Friedrich Drexler und Manfred Spachtholz stellen ihre Bücher vor

Höfe und Kirchen im Rückblick: Zwei Chroniken über die Altdörfer Germering und Unterpfaffenhofen

Manfred Spachtholz (links) und Friedrich Drexler (rechts) stellen die beiden Chroniken über das Altdorf Germering und Unterpfaffenhofen vor.
+
Manfred Spachtholz (links) und Friedrich Drexler (rechts) stellen die beiden Chroniken über das Altdorf Germering und Unterpfaffenhofen vor.

Germering – Ungefähr fünf Jahre lang hat es gedauert, bis alle Bilder und Nachweise zusammengetragen und in eine Form gebracht wurden. Nun können der Vorstand des Fördervereins für Heimatpflege Friedrich Drexler und Vereinsmitglied Manfred Spachtholz gemeinsam mit vielen Helfern wie Stadtarchivar Marcus Guckenbiehl, der Umschlaggestalterin Renate Müller oder auch Erna Meier, die maßgeblich an der Ahnenforschung beteiligt war, auf zwei Altdorf Chroniken blicken: die über Germering und die über Unterpfaffenhofen.

Damals noch aus vereinzelten bäuerlichen Höfen bestehend ist Germering gemeinsam mit Unterpfaffenhofen in den vergangenen 200 Jahren zu einer Stadt mit über 40.000 Einwohnern herangewachsen. Wie aber sahen die Ursprünge aus – dieser Frage ist der Hobby-Ahnenforscher Drexler mit seinem Freund Spachtholz nachgegangen.Unterstützung erhielten sie gerade im Bereich Kirchen von Stadtarchivar Guckenbiehl. Der in Nebel wohnende Drexler betreibt die Ahnenforschung schon eine Weile, so konnte er etwa 2.000 Vorfahren seiner Frau erfassen. Und auch für einen Nachbarn hat er bereits eine Chronik zusammengestellt. „Und nach einem Vortrag, den ich im Stadtmuseum gehalten habe, wurden die Stimmen immer lauter, ich solle mein Wissen doch in einem Buch zusammenfassen“, erzählt Drexler an seinem Wohnzimmertisch sitzend. Da ein Buch zu umfangreich werden würde, war schnell klar, man müsse Germering und Unterpfaffenhofen aufteilen. So holte sich Drexler kurzerhand Manfred Spachtholz mit ins Boot. Dieser übernahm die Recherche für Germering, während er sich Unterpfaffenhofen widmete.

Das Haus Nummer 56 im Jahr 1911, jetzt Augsburgerstraße 2h. Zu sehen ist einer der ersten Telegrafenmasten in Germering, im Hintergrund steht ein königlich-bayerischer Polizist.

Ein regelrechtes Klinkenputzen begann. Die beiden Männer streiften durch Germering und zogen von Hof zu Hof, immer auf der Suche nach alten Fotografien und Nachweisen über vorherige Hofbesitzer. Die Fragen danach, wann ein Hof das erste Mal genannt wurde und wie es weiter ging folgten. „Erste Vermessungen fanden 1809 statt“, sagt Drexler. Das sei ein erster Anhaltspunkt für sie gewesen. Kataster und Vermessungsamt, aber auch Unterlagen aus dem Staatsarchivar forderten die beiden an, um der Geschichte der einzelnen Bauernhöfe, Kirchen und auch Vereine gänzlich auf den Grund gehen zu können. „Wir haben dabei nur frei zugängliche Daten verwendet“, sagen die beiden Männer.

Die beiden Chroniken über die Altdörfer sind ab sofort erhältlich

Das große Ziel ihrer Chroniken sei es, nicht bis ins kleinste Detail zu gehen, wie es andere Autoren vor ihnen getan haben, sondern eine Gegenüberstellung der einzelnen Höfe von damals zu heute zu geben. Dabei wollen sie teilweise bereits in Vergessenheit geratene Höfe wieder in die Erinnerung der Germeringer bringen, da viele heute so nicht mehr stehen würden. „Herausgekommen sind dank der Unterstützung von 14 Sponsoren und der Stadt Germering als Herausgeber zwei Ortschroniken, die einen historischen Rückblick bis ins 17. Jahrhundert abliefern. Diese sind für 22 beziehungsweise 28 Euro unter anderem im Stadtmuseum oder in der Buchhandlung Lesezeichen zu erwerben“, so Drexler abschließend.

Claudia Becker

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Kommentare