Umbauvarianten für Problemkreuzung

Im Kreuzungsbereich von Schöngeisinger- und Rothschwaiger Straße häufen sich Unfälle

Kreuzungsbereich von Schöngeisinger- und Rothschwaiger Straße in Fürstenfeldbruck.
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Die Stadt sucht nach Lösungen, den Unfallschwerpunkt im Kreuzungsbereich von Fürstenfelder-, Schöngeisinger- und Rothschwaiger Straße zu entschärfen.

Fürstenfeldbruck – Der Unfallschwerpunkt soll durch Umbaumaßnahmen entschärft werden und auch Radfahrern und Fußgängern erhöhte Sicherheit bieten. Dem Umwelt- und Verkehrsausschuss wurden auf seiner jüngsten Sitzung vier Varianten eines beauftragten Ingenieurbüros vorgestellt. Das Verkehrsforum brachte einen eigenen Lösungsvorschlag mit einem ovalen Kreisverkehr auf den Tisch.

Der innerstädtische Knotenpunkt Fürstenfelder-, Rothschwaiger- und Schöngeisinger Straße zählt mit einem Verkehrsaufkommen von etwa 24.500 Kraftfahrzeugen pro Tag zu den meist frequentiertesten Kreuzungen der Stadt, die vor allem während des Berufsverkehrs stark belastet ist – und an der es trotz Ampelanlage regelmäßig zu Unfällen kommt. Oliver Erhardt von der Brucker Polizeiinspektion berichtet von 38 Unfällen, die sich dort innerhalb der letzten drei Jahre ereignet hätten. Hauptursache: Missachtung der Vorfahrt beim Abbiegen von der Schöngeisinger- in die Fürstenfelder Straße und umgekehrt.

Das von der Verwaltung beauftragte Ingenieurbüro Vössing stellte nun dem Fachausschuss die Ergebnisse einer Verkehrsuntersuchung und Maßnahmen zur Verbesserung der Situation vor. Die Empfehlung der Planer lautet, den Knotenpunkt zu einer Standardkreuzung umzubauen, das hieße, die separaten Spuren für Rechtsabbieger sowie die Dreiecksinseln für Radfahrer und Fußgänger entfielen. Die Kosten hierfür würden sich auf rund 550.000 Euro belaufen. Von einem ebenfalls angedachten Kreisverkehr wird abgeraten, da dieser aufgrund des hohen Verkehrsaufkommens für nicht praktikabel erachtet wird. Auch sei bei dieser Variante die Sicherheit für den Radverkehr nicht gewährleistet.

Thomas Brücker legt weiteren Vorschlag vor

Thomas Brückner, Stadtrat der Grünen und Sprecher des Verkehrsforums FFB, legte dem Gremium einen weiteren Lösungsvorschlag vor, der zusammen mit dem ADFC erarbeitet wurde. Dieser sieht einen umfassenden Umbau des gesamten Kreuzungsbereichs vor. Der Verkehr würde aus den vier Richtungen mit jeweils nur einer Ampelschaltung um eine oval gestreckte Mittelinsel geleitet werden. Vorteil dieses „holländischen Modells“ ist, dass Fußgänger und Radfahrer die Kreuzung immer im 90-Grad-Winkel auf den Autoverkehr queren und somit ein toter Winkel vermieden wird.

Verkehrsreferent Mirko Pötzsch (SPD) bescheinigt diesem Modell zwar eine Verbesserung für den Fuß- und Radverkehr, befürchtet aber, dass der Verkehrsfluss, insbesondere zu den Stoßzeiten, für den Kfz-Verkehr darunter leiden könne. „Das hat einen gewissen Charme. Ob die Verkehrsströme darüber abgeleitet werden können“, müsse geprüft werden befand auch BBV-Fraktionssprecher Christian Götz.

Bevor eine endgültige Entscheidung getroffen wird, soll das beauftragte Büro die drei Varianten eines Kreisverkehrs, für den Markus Droth (Freie Wähler) plädierte, der Standardkreuzung und den von Brückner dargelegten Vorschlag eingehend untersuchen und gegenüberstellen. Zudem soll geprüft werden, ob mit der von Oberbürgermeister Erich Raff (CSU) ins Spiel gebrachten Änderung der Ampelschaltung die Situation zumindest übergangsweise entschärft werden könnte.

Peter Fischer

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