Für sechs Wochen im Herbst

Amperbrücke wird gesperrt

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Die Amperbrücke wird im Herbst für sechs Wochen gesperrt.

Zahlreiche Projekte gab es für Baudirektor Stefan Meier vom Staatlichen Bauamt in Freising beim Jahresgespräch mit Landrat Thomas Karmasin zu besprechen. Neben der Vorstellung der bereits fertig gestellten Projekte, Erneuerung der Mühlgrabenbrücke in Überacker auf der St 2054, Erneuerung der Fahrbahn zwischen Maisach und Überacker, Erneuerung des Geh- und Radweges an der B471 zwischen Schöngeising und Grafrath sowie der Instandsetzung der Lärmschutzwand bei Schöngeising, stellte er auch die nächsten Projekte im Landkreis vor. Zur Belastungsprobe wird wohl die Sperrung der Amper in Fürstenfeldbruck, aber auch bei der Ortsumfahrung Olching und dem Ausbau zwischen Gröbenzell und Lochhausen geht es voran.

Die Amperbrücke muss erneuert werden – und das so schnell wie möglich. „Die Brü- cke ist in einem sehr schlechten Zustand“, erklärt Stefan Meier, Baudirektor und Fachbereichsleiter Straßenbau am Staatlichen Bauamt Freising. Derzeit weise die Brücke auf einer Bewertungsskala bis 4,0, die Note 3,9 auf. 2011 lag dieser Wert noch bei 2,9, zwei Jahre spä- ter bereits bei 3,5. „Das ist eine Operation an einer offenen Wunde“, sagt Meier. Die Planer erhoffen sich von der Neugestaltung, der über 100 Jahre alten Stahlbeton-Plattenbrücke wesentliche Verbesserungen – unter anderem für Passanten. „Die Brücke soll breiter für Fußgänger und Radler werden“, erklärt Bauoberrätin Sylvia Pfister, Abteilungsleiterin für den Landkreis im Bauamt Freising. Deshalb liefen derzeit Ausarbeitungen für ein Planfeststellungsverfahren, das für das Jahr 2019/2020 vorgesehen ist. Mit dem Gutachten sollen die Aspekte Denkmalschutz, Wasserwirtschaft und Wirtschaftlichkeit unter einen Hut gebracht werden. „Das minderwertige denkmalgeschützte Bauwerk lässt sich nicht mehr wirtschaftlich und sinnvoll sanieren“, sagt Pfister. Der früheste Baubeginn ist für 2021 geplant. 

"Leben sverlängernde Maßnahmen" noch in diesem Herbst

Doch um den Verkehrsfluss bis dahin aufrecht erhalten zu können, brauche es weitere „lebensverlängernde Maßnahmen“. Aus diesem Grund erfolgt in diesem Herbst eine dringend erforderliche Instandsetzung eines Trägers an der Amperbrücke. „Für die Instandsetzung des am stärksten beschädigten Trägers ist eine etwa sechswöchige Vollsperrung erforderlich“, erklärt Pfister. Das diese auf Kosten der Bürger gehe, sei den Verantwortlichen bewusst. „Wir müssen ganz massiv in den Verkehr eingreifen, damit die Brücke weiter nutzbar ist“, betont Meier. Für die Übergangszeit ist ein Umfahrungskonzept in der Stadt geplant. Das Bauamt rechnet bei dem Projekt mit Kosten von rund 2,5 Millionen Euro. 

Ortsumfahrung Olching 

Das Staatliche Bauamt treibt die Realisierung der Ortsumfahrung südwestlich von Olching seit 25. September 2015 voran. Hier wurde auch laut Bauamt die Hochwasserthematik der Amper und des Starzelbachs im Rahmen eines Feststellungsbeschlusses grundsätzlich abgehandelt. Zwischenzeitlich wurde jedoch das Überschwemmungsgebiet Starzelbach neu ermittelt und im Januar 2016 vorläufig gesichert. Nun ist eine erneute wasserrechtliche Genehmigung erforderlich. Dazu trat am 5. Januar diesen Jahres eine Änderung des Wasserhaushaltsgesetzes in Kraft, was dazu verpflichtet, weiterführende Schutzvorschriften in Überschwemmungsgebieten zu berücksichtigen. Um den geänderten wasserwirtschaftlichen sowie wasserrechtlichen Rahmenbedingungen Rechnung zu tragen, wird ein Planänderungsverfahren notwendig. „Derzeit laufen Aktivitäten hinsichtlich der Aktualisierung der technischen Planung, Einholung der Betretungserlaubnis für Bohrungen und der naturschutzfachlichen Planung“, sagt Pfister. Das Verfahren soll im Herbst diesen Jahres eingeleitet werden. Somit verschieben sich die Hauptbauleistungen vorbehaltlich unanfechtbarem Planfeststellungsbeschluss und erfolgreich abgeschlossener Grunderwerbsverhandlungen auf Sommer 2019. 

Ausbau zwischen Gröbenzell und Lochhausen

Fast 25.000 Kraftfahrzeuge in 24 Stunden passieren den Streckenabschnitt der St 2345 zwischen Gröbenzell und der Stadtgrenze von München. Darüber hinaus ist die Fahrbahnbreite mit 5,5 Metern zu schmal und weist einen schlechten Zustand auf, sagt das Bauamt. Aus diesem Grund soll die Straße ausgebaut werden. Der Verkehr soll während der Bauzeit über eine Baustellenumfahrung geleitet werden. Nach der Fertigstellung der Umfahrung im nächsten Jahr, wird erst ein Bauwerk erneuert und 2020 die Fahrbahn fertiggestellt. Das Bauamt rechnet bei dem halben Kilometer mit Kosten von rund 1,8 Millionen Euro. 

Felix Hamann

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