Wildkamera entdeckt weiteres Exemplar

Jäger in Esting erstaunt: Vermeintlicher Rehunfall war ein Unfall mit einem Muntjak

Die Bilder der Wildkamera des Jagdpächters zeigen ein weiteres Muntjak.
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Die Bilder der Wildkamera des Jagdpächters zeigen ein weiteres Muntjak.

Olching – Nicht schlecht gestaunt hat der Estinger Jagdpächter, als er nach einem Wildunfall mit einem vermeintlichen Reh gerufen wurde und das Tier in Augenschein nahm. Es handelte sich nämlich nicht um ein Reh, sondern ein Muntjak.

Muntjaks sind die kleinsten Vertreter der Gattung Hirsch, ungefähr so groß wie ein Reh und sie kommen neben England eigentlich nur in Asien vor. Dabei leben sie in Wäldern, aber auch in Höhenlagen mit Grasländern bis zu 3.500 Meter. Nachdem es sich bei diesen Tieren um eine invasive Art handelt, untersagt eine EU Verordnung die Zucht und Weitergabe.

Das nächste Erstaunen galt den Bildern der Wildkamera des Jagdpächters, als er nach dem Wildunfall in den Tagen ab dem 18. Mai ein oder mehrere Exemplare über die Fotofalle entdeckte.

Woher die Tiere stammen ist unklar. Bekannt ist jedoch, dass sie zwar mehrheitlich als Einzelgänger unterwegs sind, dies meist in der Dämmerung, sich jedoch stark vermehren.

„Ein Bestand von über zehn Tieren könnte dabei bereits kritisch sein und eine Ansiedlung beziehungsweise Verbreitung ermöglichen. Damit rechnet hier sicher niemand und die Begeisterung für so eine Entwicklung dürfte sich bei Waldbauern, Grundstücksbesitzern, Landratsamt und Jägerschaft in Grenzen halten. In unserem Jagdrecht kommen Muntjaks bisher nicht vor“, erklärt der Sprecher der Brucker Jägerschaft Pöllmann. „Das beim Wildunfall verendete Tier wurde vom Pächter vorsichtshalber für etwaige Untersuchungen gesichert und eingefroren. Das weitere Vorgehen wird nun mit der unteren Jagdbehörde abgestimmt. Eine weitere Sichtung gab es im Gebiet Grafrath. In der Vergangenheit wurden in Schleswig Holstein einige Tiere entdeckt.“

red

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