Öffentliche Grabung bei Jesenwang

Verein gräbt bei Jesenwang nach historischen Schätzen - Zuschauen erlaubt!

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Der Historische Verein hat die Grabungsstelle markiert, damit Landkreisbürger sie auch finden, wenn sie vorbeikommen möchten.

Jesenwang  - Der Historische Verein Fürstenfeldbruck führt Grabungen nahe Jesenwang durch und lädt Landkreisbürger zum Zuschauen ein.

Bereits vor rund 20 Jahren wurde einer der seltenen Wohnplätze steinzeitlicher Siedler im westlichen Oberbayern am westlichen Ortsrand von Jesenwang oberhalb des Wildmooses entdeckt. Dort waren beim Pflügen immer wieder Keramikscherben und Steinartefakte an die Oberfläche gebracht worden, die sich eindeutig der sogenannten Chamer Kultur (um 3300–2700 v. Chr., benannt nach dem Erstfundort in der Oberpfalz) zuweisen lassen.

Fundstelle ist gefährdet

Fast dreitausend Jahre später – in der jüngeren Eisenzeit um 300 v. Chr. (Laténezeit) – wird der Ort von den Kelten erneut aufgesucht und auch sie hinterließen ihre typische Tonware und sogar die ersten Objekte aus Glas. Diese Siedlung scheint bis in die frühe römische Zeit bestanden zu haben, wie der Fund eines bronzenen Armrings aus der Mitte des 1. Jahrhunderts n. Chr. zeigt. Die Fundstelle ist jedoch durch ihre Hanglage und die landwirtschaftliche Nutzung von Erosion gefährdet.

Grabung zum Zuschauen

Daher wird der HVF vom 8. bis 16. August Grabungen durchführen in der Hoffnung, mit einem gezielten Blick in den Boden die Erhaltung der archäologischen Reste und ihren kulturgeschichtlichen Zusammenhang zu klären.

Info-Stand mit Experten

Besucher sind auf dieser ersten öffentlichen Grabung seit 2007 willkommen. Täglich von 9 bis 17 Uhr erhalten Sie an einem Informationsstand am Rande des Grabungsgeländes am Ortsrand von Jesenwang an der Römertshofener Straße Einblick in Hintergründe, Funde und Befunde. Unsere Spezialisten stehen jederzeit für Fragen von Kindern und Erwachsenen zur Verfügung.

red

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