Kreisheimatpfleger und Gründer der Kulturplattform Toni Drexler erklärte die Hintergründe

Göttin Minerva stand Patin für ein Kultur-Internetportal

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Gründer und Veranstalter der neuen Kulturplattform: Susanne Seichter vom Eventbistro im Parkett-Stadl und Toni Drexler (vorne) mit Andreas Obermaier vom Eventbistro

Fürstenfeldbruck/Hörbach  - Minerva ist der Name einer römischen Göttin der Weisheit, der taktischen Kriegsführung, der Kunst sowie der Hüterin des Wissens. Seit September diesen Jahres bezeichnet Minerva auch ein neues Internetportal für Kunst und Kultur im mittleren Lechraingebiet. Toni Drexler, Kreisheimatpfleger und Gründer der Kulturplattform, stellte bei einem Pressegespräch im Eventbistro des Hörbacher Parkett-Stadls sein neues Portal vor und  berichtete über die Hintergründe: 1917 war bei Steindorf eine kleine Statue der Göttin entdeckt worden. 

 ¨Ein Grund, diese Plattform zu gründen war, weil wir hier relativ abgelegen sind. Oft erfahren wir zu spät oder gar nicht von kulturellen Veranstaltungen in den Nachbarorten¨, so Toni Drexler. Gemeint ist der mittlere Lechrain - die Gegend von Landsberg bis Mering und im Osten bis Jesenwang. Heute ist er keine politische Einheit mehr, sondern Grenzland: Aufgeteilt in den nördlichen Teil vom Landkreis Landsberg, dem westlichen Teil vom Landkreis Fürstenfeldbruck und dem äußerst südlichen Teil vom Landkreis Aichach-Friedberg. 

¨Das hat nicht nur verwaltungsmäßige Auswirkungen, sondern auch informelle. Dieses Kommunikationsdefizit soll nun diese Internetseite verringern¨, erklärt Toni Drexler. Zusammen mit anderen Veranstaltern hat er das Minerva-Portal ins Leben gerufen. Unter www.minerva-kultur.de finden Interessierte viele Termine für Veranstaltungen, Ausflugsziele, Ausstellungen und Tipps zwischen Mering und Geltendorf, zwischen Penzing und Jesenwang. ¨Mein Wunsch ist es, besser vernetzt zu sein und den Bürgern landkreisübergreifend verschiedene Veranstaltungen näher zu bringen¨, so Toni Drexler. ¨

Minerva, römische Göttin der Weisheit.

Hier rührt sich einiges, nur Bescheid wissen muss man halt¨. Und wie kam es eigentlich zu der Namensgebung? 1917 stieß man bei Grabungsarbeiten in Putzmühle bei Steindorf auf eine kleine Bronzestatue der Minerva. Bis 1978 galt die Minerva-Statuette als schönster römischer Fund des Landkreises Fürstenfeldbruck. Dann kam die Gebietsreform und der Fundort wurde dem Landkreis Aichach-Friedberg zugeschlagen. ¨Die Minerva ist als Symbol für eine gespaltene Einheit zu sehen und passt damit wunderbar zu unserer Region¨, fügt Toni Drexler hinzu.

Infos unter www.minerva-kultur.de

Nicole Burk 

 

 

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