Israelischer Generalkonsul Tibor Shalev Schlosser, München, legte in Tel Aviv an der Gedenktafel für die Opfer des Olympia-Attentats einen Kranz n ...

Ron Huldai, Bürgermeister der Stadt Tel Aviv mit Tibor Shalev Schlosser, Generalkonsul des Staates Israel vor der Gedenktafel für die ermordeten israelischen Sportler. Foto: Marina Maisel

Fürstenfeldbruck – Der Oberbürgermeister der Stadt Tel Aviv, Ron Huldai, hat am Dienstag, den 24.01.2012 die Gedenktafel für die Opfer des Olympia-Attentats besucht und in Anwesenheit des israelischen Generalkonsuls, Tibor Shalev Schlosser, einen Kranz niedergelegt.Bei der Gelegenheit hob er die Wichtigkeit der Erinnerung an die israelischen Sportler hervor, die friedlich an den olympischen Spielen 1972 in München teilgenommen hatten und durch palästinensische Terroristen in München und am damaligen Flugplatz auf dem Fliegerhorst Fürstenfeldbruck ermordet wurden.

Diesen September jährt sich das Olympia-Attentat zum 40. Mal, bei dem elf israelische Athleten und der deutsche Polizeibeamte Fliegerbauer ermordet wurden. Das Landratsamt Fürstenfeldbruck ist bereits mit den Vorbereitungen für das Gedenken im September 2012 befasst, die auch Überlegungen, eine dauerhafte Gedenkstätte/Dokumentationsstätte zu schaffen, mit einschließen. Zum Olympia-Attentat und die Verfolgung der Terroristen des "Schwarzen September" (damals Anführer Ali Salameh, der grausame und berüchtigte "Rote Prinz"), ist im Januar im Arche Literatur-Verlag Hamburg ein Buch über die Mossad-Agentin Sylvia Rafael erschienen (der Kreisbote berichtete). Die Übersetzung aus dem Hebräischen stammt von Ruth Achlama, das Vorwort schrieb Shlomo Gazit, General a.D. d.R., ehemals Leiter des militärischen Nachrichtendienstes. Einer der Verfasser ist Moti Kfir, er war zur Zeit des Attentats auf die israelische Olympiamannschaft Mitglied des Mossad und Sylvias "Führungsoffizier". Co-Autor ist Ram Oren, früherer Journalist und Rechtsanwalt, einer der erfolgreichsten Autoren Israels. Außerdem ist ein neuer Film "München 72"unter der Regie des israelischen Regisseurs Dror Zahavi bei der ZDF-Produktionsfirma Teamworx in Vorbereitung. Alle israelischen Geiseln werden von Israelis gespielt, alle Palästinenser von Palästinensern dargestellt. Der Versuch von deutscher Seite, nach dem Anschlag 1972 auf dem Flugplatz in Fürstenfeldbruck die israelischen Geiseln zu befreien, war vergeblich. Das Massaker der Terroristen endete in einem Blutbad und mit dem Tod aller israelischer Geiseln sowie des deutschen Polizeibeamten Fliegerbauer, den eine verirrte Kugel traf. Wie inzwischen noch bekannt wurde, wird anlässlich des 40. Jahrestages der Olympischen Spiele von München 1972 für The Biography Channel eine umfangreiche Dokumentation produziert, die dem Attentat auf die israelische Mannschaft in besonderer Weise zu gedenken versucht. In der Dokumentation wird zum ersten Mal die Geschichte der israelischen Sportler in den Mittelpunkt gestellt, die den Terroristen in der Teamunterkunft in der Conollystrasse nur knapp entgingen und das Drama von München überlebten. Alle acht Sportler, inklusive dem damaligen Chef de Mission Shmuel Lalkin, wurden für diese Produktion gewonnen. Ende Februar werden die Überlebenden zu den Dreharbeiten in München erwartet, die nach vierzig Jahren wieder geschlossen als Team reisen. Produzent ist Emanuel Rotstein. The History Channel, Germany.

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