Ehrenamtliches Projekt

Zwei Studenten sorgen mit Newsletter "Vitamin Positiv" für positive Dosis in Krisenzeiten

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Lukas, Lara und Hund Kimi sorgen mit ihrem positiven Newsletter in Krisenzeiten für ein Lächeln.

Landkreis – Momentan fehlt es an vielen Dinge, ob das für manche nun soziale Kontakte sind oder für andere genügend Toilettenpapier beinhaltet, sei einmal dahingestellt.

Aber neben essenziellen und auch weniger essenziellen Dingen vermisst man wohl gerade in dieser Zeit vor allem etwas, was einem ein Lächeln ins Gesicht zaubert oder einfach nur ein wenig zum Schmunzeln bringt. Ähnlich ging es auch den beiden Studenten Lukas und Lara.

Dreimal wöchentlich die positive Dosis

„Zu Beginn der Corona-Krise ist auf einmal täglich eine Flut von negativen Nachrichten auf uns eingeprasselt, das hat uns sehr runtergezogen,“ erklärt der 25-jährige Lukas. Doch das wollten die beiden so nicht hinnehmen und haben sich dazu entschlossen den „Vitamin Positiv“ Newsletter zu gründen. Nun erreicht die registrierten Abonnenten immer montags, mittwochs und freitags eine E-Mail mit drei von Lukas und Lara ausgewählten, positiven, tagesaktuellen Nachrichten, die Sorgenfalten für einen Moment verschwinden lassen und Platz für ein Lächeln schaffen.

Mittlerweile 300 Leser

Der erste Newsletter wurde Ende März verschickt und war zu Beginn erst einmal für Familie, enge Freunde und Verwandte gedacht. Doch mittlerweile erreicht das digitale Rundschreiben fast 300 Leser. 

Extra früh aufstehen für die Abonnenten

Und die Studenten haben viel zu tun, damit diese Leser auch dreimal wöchentlich mit positiven Nachrichten versorgt werden. Dabei ist Lara für die Texte verantwortlich, Lukas übernimmt den technischen Teil und steht sogar an allen drei Versandtagen frühmorgens auf, um den Newsletter zu verschicken, damit die Leute bereits morgens über so manche positiven Neuigkeiten schmunzeln können. Am Abend, bevor der Newsletter verschickt wird, setzen sich sie sich immer zusammen und durchforsten das Netz. 

Tagesaktuell und seriös

Dabei achten die beiden Gründer vor allem darauf, seriöse Quellen zu verwenden und sich nur auf tagesaktuelle Nachrichten zu beziehen. Und diese Recherche kann dann auch mal einen ganzen Abend dauern. „Anfangs waren wir total motiviert, doch wir haben schnell gemerkt, dass es teilweise sehr schwer ist, genügend positive Neuigkeiten zu finden,“ erklärt der Schöngeisinger. Allerdings gibt es auch gewisse Kriterien, die erfüllt werden müssen, denn nicht jede Nachricht schafft es so einfach in den selbst geschriebenen Newsletter. Neben Tagesaktualität und Seriosität ist den beiden vor allem eine Sache besonders wichtig. „Die Nachricht muss bei uns ein positives Gefühl auslösen, das können Herzensprojekte oder nette Gesten sein. Hauptsache wir können jemanden damit den Tag versüßen,“ erklären die beiden Gründer. 

Verschiedene Quellen

Und deshalb können die Abonnenten im Newsletter zum Beispiel nachlesen, dass der Berliner Flughafen nach sagenhaften neun Jahren nun doch endlich fertiggestellt wurde, und bekommen zusätzlich noch ein leckeres Rezept für eine Zuhause-Version der Fleischbällchen eines bekannten schwedischen Möbelhauses serviert. Doch auch Projekte wie das Magazin „Ohrenkuss“, dass regelmäßig Texte von Autoren mit Down-Syndrom veröffentlicht, findet in Lukas und Laras Newsletter einen Platz.

Positive Gesprächsthemen

Auch wenn sich die Suche manchmal schwer gestaltet und es sogar hin und wieder zu Diskussionen zwischen den beiden Studenten kommt, wer denn nun die positivere Nachricht gefunden hat, macht es Lukas und Lara vor allem riesigen Spaß. „Natürlich ist es viel Arbeit, aber es ist ein tolles Gefühl, wenn wir ein positives Feedback von den Lesern bekommen. Außerdem gibt es dann endlich mal ein paar neue Gesprächsthemen und die sind sogar ausnahmsweise mal nicht negativ“, freut sich Lukas. Unter https://vitaminpositiv.de/newsletter/ können sich Interessierte kostenlos für den Newsletter anmelden.

Julia Huß

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