Historischer Verein bringt  archäologische Fundstücke zu Orten der Ausgrabungen zurück

31 Tafeln suchen ihre Objekte

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Bei der Eröffnung der großen Archäologieausstellung des Historischen Vereins waren die Erläuterungstafeln aller Objekte in der Sparkasse Fürstenfeldbruck versammelt.

Bei der Eröffnung der großen Archäologieausstellung des Historischen Vereins waren die Erläuterungstafeln aller Objekte in der Sparkasse Fürstenfeldbruck versammelt. Die archäologischen Fundstücke aus mehr als 10.000 Jahren Geschichte des Brucker Lands befanden sich zu diesem Zeitpunkt bereits vor Ort: in den Sparkassen und Volks- und Raiffeisenbanken im Landkreis Fürstenfeldbruck, in Gauting und in Gilching.

Landkreis - Von der mittleren Steinzeit (Hattenhofen) über die Bronzeund Eisenzeit (Kelten) bis zu den Römern und den Bajuwaren und sogar bis ins 16. Jahrhundert reichen die Objekte, die bis Ende August in den Gemeinden besichtigt werden können. „Spannend“ heißt nicht unbedingt „materiell wertvoll“. So ist zum Beispiel das jüngste Objekt ein tönerner Topfboden, der zeitlich nicht genau eingeordnet werden kann. Wahrscheinlich diente er – schon als Scherbe – als Kerzenhalter in den unterirdischen Gängen unter Roggenstein (Sparkasse Eichenau). Oder die Tonscherben der Münchshö- fener Kultur (Sparkasse Moorenweis), die Relikte von Gefäßen sind. Spannend sind sie aber vor allem, weil ihre Hersteller zur ältesten Ackerbauernkultur im Landkreis (4500 bis 3800 v. Chr.) gehörten. Auch die Speisereste der Bewohner der Burg Hegnenberg erzählen eine interessante Geschichte. Die Knochen sind zu rund zweidrittel vom Schwein und zu rund eindrittel vom Rind. Das Vorhandensein von Rotwildknochen beweist, dass sie vom Tisch der adligen Burgbewohner stammen, denn nur ihnen war im 13. Jahrhundert die Jagd auf Rotwild erlaubt. Gefunden wurden sie bei der Renovierung der Bergkapelle in Althegnenberg.

Öffnungszeiten, Flyer und Veranstaltungen im Internet

 Mit dieser Ausstellung „BodenSchätze – Funde und ihre Geschichten“ bringt der Historische Verein Fürstenfeldbruck archäologische Funde zurück in die Orte, in denen sie gefunden oder ergraben wurden. Damit bietet er den Bewohnern des Brucker Landes einen neuen Zugang zu ihrer Geschichte. Der Flyer mit allen wichtigen Informationen über Ausstellungsorte, Öffnungszeiten, Veranstaltungen und Verkaufsstellen ist bei den beteiligten Banken und weiteren Institutionen sowie in den Rathäusern erhältlich oder auf der Internetseite des HVF unter www. historischer-verein-ffb.de. Der leicht verständliche Katalog, in dem alle Exponate und ihre Geschichten ebenso erläutert werden wie die wichtigsten Zeitabschnitte der Vor- und Frühgeschichte im Brucker Land, kann zum Preis von acht Euro erworben werden. 

red

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