Friseurinnung verjüngt sich

Innungs-Friseure wählen Bettina Zellhuber zur neuen Obermeisterin

Obermeisterin Bettina Zellhuber und Katharina Hindl als Führungsspitze der Brucker Friseur-Innung
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Die neue Führungsspitze der Brucker Friseur-Innung: (links) Katharina Hindl (Stellvertreterin) und Obermeisterin Bettina Zellhuber.

Emmering – Die Brucker Friseur-Innung geht mit einer neuen Obermeisterin an ihrer Spitze in die Zukunft: die 35-jährige Bettina Zellhuber aus Olching wurde von ihren Berufskolleginnen und -kollegen einstimmig zur neuen Obermeisterin gewählt.

Andrea Macha (47), die 2017 das Amt von langjährigen Obermeister Josef Wieser übernahm, wollte aus persönlichen Gründen nicht mehr.

„Für mich heißt es heute Abschied nehmen vom Posten der Obermeisterin“, sagte Macha. „Es fällt mir schwer, aber vielleicht ist jetzt gerade die richtige Zeit, das Amt in jüngere Hände zu geben.“ Das habe aber nichts mit der Corona-Pandemie zu tun, betonte sie gegenüber dem Kreisbote. Auch wenn die Zeit nicht gerade einfach für die Friseure ist, so hat keiner der 64 Innungsbetriebe im Landkreis schließen müssen. Über ihre Nachfolgerin und der neuen Stellvertreterin Katharina Hindl aus Eichenau meinte Macha: „Ich habe ein gutes Gefühl. Die beiden harmonieren als Team. Sie sind ein gutes Gespann.“

Zusammenhalt ist gefragt

„In den Zeiten, wo von uns allen viel abverlangt wird, wünsche ich uns einen guten Zusammenhalt“, sagte Zellhuber bei ihrer ersten kurzen Ansprache. Und ihre Stellvertretern meinte: „Wir wollen alle, dass die Innung auch weiterhin bestehen bleibt.“ Komplettiert wird der Vorstand von Gisela Held, Lena Sigl, Patricia Sopp und Severine Zacherl.

Ausbildung nun auch Teilzeit möglich

Kreishandwerksmeister Franz Höfelsauer gratulierte dem neuen Vorstand und meinte, er sei im vergangenen Jahr mit dem Ziel zum Kreishandwerksmeister wieder gewählt worden, die Innungen auf jüngere Beine zu stellen und damit zukunftsfähig zu machen. Die Versammlung informierte Höfelsauer über die Bestimmungen des neuen Berufsbildungsgesetzes. Dabei erfuhren die Friseure unter anderem, dass nun auch eine Ausbildung in Teilzeit möglich ist. „Hier ergibt sich die Chance beispielsweise für alleinerziehende Mütter eine Berufsausbildung zu machen“, meinte Höfelsauer. Des Weiteren informierte der Kreishandwerksmeister, dass bei drohender Insolvenz eine zwingende Antragspflicht bestehe und dass die Begriffe Meister und Betriebswirt durch die Begriffe „Bachelor Professional“ beziehungsweise „Master Professional“ international aufgewertet wurden, weil die Begriffe Meister und Betriebswirt im Ausland nicht bekannt seien.

In der Krise Innung als wichtige Säule

In der Krise habe sich der Zusammenhalt gezeigt, sagte Macha bei ihrem letzten Rechenschaftsbericht. Man habe eine WhatsApp-Gruppe, um sich auf kurzem Weg austauschen zu können. Auch konnte man jederzeit beim Landesinnungsverband anrufen und habe stets eine fundierte Auskunft erhalten, lobte Macha die Berufsvertretung. „Dabei ist mir schnell bewusst geworden, wie wichtig die Innung ist “, sagte Macha.

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