Mangelnde Beachtung

Beiräte fordern mehr Gehör

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Vertreter von Senioren-, Sport- und Behindertenbeirat trafen sich im Brucker Rathaus. 

Zu einem Gedanken- und Meinungsaustausch kamen Vertreter von Senioren-, Behinderten- und Sportbeirat sowie des Jugendstadtrats mit den Spitzen der Brucker Kommunalpolitik zusammen. Oberbürgermeister Erich Raff (CSU) stand in Anwesenheit seines Stellvertreters Christian Götz (BBV) und den Stadträten Beate Hollenbach und Martin Kellerer (beide CSU) den Beiräten Rede und Antwort.

Fürstenfeldbruck - Die Beiräte der Stadt Fürstenfeldbruck sind als Fürsprecher und Vertreter ihrer Zielgruppen mittlerweile zu einem festen Bestandteil der Entscheidungsfindung in kommunaler Politik und Verwaltung geworden. Bei einem informellen Treffen, zu dem OB Erich Raff einlud, kam trotzdem Kritik auf. Vor allem Vertreter von Senioren- und Behindertenbeirat fühlen sich nicht genügend wahrgenommen und fordern eine aktivere Teilnahme ein. 

Brucker Seniorenbeirat klagt über mangelnde Beachtung

Verbilligte Kinonachmittage bei Kaffee und Kuchen, gut besuchte Computer- und Internetkurse für Senioren - dennoch klagt Hans-Joachim Ohm, Beisitzer des Brucker Seniorenbeirats, über mangelnde Beachtung: „In Alling oder Grafrath wird der Seniorenbeirat mehr wahrgenommen.“ Ähnlich äußert sich Jörn Weichold, erster Vorsitzender des Behindertenbeirats. Obwohl man viel erreicht habe und in den letzten Jahren auch verstärkt in verschiedene Bereiche mit einbezogen wurde, etwa bei der Konzeption des Lichtspielhauses, sieht er in der Zusammenarbeit „noch Luft nach oben.“ 

"Wir finden kein Gehör"

Einzig Joachim Mack vom Sportbeirat betont das gute Verhältnis zum Sportreferenten Martin Kellerer und der Verwaltung. Konkret kritisiert Ohm, „dass wir zwar zu den Ausschuss- und Stadtratssitzungen eingeladen werden, unsere Meinung aber nicht gefragt ist. Wir finden kein Gehör.“ Man könne den Beiräten für ihre Meldungen und Inhalte „künftig einen festen Platz im Rathausreport einräumen, ähnlich wie es bei den Parteien der Fall ist, schlug Raff vor.Auch die neue Facebook-Seite der Stadt biete sich hierfür an. Ein prinzipielles Rederecht der Beiräte in den Sitzungen bestehe jedoch nicht. „Das muss verwaltungsintern erst einmal geklärt werden. Man kann seine Anliegen aber jederzeit über die Referenten auf die Tagesordnung bringen und dann im Plenum auch Stellung beziehen“, ermutigte Raff die Beiräte, Eigeninitiative zu ergreifen. 

Christian Götz bietet sich als künftiger Ansprechpartner für den Seniorenbeirat an

Im Fall des Seniorenbeirats allerdings kein einfaches Unterfangen, da dem zuständigen Referenten Jan Halbauer (Grüne) mangelnder Kontakt vorgeworfen wird. „Er meldet sich nicht, lässt sich nicht sehen – so einen Referenten brauchen wir nicht“, war vonseiten der Vertreter des Seniorenbeirats zu hören. „Wir brauchen eine Anlaufstelle!“ Raff erinnerte daran, dass es sich für die Stadträte um ein Ehrenamt handelt und es beispielsweise aus beruflichen Gründen zweitweise schwer sein kann, diesem auch entsprechend nachzukommen. Da ein Referent aber nicht ohne Weiteres von seinen Aufgaben entbunden und durch einen Neuen ersetzt werden kann, bot sich zweiter Bürgermeister Christian Götz als künftiger Ansprechpartner für den Seniorenbeirat an. 

Fischer

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