S4: Es ist höchste Zeit

S4:

Es ist höchste Zeit für Verbesserungen! Die Grünen im Landkreis Fürstenfeldbruck begrüßen die Aktivitäten der Bürgerinitiative ‚S4-Ausbau jetzt‘! Es ist ein ermutigendes Zeichen, dass sich erstmals alle Parteien und Gruppierungen in einem Bündnis für Verbesserungen auf der S4 zusammengeschlossen haben. Das zeigt aber auch, wie sehr die Zustände auf der S4 West den Menschen auf den Nägeln brennen, dass es höchste Zeit ist für Maßnahmen, um Taktzeiten, Platzangebot und Zuverlässigkeit nachhaltig zu verbessern! Dies sehen die Grünen im Landkreis als eine dringende Aufgabe, auch wenn nicht alle, aber die meisten der S-Bahn-NutzerInnen im Landkreis selbst betroffen sind. Neben der Bereitstellung von mehr Zuggarnituren, dem Behinderten-gerechten Ausbau der Bahnhöfe und verbesserter Steuerungstechnik gibt es zwei überfällige und unbedingte Baumaßnahmen, die eine notwendige Voraussetzung für Verbesserungen sind: • Die Trennung des S-Bahn-Verkehrs vom Regional- und Güterverkehr. Alle Fachleute bestätigen uns, dass bessere Taktzeiten Fahrplan-technisch nur erreichbar sind, wenn es hier keine gemeinsame Gleisbenutzung gibt. • Der Flaschenhals bei der Ein- und Ausfädelung der Züge Richtung Lindau und der S4 am Bahnhof Pasing über ein einziges Gleis sorgt immer wieder für Verspätungen. Hier müsste ein aufwändiger Ausbau des sog. Westkopfs Pasing durchgeführt werden. Seit Jahren wurden diese Maßnahmen versprochen und in die längerfristige Planung aufgenommen, aber jetzt wieder vom Wirtschaftsministerium, sanktioniert die Landtagsmehrheit, auf den Sankt-Nimmerleins-Tag verschoben. Die zuständigen Landespolitiker von CSU und FDP, sowie Vertreter von DB und MVV sagen offen warum: Das Milliarden-Projekt eines zweiten Stammstreckentunnels hat Vorrang vor sämtlichen geforderten Verbesserungen. Die Realisierung der Röhre mit dem Konzept des 15-Minuten-Grundtaktes für die S-Bahn-Linien würde aber die Probleme der S 4 noch verschärfen, klappt doch bereits der 20-Minuten-Takt aufgrund des Mischverkehrs mit Fern-, Regional- und Güterzügen nicht. Abgesehen von den – von uns Grünen immer wieder benannten Unzulänglichkeiten des Konzepts, steht seine Finanzierung in den Sternen. Es ist sehr fraglich, ob der Bund die fehlenden 800 Millionen Euro zuschießt. Da PolitikerInnen von CSU, SPD und FDP aber trotzdem stur an der Tunnel-Planung festhalten, haben wir jetzt eine Blockadesituation für alle weiteren Planungen im Münchner Bahnbereich! Deshalb gibt es von offizieller Seite keinerlei Stellungnahme zum Vorschlag von Baumgartner, Kantke und Schwarz der sogenannten Gröbenzeller Spange. Dieser Vorschlag würde die zwei Schwachpunkte, Mischverkehr und Westkopf Pasing, möglicherweise kostengünstig lösen und würde – unabhängig vom Moloch zweite Röhre – einen 10-Minuten-Takt bis Buchenau ermöglichen. Der GRÜNE Kreisverband Fürstenfeldbruck plädiert dafür, die Idee offen aber kritisch zu prüfen und dabei selbstverständlich die Interessen Olchings und Gröbenzells wie auch die Belange von Natur und Landschaftsbild im Auge zu haben. Wir Grünen im Landkreis möchten dringend dafür werben, sich von der alles blockierenden Planung der 2. Röhre zu verabschieden, damit andere sinnvolle Maßnahmen endlich angegangen werden: • die Verlängerung der U 5 bis Pasing • die Ertüchtigung des Bahn-Südringes, zunächst zur Aufnahme einiger weniger S-Bahnen • und der Ausbau der Sendlinger Spange zwischen Pasing und dem Heimeranplatz mit Einbindung des Bahnhofs Laim. Elke Struzena Sprecherin des Kreisvorstands Bündnis90/Die Grünen KV Fürstenfeldbruck

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