Historischer Verein erforscht Gesundheitswesen vom Mittelalter bis heute

Schatzmeister Volker Goldbeck hatte zum 30. Sept. die Mitgliederstruktur des HVF nach Ortszugehörigkeit aufgeschlüsselt. 495 Personen mit eindeutigem Schwergewicht in der Kreisstadt (235) haben weitere Stärken in Eichenau/Olching (46), Grafrath/Maisach (34) und Germering/Gröbenzell (32). Die Mitgliederstatistik umfasst München, Wien, Wolfenbüttel und Hamburg.

Erfreulich der neue Arbeitskreis „Histor. Vereinigung Mammendorf“ unter Leitung von Wolfgang Wuthe, der seit dem 1. Okt. offiziell dem HVF angehört. Der seit diesem Jahr bestehende AK „Mittelalter“ unter Leitung von Hannelore-R. Kraus M.A. befasst sich intensiv mit dem „Gesundheitswesen in Fürstenfeldbruck vom Mittelalter bis zum 20. Jhd.“. Die über 20 beteiligten Mitglieder untersuchen Teilbereiche wie ‚Medizinal-Personen’: Allgemeinärzte, Chirurgen, Internisten und andere Fachgebiete, Krankenschwestern, Hebammen, Amts-, Bezirks-, Schul- und Betriebsärzte, aber auch die früheren Bader, Steinschneider, Oculisten, Kräuterfrauen, Gesundbeterinnen und Badehäuser. Zum Gesamtbild gehören ferner kirchliche Aspekte, Apotheken, Seuchen und Infektionskrankheiten wie Pest, Pocken-Blattern, Cholera, Dyphtherie, Tuberkulose, Krankenanstalten (Siechenhäuser, Gebäranstalten, Krankenhäuser, Lazarette) sowie Organisationen (Niederbronner Schwestern, Zisterzienser, Rotes Kreuz). Die AK-Terminie-rung sieht ab 2011 Publikationen und für 2012/13 Ausstellungen im Kreisgebiet vor. Der AK „Vor- u. Frühgeschichte“ unter Fritz Aneder befasst sich mit Feldbegehungen, Beobachtung von Bodendenkmälern, Baubeobachtung, Kartierung von Funden, Ausgrabungen und Dokumentation archäologisch interessanter Stellen. Als neues Projekt steht für 2 Jahre die „Moorforschung“ an, u.a. in den kleinräumigen Siedlungslandschaften Haspelmoor und Wildmoos. Zu diesem Erfahrungsbereich gehört auch die Luftbildarchäologie, Pollenanalyse und Geologie“ und sie dient der Mitarbeiterschulung. Die Aktivitäten der Abt. „Kelten, Römer, Bajuwaren“ im Brucker Stadtmuseum befassen sich u.a. mit dem inzwischen restaurierten und konservierten Mammutstoßzahn aus der Pucher Stockinger-Kiesgrube. Zwölf Ösenringbarren aus der Bronzezeit, 2008 beim Bau des Mammendorfer Bürgerhauses gefunden, werden restauriert. Vermutlich handelt es sich um die Handelsform des Rohkupfers. Bajuwarische Skelette, 1993-2003 im Emmeringer Gräberfeld geborgen, lassen auf eine Zuwanderung um 500 n.Chr. schließen. Schließlich kann die Abteilung mit der Replik einer römischen Minerva-Statue, gefunden an der westlichen Landkreisgrenze, sowie mit weiteren Objekten aus den Grabungen an der Sunderburg und in Emmering zusätzliche Neuheiten vorweisen. In der Programmvorschau befindet sich am 10. Nov., 19 Uhr, im Dorfwirt Landsberied der Lichtbildervortrag „Epitaphien im Landkreis Fürstenfeldbruck“ von Kreisheimatpfleger Toni Drexler. Am 12. Nov., 19.30 Uhr, wird den HVF-Mitgliedern im Kleinen Saal des Veranstaltungsforums Fürstenfeld die Buchpublikation zur „NS-Zeit in Fürstenfeldbruck“ von Prof. Dr. Ferdinand Kramer vorgestellt. Stadtarchivar Dr. Gerhard Neumeier spricht am 19. Nov., 19 Uhr, im Sparkassen-Seminarraum des Veranstaltungsforums Fürstenfeld über "Die Entnazifizierung des inneren Kerns der Nationalsozialisten in Fürstenfeldbruck“.

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