Projekt der Caritas und Pfarrkirche St. Magdalena

Immer freitags vor der Kirche: Warmes Mittagessen für Bedürftige in Fürstenfeldbruck

Diakon Martin Stangl und Ursula Diewald geben mit Helferinnen der Caritas warmes Mittagessen aus
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Diakon Martin Stangl (links) und Gemeindereferentin der Caritas Ursula Diewald (rechts) mit zwei Helferinnen bei der Essensausgabe vor der Kirche St. Magdalena.

Fürstenfeldbruck – Für mittellose und bedürftige Menschen wird es ab sofort immer freitags um 11.30 Uhr unter strengen Hygienestandards ein warmes Mittagessen „To Go“ im Rahmen der neuen Aktion „Mittagsküche vor der Kirche“ geben.

Auf dem Gelände der Pfarrkirche St. Magdalena in Fürstenfeldbruck feierte die Aktion vergangenen Freitag, 30. Oktober, Premiere.

Erste 500 Portionen kostenfrei

Schwäbische Bohnensuppe mit Schinken wurde in einem großen silbernen Topf warmgehalten und wartete auf hungrige Mägen. Aufgrund einer Spende der Olchinger Firma trendgo waren die ersten 500 Essen kostenfrei. Auch die Bäckerei Reicherzer spendete zum Auftakt Semmeln. „Nach den ersten 500 Essen, soll die Mahlzeit maximal 50 Cent kosten“, informiert Gemeindecaritas-Referentin Ursula Diewald.

Das Projekt ist in Zusammenarbeit zwischen dem Pfarrverband Fürstenfeld und zwei Fachdiensten des Caritas-Zentrums entstanden. Die Kirche stellt das Gelände zur Verfügung und hilft bei der Finanzierung mit. Das Beschäftigungsprojekt
„hofcafé“ im Brucker Fenster sorgt sich um das Essen und die Gemeindecaritas sucht und begleitet die freiwilligen Helfer, die bei der Ausgabe mithelfen. „In dieser schwierigen Zeit dürfen wir nicht die Menschen außer Acht lassen, die sowieso schon so wenig haben“, sagt Diakon Martin Stangl.

Auch die Köche profitieren

Das Projekt versteht sich als sozialraumorientiertes Angebot. Denn es kommt nicht nur den Menschen zugute, die sich etwas zu Essen holen. Denn damit ist ein weiterer Einsatzbereich für die Menschen geschaffen, die ihre Zeit einem guten Zweck schenken wollen. Die Teilnehmer des Beschäftigungsprojekts im „hofcafé“ freuen sich durch ihr Kochen einen Beitrag zur Gemeinschaft vor Ort leisten zu können.

Weitere Spender gesucht

Den Beginn des Projekts ermöglichte die Pater Rupert Mayer Stiftung, welche die Lebensmittel- sowie Betriebskosten für das erste Jahr finanziert. So ist es möglich, die Kosten des Essens so gering wie möglich zu halten. Damit das Projekt langfristig gesichert werden kann, wird das Organisationsteam um Gemeindecaritas-Referentin Ursula Diewald, Petra Helsper und Martin Stangl nach Partnern im Landkreis suchen, die sich an den Gesamtkosten beteiligen möchten. Ziel ist eine Vollfinanzierung durch Spenden, damit das Essen für die Menschen nahezu kostenlos bleiben kann. „Wir wollten einfach mal loslegen. Wie viele Personen dann kommen und das Angebot in Anspruch nehmen, werden wir mit der Zeit sehen“, sagt Stangl. Am ersten Tag waren schon ein paar Hilfsbedürftige da, die, so Stangl, „sehr dankbar für das Essen waren“.
Interessierte Personen und potenzielle Kooperationspartner können sich an die Gemeindecaritas unter Telefon wenden 08141 3207-30 oder per E-Mail: gemeindecaritas-ffb@caritasmuenchen.de.

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