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Investoren ziehen erste Bilanz

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Von: Dieter Metzler

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Der Allinger Investor Thomas Vilgertshofer (links) und Investor Rainer Bargenda zogen vor dem Modell eine positive Bilanz ihrer Info-Kampagne.
Der Allinger Investor Thomas Vilgertshofer (links) und Investor Rainer Bargenda zogen vor dem Modell eine positive Bilanz ihrer Info-Kampagne. © Dieter Metzler

Germering – Bis zum 24. April können die rund 30.000 wahlberechtigten Germeringer Bürger per Bürgerentscheid darüber befinden, wie es mit der geplanten Bebauung des Kreuzlinger Felds weitergeht. Aufgrund der hohen Infektionszahlen wird die Abstimmung per Briefwahl durchgeführt. Die Bürgerinitiative (BI) „Für ein lebenswertes Germering“ will bekanntlich die Bebauung mit dem Ziel stoppen, einen neuen städtebaulichen Ideenwettbewerb zu erreichen. 

Bei einem Pressetermin am 30. März gaben die beiden Investoren, der Geschäftsführer der Vilgertshofer Holding GmbH, Thomas Vilgertshofer aus Alling und der Geschäftsführer der HI Wohnbau GmbH, Rainer Bargenda aus München, nun einen Überblick über ihre bisherigen Aktionen und zugleich einen Ausblick über ihre noch geplanten Aktionen bis zum letzten Tag der Stimmabgabe.

So haben beispielsweise bisher an 17 Info-Ständen die beiden Investoren in über 2.000 Bürgergesprächen für ihr geplantes Bauprojekt durchwegs ein positives Feedback erhalten. Bereits 1.040 Wohnungsinteressenten haben sich vormerken lassen, informierte Bargenda. Auch die eingerichtete Website haben über 6.000 Nutzer aufgerufen. 243 Newsletter-Abonnenten möchten ständig auf dem Laufenden gehalten werden, die eingerichtete Bürger-Hotline wurde ebenfalls über 150-mal angewählt. Darüber hinaus fanden über 400 Haustür-Dialoge statt und insgesamt erhielten die Bürger bisher fünf Hauswurfsendungen. Vier Stelen an der Alfons-Baumann-Straße klären über das Vorhaben auf und 45 Beratungsgespräche fanden im Info-Pavillon direkt auf dem Areal des Kreuzlinger Felds statt. Auch zwei Social-Media-Kanäle informieren interessierte User. „Bislang haben wir knapp 32.000 Personen auf Facebook erreicht.“

Laut Vilgertshofer sollen am Kreuzlinger Feld 600 Wohneinheiten entstehen, wovon 190 (30 Prozent) durch Förderung ab einem Quadratmeterpreis von neun Euro zu mieten sind. Dem Vorwurf der BI widersprachen beide Investoren. Nachdem bei 70 Prozent der Wohnungen der Quadratmeterpreis 12,80 Euro beträgt, würde der Durchschnittspreis von 11,66 Euro noch unter dem geförderten Quadratmeterpreis der Wohnungsbaugesellschaft des Landkreises liegen. Zudem werde eine Ghettobildung verhindert, indem man gemeinsam mit der Stadt das „Germeringer Modell“ entwickelt hat, eine Durchmischung von geförderten mit nicht geförderten Wohnungen. Neben den Wohnungen entsteht eine Grundschule für 350 Kinder, ein Kinderhaus mit vier bis sechs Kita-Gruppen, und entlang der Alfons-Baumann-Straße sind Geschäfte, Cafés, Apotheke und Arztpraxen geplant.

Die Investoren wehren sich

Gegen die von der BI hauptsächlich ins Feld geführten Argumente einer zu geringen Bürgerbeteiligung, zu dichter und zu hoher Bebauung sowie zu viel Verkehr wehren sich die Investoren. So entgegnen sie der zu geringen Bürgerbeteiligung, dass bereits seit Beginn der Planungen vor fünf Jahren Bürger zu mehreren Expertengesprächen eingeladen wurden. Auch die im Laufe des Verfahrens eingegangenen Stellungnahmen der Bürger seien stets diskutiert und berücksichtigt worden. Die Gebäude werden nicht höher als die Häuser in der Nachbarschaft zum Kreuzlinger Feld, ebenso verhält es sich mit der Bebauung, die genauso dicht ist wie in der Nachbarschaft.

Auch die Vorwürfe der BI von fehlender Nachhaltigkeit und Mobilität weisen die Investoren von sich. Von Photovoltaik bis hin zu Ausgleichsflächen, Fernwärme, Dachbegrünung, nachhaltige Materialien, nicht unterbaute Innenhöfe, so dass tiefwurzelnde Bäume angepflanzt werden können und Flächen zur Versickerung von Wasser sowie 300 Baumneuanpflanzungen, bis hin zu Sharing-Angeboten, Ladestationen, Radwegekonzept, Tiefgaragenplätze und Anbindung an den ÖPNV widerlegen diese Unwahrheiten, so Vilgertshofer und Bargenda.

Familientag an Ostermontag geplant

Den immensen Aufwand, den die beiden Investoren mit ihren familiengeführten Unternehmen bisher geführt haben, werden sie an ihren Infoständen, im Info-Pavillon, beim Haustürdialog und bei jeder sich dazu bietenden Gelegenheit weiterführen. „Jeder Bürger soll einfach eine sachgerechte Entscheidung treffen können.“ Am Ostermontag veranstalten die Investoren einen Familientag direkt auf dem Kreuzlinger Feld mit einigen Osterüberraschungen.

Metzler

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