krankenbett des OB geeilt. Am 7. September sollte Pleil wieder in sein Büro ins Brucker Rathaus zurückkehren und die Amtsgeschäfte in der Kreisstadt übernehmen. Jetzt wird er zunächst noch eine Woche in der Klinik verbringen und anschließend auf Reha gehen, teilte Geißler mit. Die Führung der Amtsgeschäfte wird zweiter Bürgermeister Erich Raff, der am 3. September aus dem Urlaub zurückkehrt, übernehmen. „Wir werden uns absprechen“, sagte Geißler dazu. „Wir haben bisher gut zusammengearbeitet und werden es auch diesmal tun.“

 Zur Unterstützung werde man ggf. die Stadträte Jens Streifeneder und Franz Neuhierl hinzuziehen. Andreas Lohde, der CSU-Fraktionsvorsitzende im Stadtrat, schlug für Anfang der kommenden Woche eine Fraktionsvorsitzenden-Runde vor. Dabei sollen die Tagesordnungspunkte abgesprochen werden, die vordringlich zu erledigen sind und die, die ggf. bis zur Rückkehr von OB Pleil aufgeschoben werden können. 

Wie Fred Härtl, 1. Vorsitzender der BBV - Brucker BürgerVereinigung, am 6. September ergänzend mitteilte, befinde sich  OB Klaus Pleil auf dem Weg zur Besserung: "Unser Oberbürgermeister Klaus Pleil befindet sich, sehr zu unserer Freude, weiterhin auf dem Wege der Besserung. Sein Zustand hat sich stabilisiert und es geht spürbar aufwärts. Was er jetzt braucht, ist vor allem Ruhe und Kraft für die Genesung. Seine Gedanken kreisen wohl schon wieder - im Beisein seiner Familie - um unsere Stadt und auch sein verschmitztes Lächeln huscht hie und da schon wieder über sein Gesicht." In kurzen Zeitabständen werde die BBV die Öffentlichkeit auf dem Laufenden halten, kündigte Fred Härtl an.  

Dieter Metzler

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