Israelbesuch des RotaryClub Fürstenfeldbruck - Gespräche mit Israelis und Palästinensern - Einladung nach Bruck ausgesprochen

Gruppenbild der Brucker Rotarier

Eine besondere Region hatte sich der jetzige Präsident des RotaryClubs Fürstenfeldbruck , Dr. Andreas Groth, für die diesjährige Clubreise ausgesucht. Acht Tage lang bereisten die Brucker Rotarier das Heilige Land und suchten das Gespräch mit Israelis und Palästinensern, um die komplizierte Gemengelage in diesem Winkel der Erde besser zu verstehen.

Von der einstigen Kreuzfahrerstadt Akko im Norden des Landes bis zur Felsenfeste Massada in Süden besuchte die Gruppe zahlreiche biblische und archäologische Stätten. Unvergessen bleibt allen der Gang durch den kanaanitischen Tunnel oder durch den schmalen, wasserführenden Hiskiatunnel , durch den Jerusalem vor 2600 Jahren mit dem lebensnotwenigen Wasser versorgt wurde. Das aktuelle Wasserproblem war für alle am niedrigen Wasserstand des See Genezareths, dem tiefstgelegenen Süßwassersee der Erde, unübersehbar. Er ist das Trinkwasserreservoir Israels. Dem See wird seit Jahren zu viel Wasser entnommen mit schweren Folgen für die Umwelt. Der Jordan ist nach dem Ausfluss nur noch ein winziges Rinnsal, das Tote Meer hat nicht mehr genug Zufluss und wird kleiner. Die Begegnung mit dem bekannten israelischen Fernsehjournalisten David Witzthum war für alle sehr beeindruckend. Er führte aus, wie sich die israelische Gesellschaft in den letzten vierzig Jahren verändert hat. Der Einfluss der europäischen Juden habe ab-, der der eingewanderten afrikanischen und russischen Juden zugenommen. Im Blick auf das künftige Miteinander von Israelis und Palästinensern favorisierte der Referent eine Konföderation aus Jordanien, Israel und den Palästinensern. Davon könnten alle Beteiligten profitieren. Allerdings gebe es dafür momentan noch keine Mehrheit. Beim Besuch des evangelisch-lutherischen Pfarrers Jadallah Shihadeh in Bethlehem lernten die Rotarier die palästinensische Seite kennen. Shihadeh hat mit der Abrahamsherberge ein Begegnungszentrum eingerichtet, in dem sich Christen, Juden und Muslime treffen. In seinen Ausführungen zeigte der Pfarrer Verständnis für das Sicherheitsbedürfnis Israels, kritisierte aber, dass die acht Meter hohe Mauer zum Teil auf palästinensischen Gebiet errichtet worden sei und die Reisemöglichkeiten für die Menschen sehr eingeschränkt seien. Er unterstrich, dass Palästinenser und Israelis nur miteinander gut und im Frieden leben könnten. Die Sicherheit Israels sei die Sicherheit Palästinas, das Glück der Palästinenser sei das Glück Israels. Alle Teilnehmer wünschten sich, dass diese Einsicht auf beiden Seiten die Oberhand gewinnen möchte. Denn ohne einen Ausgleich zwischen beiden Völkern gibt es keinen Frieden im Nahen Osten. Für Februar 2011 sprach Präsident Groth eine Einladung nach Bruck an Pfarrer Sihadeh aus.

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