Hitzewelle erfordert tägliche Luftbeobachtung - Brucker Firefighter in fliegenden Kisten

Aufgrund anhaltender Trockenheit, insbesondere auch in den Bereichen mit offenem Gelände, besteht in Oberbayern derzeit eine erhöhte Waldbrandgefahr. Die Regierung von Oberbayern ordnete daher im Einvernehmen mit dem Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten Pfaffenhofen a. d. Ilm eine tägliche Luftbeobachtung für die Landkreise Bad Tölz-Wolfratshausen, Eichstätt, Erding, Fürstenfeldbruck, Mühldorf am Inn und Pfaffenhofen an. „An solchen Tagen wie in den vergangenen Wochen müssen wir zweimal am Tag eine vorbeugende Luftbeobachtung durchführen“, berichtete der Vorsitzende der Brucker Feuerwehr, Andreas Lohde,

der selbst ausgebildeter Luftbeobachter ist und an solchen Überwachungsflügen teilnimmt. Die vorbeugende Luftbeobachtung findet in der Zeit von 13 Uhr bis zum Einbruch der Dunkelheit statt. Als besonders gefährdet gelten Wälder auf leicht sandigen Standorten mit geringem Bewuchs, sonnige Waldlichtungen und Waldränder, so Lohde. „Die Luftbeobachtung von Bruck aus ist nur sichergestellt, weil die Bundeswehr-Sportfluggruppe mit ihren Maschinen weiter im Fliegerhorst bleiben konnte“, so Lohde. Wie wichtig diese Einsätze zur Erhaltung der Natur und für die Menschen sind, zeigten die innerhalb von zwei Tagen georteten vier Entstehungsbrände, die durch sofort eingeleitete Maßnahmen quasi im Keime erstickt werden konnten, ehe es zu größeren Schäden kam. „In Oberbayern haben wir sieben Stützpunkte der bayerischen Luftrettungs-Staffeln“, informierte Lohde. „Wenn der allgemeine Waldbrandgefahrenindex die Stufe vier – hohe Waldbrandgefahr – ausweist, dann ordnen die Bezirksregierungen in Absprache mit den Landwirtschaftsämtern die Luftbeobachtung an, und die Luftbeobachter fliegen genau zugeordnete Flugrouten ab.“ Vom Stützpunkt im Brucker Fliegerhorst führt die Luftbeobachtungsroute in Richtung Eching am Ammersee, weiter am Westufer des Ammersees entlang, vorbei am Hohenpeißenberg, runter bis nach Steingaden und dann wieder zurück entlang des Lechs bis kurz vor Landsberg, um dann wieder nordöstlich abzudrehen, um über den Dachauer Landkreis bis Altomünster wieder in Richtung Fürsty einzuschwenken. Die Luftrettungsstaffeln stellen die Flugzeuge und die Piloten, die ebenfalls eine spezielle Ausbildung benötigen, um für die Bayerische Luftrettung fliegen zu dürfen. Alle Piloten stellen sich für diese Aufgabe ehrenamtlich zur Verfügung. Die Co-Piloten, die die Luftbeobachtung durchführen, kommen von den Feuerwehren, den Landratsämtern, Abteilung Katastrophenschutz oder den Ämtern für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten. Sie müssen alle einen einwöchigen Grundlehrgang zum Luftbeobachter an der staatlichen Feuerwehrschule Würzburg absolviert haben. Die Einsatzkosten für die Luftbeobachtung trägt die Regierung von Oberbayern.

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