IHK-Gremium FFB wünscht sich höhere Wahlbeteiligung

IHK-Geschäftsführer Kristof Hofmeister (li.) und IHK-Vizepräsident sowie Vorsitzender des IHK-Gremiums DAH-FFB, Michael N. Rosenheimer, appellieren an die Mitglieder, sich an den bevorstehenden Wahlen zu beteiligen. Foto: Dieter Metzler

Zehn Prozent Wahlbeteiligung wären schon erstrebenswert, meinte der Vorsitzende des Gremiums der Industrie-und Handelskammer (IHK) Dachau-Fürstenfeldbruck, Michael N. Rosenheimer, bei der Pressekonferenz am 5. April zu den vom 2. bis 11. Mai anstehenden Wahlen zu den IHK-Organen für München und Oberbayern. Der Unternehmer aus Mammendorf, zugleich einer der neun Vize-Präsidenten der IHK, würde sich ein größeres Interesse wünschen als vor fünf Jahren. Da beteiligten sich gerade einmal 5,8 Prozent der über 25.000 Unternehmer aus der Region an den Wahlen zur Vollversammlung und zum Gremium.

Für die 26 Sitze im IHK-Gremium Dachau-Fürstenfeldbruck bewerben sich heuer 33 Kandidaten. 18 Kandidaten aus dem jetzigen Gremium treten erneut an, acht Kandidaten bewerben sich erstmals um einen Sitz im Gremium. Rosenheimer kandidiert zum dritten Mal. Das Gremium setzt sich aus Mitgliedern der Bereiche „Industrie“ (6), „Handel“ (7) und „Dienstleistungen“ (13) zusammen. Der Vollversammlung gehören 67 Mitglieder und die 14 Vorsitzenden der einzelnen IHK-Gremien sowie ggf. bis zu neun weitere Mitglieder an. Jedes Mitglied, ob Kleinunternehmer oder Großkonzern, habe das gleiche Stimmrecht, appellierte Rosenheimer gerade an die Mittelstandsbetriebe, sich an der Wahl zu beteiligen. 80 Prozent der über 360.000 Betriebe in Oberbayern haben weniger als 20 Mitarbeiter. Sie stellen das Spiegelbild der lokalen Wirtschaft dar. Durch die Verbundenheit mit der örtlichen Wirtschaft wisse die IHK, wo den Unternehmern der Schuh drückt, so Rosenheimer. Als ihr größtes Anliegen bezeichnete Rosenheimer die Sicherung der Wirtschaftskraft in den Landkreisen Dachau und Fürstenfeldbruck. In der abgelaufenen Wahlperiode habe sich die Region trotz der konjunkturellen Achterbahnfahrt hervorragend entwickelt, teilte er mit. Die Zahl der Unternehmen in den vergangenen fünf Jahren ist um 23 Prozent auf insgesamt 25.670 gestiegen, die Zahl der sozialversicherungspflichtigen Beschäftigten hat sich um zehn Prozent auf 71.023 erhöht. Den Aufbau der eigenen „Talentschmiede“ bezeichnete Rosenheimer als die richtige Strategie, um die unternehmerische Zukunft zu sichern. Mit der jährlichen Ausbildungsfeier setze die IHK ein Zeichen für die wirtschaftliche und gesellschaftliche Leistung der Ausbildungsbetriebe und deren Auszubildenden. Dem drohenden Fachkräftemangel begegne man mit umfangreichen Beratungs- und Aktionsangeboten, teilte Rosenheimer mit. Mit Kooperationsvereinbarungen vertiefe die IHK die Zusammenarbeit zwischen Wirtschaft und Schulen. Im Oktober veranstaltet das IHK-Gremium einen Berufsinformationstag, an dem Unternehmen aus dem Landkreis ihre Berufsbilder und freien Ausbildungsplätze vorstellen. Auch für eine bessere Infrastruktur habe sich die IHK in den vergangenen fünf Jahren stark gemacht, habe u. a. die Breitband-Initiative-Bayern angestoßen. Aktuell setzt sich die IHK gegen die Reform der Rundfunkgebühren ein, die eine Mehrbelastung für viele Betriebe bedeuten würde. Intensiv beschäftige sich auch die IHK mit dem betrieblichen Brandschutz in Bayern, den die IHK bei Neubauten und Umbauten für überzogen hält. 1.900 Ausbildungsbetriebe vor Ort habe die IHK bei Betriebsbesuchen beraten, berichtete Rosenheimer vom umfangreichen Serviceangebot der IHK. Mehr als 44.000 Ausbildungsverhältnisse betreut sowie 21.783 Abschlussprüfungen und 12.039 Zwischenprüfungen abgenommen. Ohne das große Engagement der Mitglieder, wie z. B. der 7.500 ehrenamtlichen Prüfer, wäre das in Eigenregie der Wirtschaft nicht zu bewältigen, so Rosenheimer, und der Staat müsste diese Aufgaben übernehmen.

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