Am Coca-Cola Standort in Fürstenfeldbruck arbeiten 540 Mitarbeiter - Weltweit konsumieren 1,9 Mrd. Menschen die Produkte des Marktführers

Warten auf Cuba Libre

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Ein Coca-Cola Lastwagen wird beladen 

Fürstenfeldbruck - Im Jahr 1900 wurde das erste Mal der „Cuba Libre“ in einer Bar in Havanna gemixt. Ein Hauptbestandteil des Getränks ist seit jeher die Coca-Cola. Doch obwohl Kuba das Ursprungsland des legendären Cocktails ist, kann man dort heute keine Coca-Cola mehr kaufen. Auch Nordkorea stellt bisher einen weißen Fleck auf der Coca-Cola Weltkarte dar. In den restlichen Ländern auf der Welt konsumieren tagtäglich 1,9 Milliarden Menschen die Produkte vom Marktführer. Damit die Coca-Cola in jedem der über 200 Ländern gleich schmeckt, wird bei der Herstellung in allen Produktionsstätten weltweit mit identischen Verfahren gearbeitet. So wird beispielsweise das Wasser überall gleich gereinigt und aufbereitet, um den einzigartigen Geschmack und die hohen Qualitätsansprüche beizubehalten. Denn wie die Coca-Cola einen essentiellen Bestandteil des „Cuba Libre“ ausmacht, so besteht das Erfrischungsgetränk zu einem großen Teil aus Wasser.

Momentan benötigt man für die Herstellung von einem Liter Cola zwei Liter Wasser. Das Ziel von Coca-Cola ist es, bis 2020 jeden Liter verbrauchten Wassers wieder „zurückzugeben“, bzw. dem Wasserkreislauf erneut zuzuführen. Wie lässt sich dieses Ziel erreichen?

Ein Cuba Libre 

Coca-Cola: Wasser ist nicht nur der Hauptbestandteil unserer Produkte, sondern zugleich eine der wichtigsten natürlichen Ressourcen. Nicht nur als Inhaltsstoff ist Wasser unverzichtbar. Im Herstellungsprozess setzen wir es zur Reinigung von Flaschen, Anlagen und Tanks ein und sichern so die gleichbleibende Qualität unserer Produkte. Wir beziehen unser Wasser verantwortungsvoll, bereiten es nach Gebrauch wieder auf und geben es an die Umwelt zurück – in einer Qualität, die den natürlichen Lebensbedingungen der Pflanzen- und Tierwelt entspricht. Bereits heute geben wir weltweit mehr als 70 Prozent des von uns verbrauchten Wassers wieder an die Umwelt zurück. Dies erreichen wir auch mithilfe unserer Kooperation mit dem WWF und gemeinsam entwickelten Wassersparprogramm. Unser Ziel lautet: Bis spätestens 2020 wollen wir weltweit wasserneutral produzieren.

Das Wasser ist für Coca-Cola ein weltumspannendes Thema. Der Konzern betreut 42 Projekte in 27 afrikanischen Ländern und 200 Wasserschutzprojekte weltweit. Warum ist der Schutz von Wasser so wichtig? 

Coca-Cola: Die Produkte von Coca-Cola bestehen zu 90 oder mehr Prozent aus Wasser. Und auch für landwirtschaftliche Produkte, die Coca-Cola verarbeitet, wird Wasser gebraucht. Coca-Cola vertreibt seine Produkte zwar überall auf der Welt, produziert jedoch vor Ort. Das Unternehmen ist also nur so gesund, wie die Gemeinschaft, in der es und für die es seine Produkte herstellt. Mehr als 1 Milliarde Menschen müssen jedoch immer noch ohne sauberes Trinkwasser und den Zugang zu sanitären Einrichtungen auskommen, was oftmals die Ursache von Krankheiten ist. Coca-Cola setzt sich daher rund um den Globus für verschiedene Süßwasserprojekte ein. Seit 2005 engagieren wir uns gemeinsam mit den örtlichen Gemeinden und nationalen Regierungen in mehr als 500 kommunalen Wasser-Projekten in über 100 Ländern. Partner sind unter anderem WWF, Water for Poeple, das Projekt Replenish Africa Initative (RAIN) und UN-HABITAT. Diese Projekte haben die Zielsetzung, den Zugang zu Wasser und sanitären Einrichtungen zu verbessern, Wasserscheiden zu schützen, Wasser für die Verarbeitung liefern, das Bewusstsein für Wasserfragen zu fördern und sich in der Wasserpolitik zu engagieren. Bis heute profitierten mehr als 1,9 Millionen Menschen von dieser Alternative. Coca-Cola hat für seine Zulieferer zudem Richtlinien für eine nachhaltige Landwirtschaft (Sustainable Agriculture Guiding Principles) eingeführt, um einen verantwortungsvollen Umgang mit der Natur auch innerhalb unserer Lieferkette zu gewährleisten.

Im Internet kann man sogar Coca-Cola, Coca-Cola Zero und Coca-Cola Light mit individuellem Namensetikett bestellen. Wie gut kommt diese Idee bei den Leuten an? 

Coca-Cola: Mach dir und deinen Liebsten Freude auf! Mit diesem Claim rückte Coca-Cola bereits 2013 mit seiner Kampagne „Trinke `ne Coke mit“ das Thema Freundschaft in den Mittelpunkt und wurde dafür am 23.10.2014 sogar mit dem „Oscar“ der Werbebranche ausgezeichnet: dem GWA Effie. Nach der sehr erfolgreichen Kampagne des vergangenen Jahres, wurde diese in 2015 sogar noch ausgeweitet: nicht nur auf der Originalen, sondern auch auf der Coke Zero und der Coke light gibt es heute die Möglichkeit, das Etikett der Konturflasche individuell online zu personalisieren. Mit 280 Vornamen und insgesamt 41 zielgruppenspezifischen Begriffen („Held“, „Sonnenschein“ etc.) auf verschiedenen Verpackungen hat sie doppelt so viele Namen und drei Mal so viele Begriffe wie noch im Jahr 2013. Aber es geht nicht nur um Etikett. Die legendäre Coca-Cola Flasche selbst feiert 2015 zudem ihren 100. Geburtstag. In den vergangenen hundert Jahren hat sie nicht nur einen festen Platz im New Yorker Museum of Modern Arts erhalten, zahlreiche namhafte Künstler aus Popart, Film und Musik in ihren Werken inspiriert, sondern auch Millionen Menschen weltweit besondere „happy moments“ geschenkt.

Coca Cola wurde als einer der besten Arbeitgeber ausgezeichnet. Welche Vorteile hat dies für Auszubildende? 

Coca-Cola: Gegenwärtig bildet die CCE AG 306 junge Menschen an über dreißig Standorten in sechzehn technischen und kaufmännischen Ausbildungsberufen aus. Unsere Auszubildenden durchlaufen während der dreijährigen Ausbildungszeit alle relevanten Abteilungen, um das Geschäft und alle Prozesse des Unternehmens kennenzulernen. Die theoretischen Grundlagen aus der Berufsschule werden dabei in der Praxis durch eigene Projekte in den Abteilungen sinnvoll verbunden. Das duale Studium dauert ebenfalls drei Jahre und kombiniert die Praxis im Unternehmen mit theoretischen Vorlesungszeiten an einer Universität, Fachhochschule, dualen Hochschule oder Berufsakademie. Am Ende steht der Bachelor-Abschluss. Bei der CCE AG können sich Studierende der Betriebswirtschaftslehre mit den Schwerpunkten Industrie, Handel oder Logistik bewerben.

Die Interviewfragen stellte Felix Hamann. 

Zum Standort Fürstenfeldbruck:

Einer der größten Standorte der Coca-Cola Erfrischungsgetränke AG in Deutschland ist in Fürstenfeldbruck. Die Fläche umfasst ca. 90,000 m² Land mit 40,000 m² Gebäuden. Der Standort wurde bereits 1972 gegründet und durch Erweiterungen und Zusammenschlüssen mit anderen Abfüllunternehmen. In Fürstenfeldbruck arbeiten 540 Mitarbeiter in Produktion, Lager, Vertrieb, Verkauf und Verwaltung, darunter 24 Auszubildende.

Informationen zum weltweiten Engagement (Corporate Social Responsiblity)

Mit dem Projekt „Last Mile“ in Tansania, unterstützt Coca-Cola gemeinsam mit dem Global Fund und der Bill und Melinda Gates Stiftung die Regierung dabei, lebensrettende Medikamente besser zugänglich zu machen. Obwohl viele Krankheiten häufig allein mit Medikamenten behandelt oder präventiert werden können, ist oft die Zugangsmöglichkeit zu den Patienten das Hauptproblem bei deren Versorgung. Die Rolle von Coca-Cola ist es daher, Wissen zu vermitteln, insbesondere die Logistik, Lagerung und den Transport betreffend. Da Coca-Cola als Experte für Distributionsnetzwerke gilt und seine Produkte in die entlegensten Winkel der Welt transportieren kann, nutzt Coca-Cola sein logistisches Know-how um die Beförderung von Medikamenten zu verbessern.

Schwerpunkt ist dabei jedoch nicht nur die Lieferung von diversen Hilfsmitteln sondern gleichermaßen, dass Mitarbeiter der Regierungen lernen, die logistischen Anforderungen selbst zu bewältigen. Insbesondere bei der Lagerhaltung kann mit Hilfe intelligenter Systeme und computerbasierten Planungsprogrammen eine effiziente Versorgung sichergestellt werden. Unterstützt wird dies zudem von weiteren Kooperationspartnern des Erfrischungsgetränkeherstellers. Aufgrund des großen Erfolgs des Projekts sollen neben Tansania und Ghana noch zehn weitere Länder in Afrika von „Last Mile“ unterstützt werden.

Weiterhin kooperiert Coca-Cola mit Partnern wie dem WWF International, dem Umweltprogramm der Vereinten Nationen UNEP oder Hilfsorganisationen wie CARE. Einrichtung von EKOCENTER sollen die Lebensumstände vor Ort in Entwicklungsländern nachhaltig verbessern. Teil dieser Einrichtungen ist u.a. die Slingshot-Technologie des Erfinders Dean Kamen. Damit lassen sich jeden Tag 850 Liter sauberes Wasser aus fast jeder Quelle gewinnen. Aber auch in Deutschland engagiert sich das Unternehmen in diversen sozialen und gesellschaftlichen Projekten. So fördert Coca-Cola beispielsweise mit 500.000 Euro die Renaturierung der Elbe bei Klieken. Bereits seit Jahren unterstützt Coca-Cola verschiedene Initiativen wie zum Beispiel die Special Olympics, die McDonald's Kinderhilfe Stiftung oder BILD hilft e.V. "Ein Herz für Kinder". Darüber hinaus hat Coca-Cola in Deutschland  die  "Fanta Spielplatz Initiative" ins Leben gerufen und setzt sich im Rahmen von Coke light "Hör auf dein Herz" für das Thema Herzgesundheit bei Frauen ein.

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