Bisher getätigten Impfungen und Registrierungen

Impfquote im Landkreis FFB: 84 Prozent aller über 80-jährigen Impfwilligen haben erste Dosis erhalten

Ein Arzt zieht eine Impfdose auf, während ein älterer Patient wartet.
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2.062 Bürger über 80 Jahren haben sich im Landkreis Fürstenfeldbruck für eine Impfung registriert - 96 Personen davon warten noch auf einen Termin. Insgesamt wurden bereits 11.401 Landkreisbürger über 80 Jahre geimpft.
  • vonMiriam Kohr
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Landkreis - Die Terminsoftware BayIMCO erlaubt es dem BRK Fürstenfeldbruck nun, detailliertere Auswertungen zu bisher getätigten Impfungen und Registrierungen zu machen. Diese Transparenz gibt das BRK nun durch Zahlenmaterial rund um die Impfquoten für den Landkreis weiter. 

Trotz der Unterbrechung des AstraZeneca Vakzins gehen die Impfungen im Impfzentrum Fürstenfeldbruck weiter. Die Personen, die von der kurzfristigen Anordnung betroffen waren, erhalten alle ein Impfangebot für die nächsten Tage. Seit Freitag gehen aber die AstraZeneca Impfungen weiter, nachdem der Impfstoff wieder frei gegeben wurde. Allerdings wird immer wieder darüber gesprochen, dass noch nicht alle über 80-jährigen geimpft wurden und besorgte Bürger haben den Eindruck, das andere Altersgruppen bevorzugt werden.

Das Terminsoftwareprogramm BayIMCO wird fortlaufend aktualisiert und kann nun auch detaillierte Analysen zu den geimpften Gruppen darstellen. „Aus diesem Grund können wir nun auch mit gutem Gewissen das subjektive Empfinden vieler Bürger hinsichtlich der Impfungen widerlegen“, sagt Rainer Bertram, Kreisgeschäftsführer des BRK.

Stand der Erstimpfungen im Landkreis

Zum 19. März wurden 19.487 Bürger zum ersten Mal geimpft, davon sind 11.401 Menschen über 80 Jahren. Darüber hinaus haben 6.462 Personen ebenfalls eine erste Impfung erhalten, die in die Kategorie höchste Priorität durch berufliche Indikation eingestuft wurden. „Wir haben den Eindruck, dass gerne mal vergessen wird, dass nicht nur über 80-jährige in der höchsten Prioritätenstufe eingeordnet sind, sondern eine ganze Reihe an Personen, die durch ihren Beruf aktiv dazu beitragen, das Pandemiegeschehen einzudämmen“, meint Rainer Bertram weiter.

Die höchste Priorität der Impfverordnung – Gruppe 1 - sieht folgende Gruppen vor:

  • Über 80-Jährige
  • Personen, die in stationären oder teilstationären Einrichtungen sowie in ambulant betreuten Wohngruppen zur Behandlung, Betreuung oder Pflege älterer oder pflegebedürftiger Menschen behandelt, betreut oder gepflegt werden oder tätig sind.
  • Personen, die regelmäßig Schutzimpfungen gegen das Coronavirus durchführen.
  • Pflegekräfte in ambulanten Pflegediensten sowie
  • Personen, die im Rahmen der ambulanten Pflege begutachten und prüfen.
  • Personen, die in Bereichen medizinischer Einrichtungen mit einem sehr hohen Expositionsrisiko in Bezug auf das Coronavirus tätig sind, insbesondere auf Intensivstationen, in Notaufnahmen, in Rettungsdiensten, in der spezialisierten ambulanten Palliativversorgung, in den Impfzentren und in Bereichen, in denen für eine Infektion mit dem Coronavirus relevante aerosolgenerierende Tätigkeiten durchgeführt werden (wie Bronchoskopie)
  • Personen, die in medizinischen Einrichtungen regelmäßig Personen behandeln, betreuen oder pflegen, bei denen ein sehr hohes Risiko für einen schweren oder tödlichen Krankheitsverlauf nach einer Infektion mit dem Coronavirus besteht - insbesondere in der Onkologie oder Transplantationsmedizin oder im Rahmen der Behandlung schwer immunsupprimierter Patienten.

Aus dieser Impfverordnung ergibt sich folgende Verteilung bei den Erstimpfungen in den Altersgruppen im Landkreis:

  • 11.401 Bürger über 80 Jahre,
  • 624 Personen zwischen 70 und 80 Jahren
  • 1.149 Bürger in der Altersgruppe 60-70 Jahren,
  • 2.303 Personen zwischen 50 und 60 Jahren
  • 1.665 wiederum kommen aus der Altersgruppe der 40-50-jährigen.
  • 1.255 Bewohner des Landkreises zwischen 30 und 40 Jahren
  • 920 Personen zwischen 20 und 30 Jahren
  • 170 Menschen unter 20 Jahren

Diese Impfungen entsprachen der Impfverordnung, wie sie in der letzten Version vom 11. März 2021 erschienen ist.

Warteliste und Impfquote

Das Softwaresystem kann nun auch darstellen, wie viele Menschen noch auf einen Termin warten. Dadurch kann eine Impfquote bei den impfwilligen Bürgern errechnet werden.

Zum 19. März warteten noch insgesamt 58.840 Registrierte im Landkreis auf eine Impfung. Davon sind 2.062 Bürger über 80 Jahren. Aus dieser Gruppe der über 80-Jährigen haben 96 Personen noch keine Information zu einem Termin erhalten – dies kann daran liegen, dass sie sich gerade erst registriert haben oder beispielsweise durch ihren Geburtstag in die höchste Kategorie eingestuft wurden. „Wir erwarten eine Steigerung bei der Registrierungsquote, je mehr Impfstoff zur Verfügung steht und die großen Altersgruppen geimpft werden können,“ erklärt Lena Deininger, Verwaltungsleiterin des Impfzentrums.

Aus diesen Zahlen ergibt sich folgendes Bild für die über 80-jährigen im Landkreis: Impfwillig sind 13.463, davon wurden 11.401 Erstimpfungen durchgeführt, was einer Impfquote von 84,68 Prozent aller Impfwilligen entspricht.

Zu Beginn der Impfkampagne wurde an 15.000 Bürger über 80 Jahren ein Informationsbrief geschrieben. Dies bedeutet im Umkehrschluss, dass es eine sehr hohe Impfbereitschaft in dieser Altersgruppe gibt, aber auch, dass der Landkreis in der Gesamtzahl der Impfungen bei einer Quote von 76 Prozent liegen. „Ein wichtiger Wert, wäre doch damit die viel besprochene Herdenimmunität erreicht“, sagt Matthias Skrzypczak, medizinischer Leiter des Impfzentrums.

Um auch alle Menschen über 80 Jahren zu erreichen, hat die bayerische Staatsregierung an Apotheken im Landkreis Vordrucke verteilt, mit denen sich die Bürger über 80 Jahren beim Impfzentrum melden können. Die Mitarbeiter werden diese Personen dann entsprechend kontaktieren.
red

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