Von Hof zu Hof strampeln, in den Kuhstall schauen und heimische Produkte probieren – 
möglich war das auf der Hofladenradtour durch den Landkreis Fürstenfeldbruck

Hinradeln, wo Milch und Eier herkommen

Treffpunkt für die Radtour war der Hofladen Dilger in Jesenwang, wo hauptsächlich Eier, Nudeln, Liköre und Fruchtaufstriche angeboten werden.
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Treffpunkt für die Radtour war der Hofladen Dilger in Jesenwang, wo hauptsächlich Eier, Nudeln, Liköre und Fruchtaufstriche angeboten werden.
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Treffpunkt für die Radtour war der Hofladen Dilger in Jesenwang, wo hauptsächlich Eier, Nudeln, Liköre und Fruchtaufstriche angeboten werden.

Landkreis Fürstenfeldbruck – Die Kühe stehen gerade unter der Kuhdusche und lassen sich sanft einnebeln, als die Gruppe von Radfahrern am Aicher Hof eintrifft. „Unsere Tiere können selbst entscheiden, ob sie in den Stall, auf die Weide oder unter die Sprinkleranlage wollen“, erzählt Landwirt Andreas Schmid. „An heißen Tagen pendeln einige auch ständig hin und her.“

Wer den 50 Kühen dabei zusehen will, darf Schmid zufolge auch gerne in den Hof hineingehen. „Egal ob Bio oder nicht: am wichtigsten ist es als Kunde doch, zu wissen, wo die Produkte herkommen, und zu sehen, dass es den Tieren gutgeht“, so Schmid, der einen Teil seiner Weidemilch direkt am Hof, im „Aicher Milchhäusl“ verkauft.

Das „Aicher Milchhäusl“ ist einer von vier Hofläden im westlichen Brucker Landkreis, die die Teilnehmer einer Hofladenradtour am Sonntag besuchten. Außerdem wurde in der Kirche St. Willibald eine Andacht mit anschließender Segnung der Fahrräder gefeiert sowie eine Führung durch den Kreislehrgarten Adelshofen angeboten. Organisiert wurde die etwa 16 Kilometer lange Hofladenradtour anlässlich des Autofreien Sonntags von Agenda 21, Ernährungsrat und dem Klimaschutzmanagement Fürstenfeldbruck.

Kein Verpackungsmüll, keine langen Transportwege

Milch von glücklichen Kühen, Eier von freilaufenden Hühnern, Kartoffeln aus eigenem Anbau – die klassischen Hofladenprodukte werden meist durch Obst, Gemüse, Honig oder Eis von regionalen Nachbarbetrieben ergänzt. Wer diese Produkte kauft, unterstützt nicht nur die heimische Landwirtschaft. Vielmehr entfällt auch jede Menge Verpackungsmüll und es werden lange Transportwege vermieden. Dies hilft wiederum, klimaschädliches CO2 einzusparen.

Ganz ohne Transporte – das wurde bei den Hof-Führungen deutlich – kommen allerdings auch die Hofladen-Besitzer im Brucker Landkreis nicht aus: Christine Haas etwa, die mit ihrer Familie den Kandlerhof in Landsberied bewirtschaftet, lässt einen Teil ihrer Milch in eine Käserei ins Allgäu bringen, um sie zu Käse verarbeitet wieder zurück zu transportieren und in ihrem Hofladen anzubieten. „Käsereien gibt es in unserer Gegend eben nicht; im Allgäu hat fast jeder Ort eine“, so Haas. Etwa 70 Kühe stehen bei ihr im Stall und dürfen wechselweise auch auf die Weide. Als Besonderheit bietet der Kandlerhof unter anderem Erlebnistage für Kinder sowie die besonders bekömmliche A2-Milch. Sie kann in Selbstbedienung aus einem speziellen Tank gezapft werden.

Hofladen-Produkte sind beliebt

Alles in allem zeigten sich die Landwirte im Gespräch mit den radelnden Besuchern zufrieden. Die Hofladen-Geschäfte liefen stets gut, berichtet Familie Dilger in Jesenwang. Seit 2017 betreiben die im Nebenerwerb ein Hühnermobil mit rund 400 Hühnern. Wenn zur Urlaubszeit nicht alle Eier verkauft sind, werden die Restbestände zu Likör oder Nudeln verarbeitet. Das Konzept, dass sich jeder selbst bedient und den ausgeschilderten Betrag im Lädchen hinterlässt, funktioniere bei ihnen insgesamt gut, so die Dilgers.

Verordnungen, Vorschriften, Regelungen

Was fast alle Hofladen-Besitzer beklagen, sind die bürokratischen Hindernisse, die sie als Landwirte überwinden müssen: Vorschriften zur Lebensmittelhygiene etwa oder die komplizierten Auflagen für Neubauten. Von letzteren können Johannes und Franziska Märkl ein Lied singen. Neben ihren Vollzeit-Jobs arbeiten die beiden regelmäßig auf dem Betrieb seiner Eltern, dem Bio-Hof Märkl in Landsberied. Gemeinsam kümmern sie sich unter anderem um den Getreide- und Kartoffelanbau sowie die muttergebundene Aufzucht von Kälbchen, die die ersten Lebensmonate bei ihrer Mutter bleiben dürfen. Gerne würden die Märkls in Zukunft ihr Sortiment an frischem Gemüse erweitern und zudem Gästezimmer für gestresste Städter anbieten. Die Pläne für einen entsprechenden Neubau sind allerdings trotz zweijährigem Hin und Her noch nicht genehmigt. „Wir arbeiten gerne hier und lieben die Tiere. Aber wir müssen zusätzliche Einnahmequellen schaffen. Vom Hofladen alleine kann kein Landwirt leben“, so Johannes Märkl.

Jutta Thiel

Rubriklistenbild: © Thiel

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